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Feldkirchen

„Markthalle Feldkirchen" als Alternative für den ehemaligen Lidl?

Eine aussichtsreiche Variante für einen neuen Lebensmittelmarkt in der Ortsmitte von Feldkirchen ist geplatzt: Wie Erich Walther mitteilt, hat die Rewe-Gruppe abgesagt. Aus dem ehemaligen Lidl-Markt wird kein „Nahkauf" werden. Stattdessen bringt das Vorstandsmitglied des Bürgervereins Fahr eine neue Alternative ins Gespräch.

Foto: Jörg Niebergall

Feldkirchen – Eine aussichtsreiche Variante für einen neuen Lebensmittelmarkt in der Ortsmitte von Feldkirchen ist geplatzt: Wie Erich Walther  mitteilt, hat die Rewe-Gruppe abgesagt. Aus dem ehemaligen Lidl-Markt wird kein „Nahkauf" werden. Stattdessen bringt das Vorstandsmitglied des Bürgervereins Fahr eine neue Alternative ins Gespräch.

Foto: Jörg Niebergall

„Für den Standort in Feldkirchen hat sich einer unserer Nahkauf-Einzelhändler aus dem Raum Koblenz interessiert", heißt es zunächst noch in der der RZ vorliegenden Antwortmail der Rewe-Gruppe. Dann jedoch geht es ablehnend weiter: „Nach Abschluss der Prüfung aller betriebswirtschaftlichen und wettbewerblichen Belange müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass eine solide Wirtschaftlichkeit für diesen Standort nicht umfassend darstellbar ist, sodass inzwischen Abstand von einer Betreibung genommen wurde."

Ein Rückschlag, von dem sich Walther jedoch nicht entmutigen lassen will. Wie er berichtet, laufen derzeit weitere Gespräche mit potenziellen Betreibern. Sollten aber auch diese nicht zum gewünschten Ergebnis führen, bringt der engagierte Fahrer eine neue Alternative ins Gespräch: Er regt ein „Shop in Shop-Konzept" unter dem Arbeitstitel „Feldkirchener Markthalle" an. Gemeint ist damit, dass sich mehrere Fachhändler den Platz im früheren Discounter teilen könnten.

Ein Metzger, der neben Fleisch und Wurst auch Milch, Käse und Butter anbietet, könne beispielsweise die noch vorhandenen Kühlgeräte und Regale von Lidl für einen laut Walther „attraktiven Preis" übernehmen. Entsprechende Gespräche, unter anderem mit der Fleischerei Hermes, liefen bereits. Gleiches gelte für den Bereich „Obst und Gemüse". Auch hier seien Interessenten durchaus vorhanden.

Darüber hinaus sei – da es in unmittelbarer Nähe bereits einen Bäcker gibt – dann nur noch ein Anbieter von, wie Walther es nennt, „Randsortiment", vor allem Drogeriebedarf, wünschenswert. Nicht mehr im Angebot wären dagegen Produkte aus dem Lidl-Sortiment wie Turnschuhe, T-Shirts oder Computerzubehör. „Das brauchen wir auch gar nicht wirklich", meint er.

Dagegen ist er sicher, dass es in den anderen Bereichen „genügend kleine, wendige Unternehmen" gibt, sodass eine Umsetzung seiner Idee durchaus „sehr realistisch" sei. Zumal er weiter davon überzeugt ist, dass Feldkirchen mit seinen rund 5300 Einwohnern genug Potenzial bietet, vor allem wegen eines hohen Anteils älterer, nicht mobiler Bürger. „Eine solche Markthalle wäre eine wirkliche Antwort auf die Großmärkte, die uns in die Gewerbegebiete zwingen wollen", findet er und glaubt, dass seine Idee Modellcharacter für kleinere Orte haben könnte.

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Künftig 40 statt 14 Parkplätze

Sollte ein neuer Lebensmittelmarkt in den ehemaligen Lidl einziehen, werden den Kunden rund 40 statt bislang 14 Parkplätze zur Verfügung stehen. Wie Immobilienbesitzer Reiner Biehl aus Bad Hönningen im Gespräch mit der RZ berichtete, wird die entsprechende Fläche, die sein Schwiegersohn bislang als Lagerplatz für seinen Steinmetzbetrieb nutzte, geräumt.

Ansonsten ist Biehl angetan vom Engagement, das Erich Walther und auch Ortsvorsteher Jörg Nußbaum zeigen. Wie er weiter betonte, wäre es ihm natürlich am liebsten, nur einen Pächter zu haben. Allerdings könne er sich auch mit dem Markthallenkonzept anfreuenden. „Ich bin selbst ein Feldkirchener Jung. Da ist es mir schon wichtig, dass die Leute, die 30 Jahre da eingekauft haben, es weiter machen können und keinen Bus nehmen müssen", sagte er. Eine andere Lösung als einen Nahversorger gebe es nur im Notfall.

(Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh)

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