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Bad Honnef

Na, dann Prost: Theo Waigel ist neuer Bad Honnefer Aalkönig (Archiv)

Ein Bayer ist der neue Aalkönig von Bad Honnef. Als Nachfolger von Jean-Claude Juncker wurde im Bad Honnefer Kurhaus beim diesjährigen Aalkönigsfest der ehemalige Finanzminister Theodor Waigel zehnter Monarch des Aalkönigsvolkes. „Es wird von Mal zu Mal schwieriger, den würdigen, kompetenten und beliebten Thronnachfolger zu finden“, sagte Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost, der die Krönungsfeierlichkeiten moderierte.

„Einen Nachfolger von Jean-Claude Juncker, dem Premierminister des Großherzogtums Luxemburg, dem großen Europäer und Mister Euro zu werden, das ist ohne Zweifel eine Jahrhundertherausforderung“, gestand Ost. Doch das Aalkönigskomitee war erfolgreich und fand in dem früheren Bundesfinanzminister seinen zehnten König.

„Dass Jean-Claude Juncker und Theo Waigel beste Freunde sind und stets optimal zusammengearbeitet haben, garantiert weiterhin ein Höchstmaß an Kontinuität und Wohlstand im Reich der rheinischen Aal-Monarchie“, stellte Friedhelm Ost fest. Unter Blitzlichtgewitter und mit dem bayerischen Defiliermarsch, gespielt von den Bläserfreunden aus Niederdollendorf, geleitete das Aalkönigskomitee Theo Waigel zur feierlichen Krönungszeremonie auf die Bühne. Nachdem Waigel auf den Thron des Aalkönigs des Rheinlandes erhoben wurde, sagte er: „Ich bin tief gerührt“. Und: „Wenn man mit der Ehre des Aalkönigs bedacht wird, überlegt man sofort zwanghaft, wie man zu dieser Ehre kommt.“

Mit der Aalkönigswürde verknüpft Waigel seine Erinnerungen an seine fast 30-jährige Zeit als Parlamentarier im Rheinland. Der scheidende Aalkönig Jean-Claude Juncker freute sich über die Wahl seines Nachfolgers. „Theo ist ein großer Mann, ein Patriot von der Sorte, die ich sehr gern mag.“ Waigel gehöre nicht zu der neuen „Luxusklasse, die über die Politik hinweg fliegt“. Er stamme aus einfachen Verhältnissen und habe schon früh Verantwortung für sein Land übernommen. Theo Waigel sei ein durch und durch „europäischer Bayer, der Europa stets als Erbe und Auftrag wahrnahm“. Mit einem Augenzwinkern nahm Juncker Abschied von seinem Amt als Aalkönig. „Es ist das erste Staatsamt, das ich nach zwölf Monaten wieder abgeben muss“, sagte er. Aber er habe es gern ausgefüllt. „Nie hat mich eine Klage meines Volkes erreicht.“

Das Aalkönigsfest dient vor allem der Unterstützung sozialer Projekte im Jugendbereich und dem Erhalt des Aalschokkers Aranka, dem Wahrzeichen der Stadt Bad Honnef. Bislang konnte das Schiff bestens über Wasser gehalten werden, viele Reparatur- und Renovierungsarbeiten wurden gerade in jüngster Zeit vorgenommen.

Darüber hinaus wurden in den vergangenen neun Jahren fast 150 Jugendprojekte mit mehr als 160 000 Euro gefördert. „Gerade im Jubiläumsjahr Bad Honnefs wollen wir als Bürger dieser Stadt erneut ein Zeichen für unsere Mitbürger setzen und vielen Jugendlichen bei deren wichtigen Projekten aktiv helfen“, kündigte Friedhelm Ost an. (bc)

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