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    Mennoniten bauen neue Kirche in Anhausen

    Während die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland mit schwindenden Mitgliederzahlen zu kämpfen haben, kennen die Mennoniten im Kreis Neuwied solche Probleme offensichtlich nicht. Erst im vergangenen Jahr haben sie in Rengsdorf ein neues Gotteshaus eingeweiht, jetzt entsteht in Anhausen eine neue Kirche: Die Brüdergemeinde aus Gladbach baut eine Filiale in Gewerbegebiet Petershof.

    Die neue Mennonitenkirche in Anhausen ist im Rohbau fertig.
    Die neue Mennonitenkirche in Anhausen ist im Rohbau fertig.
    Foto: Ulf Steffenfauseweh

    Anhausen/Gladbach. Während die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland mit schwindenden Mitgliederzahlen zu kämpfen haben, kennen die Mennoniten im Kreis Neuwied solche Probleme offensichtlich nicht. Erst im vergangenen Jahr haben sie in Rengsdorf ein neues Gotteshaus eingeweiht, jetzt entsteht in Anhausen eine neue Kirche: Die Brüdergemeinde aus Gladbach baut eine Filiale in Gewerbegebiet Petershof.


    Weil die Gemeinde wächst und im Neuwieder Stadtteil keine weiteren Expansionsmöglichkeiten sah, begab sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz. Und das war kein ganz einfaches Unterfangen. Wie Bauleiter Viktor Funk (34) im Gespräch mit der RZ erzählt, hatten sich die Mennoniten zunächst bemüht, ein Grundstück im Ort zu erwerben. „Das wäre natürlich ideal gewesen, weil unsere Gemeindemitglieder dann zu Fuß hätten kommen können“, sagt er, ist aber nicht sauer, dass das nicht geklappt hat. „So ein Haus mitten im Dorf kann auch störend wirken, zumal wenn Verkehr hinzukommt“, hat er Verständnis für die Anwohner, die sich dagegen gewandt hatten.
    Einig wurden sich Mennoniten und (Zivil-)Gemeinde dann vergangenes Jahr über ein rund 10 000 Quadratmeter großes Grundstück im Gewerbegebiet. Und die Brüdergemeinde wartete nicht lange mit dem Baubeginn. Noch Ende 2010 erledigten sie die ersten Vorarbeiten, mittlerweile steht der Rohbau, in zwei Wochen soll auch der Putz angebracht sein.
    Zentrale Elemente im Inneren sind ein fast 300 Quadratmeter (17 x 17 Meter) großer Beetsaal und ein mehr als 200 Quadratmeter umfassender Speisesaal. Hinzu kommen im Erdgeschoss unter anderem die Küche, ein Raum, von dem aus Eltern mit Babys durch eine Glasscheibe die Gottesdienste verfolgen können, eine Bibliothek, Toiletten sowie Funktionsräume.
    Ein Teil des Gebäudes (etwas weniger als die Hälfte) ist außerdem unterkellert. Hier finden sich ein Jugendraum, zwei Fachräume (für Werken und Nähkurse) sowie weitere Funktionsräume, die über einen separaten Zugang erreichbar sind. Außerdem gibt es mehrere Räume für die sogenannte Sonntagsschule, in der jeweils rund 20 Kinder Gottesdienste feiern können.
    Von außen soll das Gebäude, das dem abfallenden Gelände angepasst ist, dezent daherkommen. „Wir haben uns für eine konservative Farbgestaltung entschieden, weil sie möglichst zeitlos sein soll“, erklärt Funk die Entscheidung für einen grau-weißen Verputz. Zudem werden auf dem Freigelände rund 40 Parkplätze gebaut.
    Insgesamt sind diese Dimensionen für die Gladbacher Mennoniten Brüdergemeinde noch zu groß. „Wir bauen mit Zukunftsvision“, sagt Funk, der schätzt, dass derzeit rund 15 bis 20 mennonitische Familien im Kirchspiel Anhausen leben. Umgerechnet bedeutet das circa 40 von insgesamt 500 Gemeindemitgliedern, zu denen die recht zahlreichen Kinder allerdings nicht hinzugerechnet sind. Denn die Mennoniten lehnen die Taufe Minderjähriger ab. Dennoch ist die Kirche natürlich auch (und teilweise gerade) für den Nachwuchs gebaut.
    Fertig werden soll das Gebäude im nächsten Jahr. Wie Funk erläutert, sollen die großen Arbeiten, vor allem im Außenbereich, noch 2011 abgeschlossen werden. Ein genaues Datum für die Einweihungsfeier kann er allerdings noch nicht nennen. Zum einen ist das Wetter ein Faktor. Zum anderen ist der Arbeitsfortschritt relativ schwer zu kalkulieren: Denn die Gemeindemitglieder bauen praktisch alles in ehrenamtlicher Eigenarbeit – nach dem Feierabend und im privaten Urlaub. (Ulf Steffenfauseweh)

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