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Kreis Neuwied

Kreis Neuwied: Konjunktur brummt weiter auf Hochtouren

Die Wirtschaft brummt im Kreis Neuwied weiterhin auf Hochtouren. Der brandneue Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer für den Herbst weist in allen Kategorien hoch positive Werte aus.

Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa

So beurteilen 58 Prozent der befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, nur 13 Prozent sehen sie kritisch. Und trotz des seit nunmehr vier Jahren durchweg hohen Niveaus überwiegt die Zahl derer, die glauben, dass die Situation sich in den kommenden zwölf Monaten noch weiter verbessert: 34 Prozent glauben an einen Zuwachs, nur 19 Prozent befürchten einen Rückgang, und fast die Hälfte geht von Konstanz aus.

Die Investitionsabsichten haben sich im Saldo gegenüber der Vorumfrage sogar noch einmal deutlich erhöht: von +20 auf +29. Die Beschäftigungsabsichten verharren mit +35 Punkten auf extrem hohem Stand. Lediglich sechs Prozent der Unternehmen wollen abbauen, 41 Prozent würden gern einstellen: Der Fachkräftemangel lässt hier grüßen.

Ingesamt liegt der zusammenfassende Konjunkturklimaindikator für den Kreis Neuwied derzeit bei satten 130 Punkten. Der Wert für den IHK-Bezirk Koblenz, der praktisch den kompletten Norden von Rheinland-Pfalz umfasst, liegt sechs Punkte niedriger. Zur Erklärung: Würden die Unternehmen ihre aktuelle Lage, die Erwartung für das kommende Jahr sowie Investitions- und Beschäftigungsabsichten ausgeglichen beurteilen, käme man auf 100 Punkte.

Gegenüber der vorangegangenen Umfrage sinkt der Wert zwar um elf Punkte, allerdings war in den Vorjahren jeweils ein deutlicher Rückgang vom Sommer zum Herbst zu verzeichnen, wodurch diese Tendenz kaum das Bild trüben kann. Etwas anders sieht es dagegen aus, wenn man sich die langfristige wirtschaftliche Entwicklung des Kreises ansieht. IHK-Regionalgeschäftsführer Fabian Göttlich hat Zahlen des Statistischen Landesamtes von 2000 bis 2015 verglichen und kommt zu dem Schluss, dass sie im Vergleich mit dem Land unterdurchschnittlich war. „Wir sind nach wie vor ein wirtschaftlich großer und starker Kreis, aber an der Dynamik hat es gefehlt“, sagt er.

Zum Beleg verweist er zum einen auf das Bruttoinlandsprodukt. Hier hatte Neuwied eine jährliche Wachstumsrate von 1,85 Prozent. Klingt nicht schlecht, fällt gegenüber dem rheinland-pfälzischen Durchschnitt von 2,46 Prozent pro Jahr aber doch ab. „Da kommt schon etwas zusammen“, weiß Göttlich.

Noch deutlicher wird der Unterschied bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten: Hatte Rheinland-Pfalz im genannten Zeitraum einen jährlichen Zuwachs von 0,79 Prozent, so lag der im Kreis Neuwied nur bei 0,19 Prozent. Und betrachtet man die Stadt Neuwied alleine, war sogar ein minimaler Rückgang von 0,05 Prozent zu verzeichnen. „Das wird zum Großteil auf die bekannten Entwicklungen bei einigen großen Firmen zurückzuführen sein“, erklärt Göttlich. Dennoch wolle man im IHK-Beirat intensiv und ergebnisoffen diskutieren, ob wir „aufpassen müssen, den Anschluss nicht zu verlieren“ oder ob die Entwicklung doch „so super ist, wie es im Konjunkturbericht aussieht“.

Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

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