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Neuwied

LaGa 2022: Baudezernent sieht im Projekt enorme Chancen [Mit Videorundgang]

Zum Ende seiner Amtszeit konnte Baudezernent Reiner Kilgen den Neuwiedern noch ein hochinteressantes Projekt präsentieren – die Bewerbung zur Landesgartenschau vor Ort auf dem Rasselstein-Gelände.

Foto: Illustration Station C23

Von unserem Redakteur Frank Blum

Kein Wunder, dass er sich darüber freute, nahezu eine Hundertschaft gespannter Bürger begrüßen zu können – und das zu einer Uhrzeit, "zu der wir normalerweise nicht einladen". Kilgen unterstrich, dass es den Planern darauf ankam, den Schärjern "bei Tageslicht eine Fläche zu zeigen, die mitten in der Stadt Neuwied liegt, die durch eine fast 300-jährige industrielle Nutzung nie im Blickwinkel der Öffentlichkeit war und die jetzt möglicherweise nach so langer Zeit wieder genutzt werden kann". Sein Dank galt dem Unternehmen ThyssenKrupp, das ihr Gelände zur öffentlichen Besichtigung freigab, obwohl noch Verhandlungen über die künftige Nutzung des Areals laufen.

Kilgen erläuterte das weitere Prozedere. "Landesgartenschau ist ein Thema, das die Menschen bewegt – und zwar nicht nur wegen des Events über ein halbes Jahr, sondern weil es auch eine enorme Chance für die Stadtentwicklung in der Zeit danach ist", unterstrich der Baudezernent zum Auftakt der Informationsveranstaltung. Er forderte die Anwesenden auf, mit Fragen nicht hinter dem Berg zu halten, bat aber auch um Verständnis darüber, dass die Planer noch keine Antworten zur konkreten Gestaltung geben konnten.

Soweit sei man noch nicht, aber: "Wenn wir den Zuschlag erhalten, verspreche ich, dass wir eine echte Bürgerbeteiligung, zum Beispiel in Form von Workshops, anbieten werden. Dabei wollen wir Sie nicht nur anhören, sondern auch versuchen Ihre Ideen in das Konzept einzubauen, das dann erst mithilfe von Wettbewerben erstellt wird", so Kilgen weiter. In diesem Zusammenhang hätten zum Beispiel auch Vereine die Möglichkeit, sich aktiv an der Landesgartenschau zu beteiligen."

Kernfläche der Landesgartenschau wird das Gelände des sogenannten Holzlagers sein. Die Stadt möchte aber auch mit flankierenden Maßnahmen die umliegenden Flächen, den Schlosspark, die Sportstätten und die Kirmeswiese, aufwerten. "Wenn wir die Gartenschau bekommen, wollen wir uns auch ein Konzept überlegen, wie wir die Stadtteile und die Region einbinden können", blickte Kilgen voraus.

Der Stadtrat, der sich auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie am 5. Februar 2014 einstimmig für die Bewerbung ausgesprochen hatte, wird sich in seiner Sitzung am 23. März nochmals mit dem Thema beschäftigen. In der letzten Aprilwoche bereist dann eine Bewertungskommission des Landes die Städte, die sich beworben haben. Die werden nur wenige Wochen auf die Folter gespannt, denn im Juni soll seitens des Landes die Entscheidung über den Zuschlag erfolgen. Dann gehe es erst richtig los, meinte der Bürgermeister. Es gelte viel zu planen und zu bauen, sodass die Zeit bis zur Durchführung im Jahr 2022 "absolut ausgefüllt sein wird". Landschaftsarchitekt Rudolph machte auf Fragen aus der Bürgerschaft deutlich, dass die bisherigen Pläne nach einer hoffentlich erfolgreichen Bewerbung "über den Haufen geworfen" werden können.

Kilgen richtete auch persönliche Worte an die Bürger: "Ich möchte betonen, dass eine Landesgartenschau Neuwied für mich persönlich eine tolle Sache ist, die viel Arbeit, aber noch mehr Spaß bringt, die eine riesige Chance für die Stadt ist, die aber nur gelingen kann, wenn wir sie gemeinsam angehen."

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