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    Linz trauert: Adi Buchwald ist tot

    Die Nachricht erschüttert die Bunte Stadt am Mittwochmorgen und macht viele Linzer traurig: Adi Buchwald ist gestorben. Ein Vierteljahrhundert war der 69-Jährige Bürgermeister der Stadt Linz. Als "echter rheinischer Bürgermeister" führte er fünf Legislaturperioden lang die Geschicke der Stadt. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist der Wahl-Linzer an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Aus gesundheitlichen Gründen hatte er sich bereits 2014 aus dem aktuellen politischen Geschehen zurückgezogen und war nicht mehr zur Wahl angetreten.

    Von unserer Redakteurin Nina Borowski

    In einem Interview mit der RZ vor einem Jahr freute sich der Herzblutpolitiker auf die freie Zeit und wollte sie für gemeinsame Reisen mit seiner Frau nutzen. Zum damaligen Zeitpunkt bekam Buchwald gerade eine weitere Chemotherapie, doch davon ließ er sich seinen Optimismus nicht nehmen. "Mit 68 Jahren ist es noch zu früh abzutreten, ich habe noch viel vor", sagte er damals im Gespräch mit der RZ.

    Als echte "rheinische Frohnatur", "visionären Ideengeber" und "deftigen Leserbriefschreiber" beschreiben ihn Weggefährten. "Mit seinem Tod geht eine ganz besondere Ära in Linz zu Ende", sagt sein Nachfolger im Amt des Stadtbürgermeisters, Hans Georg Faust, im Gespräch mit der RZ. "Er hat über das normale Maß hinaus Leistungen erbracht", ergänzt er. Laut Faust zeigt sich das nicht nur in zahlreichen Ehrungen, sondern auch in vielen Dingen, die nach wie vor in Linz an Adi Buchwald erinnern werden. "Die Stadthalle, die Sanierung des Rathauses, das Meusch-Center, das Baugebiet Roniger Hof und die Stiftung Stadtsparkasse sind da nur einige Beispiele", betont Faust.

    Der Tod des engagierten Politikers hat auch Hans-Günter Fischer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Linz, tief betroffen gemacht, wie er gegenüber der RZ sagt: "Mit Adi Buchwald habe ich nicht nur einen politischen Kollegen verloren, sondern auch einen Freund." Nicht nur, dass der Wahl-Linzer sein Ehrenamt als Fulltime-Job ausgeführt hat. Für Fischer ist eines besonders kennzeichnend: "Wenn in der Region von Adi gesprochen wird, weiß direkt jeder, wer gemeint ist. Wenn eine Person nur durch ihren Vornamen geadelt wird, zeigt das Vertrautheit und Beliebtheit. Genau das hat Adi ausgemacht. Er hat immer die Nähe zu den Menschen gesucht."

    Offenheit und Gradlinigkeit beschreibt auch Faust als besondere Wesensmerkmale: "Das war für sein Gegenüber nicht immer einfach, aber er hat es trotzdem beibehalten. Und trotz aller Prinzipientreue war er nicht beratungsresistent." Faust und Fischer betonen, dass sich Adi Buchwald um Linz verdient gemacht hat wie kein anderer, was sich in zahlreichen Ehrungen ausdrückt. Für sein Ehrenamt als Bürgermeister der Stadt Linz bekam Buchwald im April 2014 die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Im September des vergangenen Jahres ernannten die Linzer den gelernten Diplom-Ingenieur zum Ehrenbürger und verliehen ihm den Ehrenring der Stadt. Den Termin hat Faust noch in guter Erinnerung: "Ich war stolz, die Urkunde und den Ring stellvertretend überreichen zu dürfen." Die Beisetzung des engagierten Politikers findet in der kommenden Woche statt.

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