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Neuwied

Neue Zufahrt: La-Porte-Kreuzung soll verschwinden

Ulf Steffenfauseweh

Die Neuwieder La-Pore-Kreuzung ist seit Jahren als Unfallschwerpunkt bekannt. Verschiedene Versuche, den Verkehr neu zu regeln, haben nichts oder nicht genug gebracht. Jetzt plant die Stadt, die Zufahrt ganz umzugestalten. Der Stadtrat stimmt in seiner morgigen Sitzung darüber ab, eine neue Bahnüberführung im Zuge der Langendorfer Straße zu bauen. Die Autofahrer würden dann von der B 42 über einen neuen Weg am Klärwerk vorbei und durch eine neue Unterführung auf die Langendorfer Straße fahren.

Statt der bestehenden La-Porte-Kreuzung (oben), deren Bahn-Überführung saniert werden muss, soll eine neue Zufahrt von der B 42 auf die Langendorfer Straße entlang des Klärwerks (rechts unten)gebaut werden. Hier wäre mehr Platz für eine sichere Verkehrsführung.
Statt der bestehenden La-Porte-Kreuzung (oben), deren Bahn-Überführung saniert werden muss, soll eine neue Zufahrt von der B 42 auf die Langendorfer Straße entlang des Klärwerks (rechts unten)gebaut werden. Hier wäre mehr Platz für eine sichere Verkehrsführung.
Foto: Jörg Niebergall

Damit würde die nur 3,60 Meter hohe La-Porte-Unterführung, in der in der Vergangenheit immer wieder Lkw stecken geblieben sind, vollständig verschwinden. Laut Stadtrats-Sitzungvorlage könnte hier mit dem langfristig anstehenden Ausbau der Langendorfer Straße „ein neues hochwertiges Stadt-Entree geschaffen werden“. Auch kämen die Autofahrer nicht mehr in die Versuchung, in Richtung Elfriede-Seppi-Straße durch das verkehrsberuhigte Fürsten-Viertel „Am Schlosspark“ abzukürzen.

Der Neubau einer Bahnüberführung in einem weniger beengten Umfeld böte zudem die Chance, auch Radfahrern und Fußgängern gerecht zu werden. Und weil die Bundesstraße sich in ihrem Verlauf weiter von der Bahn entfernt, könnte mit mehr Platz eine „regelgerechte“ Kreuzung gebaut werden. Im Prinzip bestünde sogar die Möglichkeit, einen Kreisverkehr einzurichten. In der Sitzungsvorlage heißt es dazu jedoch, dass der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Kreisel an außerorts liegenden Bundesstraßen in der Regel ablehnt.

Hintergrund für die zum jetzigen Zeitpunkt durchaus überraschenden Pläne ist, dass die Deutsche Bahn Netz AG die Stadt schon vor einiger Zeit informiert hat, ihre Überführung „Am Schlosspark“ mittelfristig sanieren zu wollen und nun den zeitlichen Druck erhöht. Grundsätzlich komme ein Neubau an gleicher Stelle infrage. Dias Stadtbauamt sieht hier jedoch die „einmalige Chance“, die alte Idee einer neuen Zufahrt auf Höhe der ehemaligen Tankstelle zu realisieren. Denn die Bahn hat signalisiert, statt der Sanierung auch 40 Prozent der Kosten für Rück- und Brückenneubau übernehmen zu können. Von den 5,5 Millionen Euro der ersten Schätzung verblieben damit 3,3 Millionen Euro bei der Stadt. Diese Summe sollte sich auf 1,25 Millionen Euro reduzieren, wenn eine erhoffte 65-Prozent-Förderung aus dem Landesverkehrsfinanzierungsgesetz fließt. Hinzu kämen Kosten für die Gemeindestraße und die Einmündung auf die Bundesstraße in Höhe von 1,2 Millionen Euro, von denen nach der ersten Schätzung rund 235.000 Euro aus der kommunalen Kassen zu begleichen wären. Insgesamt heißt es in der Vorlage aber dazu einschränkend, dass im aktuellen Planungsstadium nur „stark pauschalierte Sätze“ herangezogen werden können.

Überhaupt steht das Projekt noch am Anfang: Sollte der Stadtrat dem Vorhaben in seiner morgigen Sitzung zustimmen, wäre zunächst eine Planungsvereinbarung mit der DB AG zu treffen, auf deren Basis eine detaillierte Planung für die gesamte Anlage eingeleitet werden könnte. Daran würde sich ein Planfeststellungsverfahren anschließen.

Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

Zwölf Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil

Wenn der Stadtrat am morgigen Donnerstag um 17.30 Uhr in der Stadthalle Heimathaus zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt, stehen im öffentlichen Teil zwölf Punkte auf der Tagesordnung. Neben der geplanten neuen Zufahrt „Innenstadt-Nord“ geht es auch um den Bebauungsplan für den Neubau der Freien Christlichen Schule auf Torney, die Satzung des Jugendbeirates, den Bebauungsplan „Im Bitzen“ Heimbach-Weis sowie eine Anfrage der Linken zum Thema „Flaschensammelvorrichtung“. Außerdem stellen die beiden christlichen Kirchen Zuschussanträge für Branschutz- beziehungsweise Sanierungsmaßnahmen in Kitas Block und Raiffeisenring.

ulf
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