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     Kreis Neuwied

    Kreis ist in Hotelführern wenig präsent

    Kreis Neuwied. Dank seiner landschaftlich reizvollen Lage am Rhein und im Westerwald ist der Kreis Neuwied eine Touristenregion. Allerdings hält sich die Zahl der empfehlenswerten Hotels in ziemlich engen Grenzen - zumindest wenn man den beiden 2015er-Auflagen von "Schlummer-Atlas" (Aral) und "Varta-Hotelführer" glaubt. Unumstritten sind die allerdings nicht. Doch zunächst die Übersicht:

    Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

    Im "Schlummer-Atlas" finden sich unter rund 4800 Hotels in Deutschland und dem angrenzenden Ausland gerade einmal sechs Häuser aus dem Kreis Neuwied. Am besten schneidet dabei Schloss Engers ab, dem die Tester von Aral vier Sterne (von maximal fünf) verleihen. Das bedeutet "Erstklassiges Hotel, internationales Hotel der gehobenen Kategorie mit großem Komfort". Da es sich außerdem um blau gedruckte Schlummer-Sterne handelt, ist das Schloss für den Hotelführer "in seiner Kategorie hervorhebenswert".

    Ebenfalls vier Sterne bekommt das Neuwieder Food-Hotel; der Tannenhof in Großmaischeid erhält drei (gleich ein "sehr gutes Hotel, Mittelklassehotel mit sehr komfortabler Ausstattung"). Jeweils blau hervorgehobene Sterne vergeben die Tester für das Waldbreitbacher Hotel "Zur Post" (3), das Roßbacher Strand-Café (2) und das Rheinbreitbacher Burghotel Ad Sion (2). Gar nicht enthalten ist im Buch von Aral dagegen das Haus, das für den "Varta-Führer" das beste im Kreis Neuwied ist: Rheinhotel Schulz in Unkel. Es erhält dort drei von fünf Diamanten, und das heißt: "Hier erwarten Sie ein großzügiger Komfort und ein äußerst aufmerksamer Hotelservice."

    Food-Hotel Neuwied, Schloss Engers, Hotel "Zur Post" Waldbreitbach werden dort mit jeweils zwei Diamanten ("empfehlenswertes Haus mit sehr guter Hotelleistung und wohnlichen Gästezimmern") ausgezeichnet, St. Pierre in Bad Hönningen und Strand-Café Roßbach mit einem Diamanten ("Beherbergungsbetrieb mit freundlicher Atmosphäre und ansprechender Gestaltung") bedacht. Damit kommt der Kreis Neuwied auch im "Varta-Führer", der 6500 getestete Hotels und Restaurants in Deutschland listet, auf gerade einmal sechs aufgeführte Hotels. Allerdings: Die Stadt Koblenz kommt auch nur auf drei. In Bad Neuenahr-Ahrweiler sind es dagegen elf.

    Claudia Schwarz, Geschäftsführerin der Romantischer Rhein Tourismus gmbH, misst dem aber nur eine sehr geringe Bedeutung bei. Für sie ist das Internet und da vor allem das regionale Unterkunftsverzeichnis mittlerweile viel wichtiger. Und während der "Schlummer-Atlas" in seinem Vorwort selbst schreibt, dass sein Redaktionsteam "mit Leidenschaft und Kreativität beobachtet und recherchiert, Hotels überprüft, eine große Menge an Daten sammelt und nach eigenem System bewertet", spricht sie von gekauften Anzeigen. "Die Bewertungen nehmen die Tester vor, aber wer aufgenommen werden will, muss bezahlen. Daher ist es nicht relevant, wie viele Betriebe dort aufgeführt sind", sagt sie und ergänzt: "Ich habe nicht das Gefühl, dass bei uns etwas fehlt. In Neuwied sei die Situation gut, Bad Hönningen sei dabei, sich komplett neu auszurichten. "Wenn man vom Klub-Tourismus weg will, braucht man schon gute Puste", kommentiert Schwarz.

    Einen deutlichen Gewinn wird ihrer Meinung nach die im Sommer eröffnende Jugendherberge in Leutesdorf bringen. Und grundsätzlich brauche man in der Region keine Luxushotels. "Drei oder vier Sterne reichen", meint sie. Wichtig sei, in seiner Kategorie Qualität anzubieten.

    Etwas zurückhaltender äußert sich Christoph Hoopmann, Chef der Westerwaldtouristik, der vor allem dem geschlossenen Dorint-Hotel in Windhagen nachtrauert. "Wenn so ein tolles Haus wegbricht, ist das natürlich für die ganze Region schlecht", sagt er.

    Im Wiedtal sei das Übernachtungsangebot dagegen sehr gut, aber in Rengsdorf "fehlt schon etwas", gibt er zu. Das sei auch deshalb schade, weil die dortige Tourismusexpertin Monika Edling sehr aktiv ist. "Mit neuen Wanderwegen und der Entlastung durch die Umgehungsstraße sind da ganz tolle Verbesserungen der Infrastruktur erreicht worden", findet Hoopmann. "Ein zusätzliches Drei- oder Viersternehaus wäre da schon nicht schlecht".

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