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Unkel

Klangvoll unterwegs: Carl-Loewe-Musiktage enden mit einer Schottlandreise

Simone Schwamborn

Nach den beiden Burgserenaden in der Burg Unkel und dem Kinder- und Meisterkonzert im Palmenhaus folgte am Freitag die fünfte und letzte Veranstaltung der diesjährigen Carl-Loewe-Musiktage. Mit dem Kammerkonzert „The Highlands – schottische Balladen“ schloss der Unkeler Geschichtsverein die 24. Ausgabe der Serie ab.

Martin Haunhorst (Violine), Marc Unkel am Klavier, Doris Lange-Haunhorst (Flöte) und Joanne Walter-Unkel (Oboe/Englischhorn) (von links) spielten im Abschlusskonzert der Carl-Loewe-Tage. Foto: Simone Schwamborn
Martin Haunhorst (Violine), Marc Unkel am Klavier, Doris Lange-Haunhorst (Flöte) und Joanne Walter-Unkel (Oboe/Englischhorn) (von links) spielten im Abschlusskonzert der Carl-Loewe-Tage.
Foto: Simone Schwamborn

Die Vereinsmitglieder hauchten der „Unkeler Philharmonie“ schottische Lebensart ein. Sie selbst trugen Krawatten beziehungsweise angedeutetes Plaids aus blau grün kariertem Stoff. Der Nebenraum des Palmenhauses, in dem während der Pause schottische Spezialitäten gereicht wurden, war mit Landesfahnen dekoriert. „Wie Sie am Konzertprogramm und an unserer Bekleidung festgestellt haben, wollen wir Sie in die schottischen Highlands entführen“, begrüßte Vereinsvorsitzender Piet Bovy die Musikfreunde. Er machte auch auf die nächste Veranstaltung des Geschichtsvereins aufmerksam und lud zum von Elsbeth Bovy und Gisela Meitzner geschriebenen Theaterstück „Liebe, Macht und Untergang“ für Samstag, 18. August, ein. Die Premiere wird ebenfalls im Palmenhaus sein.

Auch die Künstler traten in schottischem Stoff auf. Neben den beiden Hauptakteuren der Carl-Loewe-Musiktage, Joanne Walter-Unkel (Oboe/Englischhorn) und dem musikalischen Leiter Marc Unkel (Klavier), traten an diesem Abend auch Doris Lange-Haunhorst (Flöte) und Martin Haunhorst (Violine) auf. Sie präsentierten Werke von Carl Loewe, Johann Christian Bach, Franz Strauss und anderen Komponisten, die die „Highlands“ musikalisch interpretierten. Mit virtuos gespielten Liedern wie "Nordische Ballade" (Carl Loewe) für Flöte, Oboe, Violine und Klavier und der Sonate D-Dur (William Mc Gibbon) für Flöte und Klavier machten es die Künstler dem Publikum leicht, sich in die von vielen Menschen geliebte Hügel- und Berglandschaft Schottlands zu versetzen.

Von Marc Unkel erfuhren die Zuhörer, dass McGibbon ein relativ unbekannter Komponist (1690–1756) war, jedoch wunderschöne Stücke schrieb. Nach weiteren Stücken – unter anderem von Franz Strauss (Nocturno Des-Dur für Englischhorn und Klavier), Edward Elgar ("Chanson de Matin" für Oboe und Klavier) – erklang die Sonate D-Dur für Violine und Klavier von General John Reid, von dem Marc Unkel berichtete, dass er ein echter englischer General (1721–1807) war, der Lieder komponierte und selbst Flöte spielte. John Reid gründete den Lehrstuhl für Musik an der Universität in Edinburgh.

Als das gelungene Kammerkonzert mit der von allen vier Künstlern gespielten Sonate "The Hawthorn" in A-Dur (James Oswald) endete, griffen die begeisterten Zuhörer zu den zuvor verteilten Noten und stimmten gemeinsam mit den Musikern das bekannte schottische Lied „Auld Lang Syne“ an. Organisiert wurden die Carl-Loewe-Musiktage wieder von Heide Lorenz und ihrem Team.

Von unserer Mitarbeiterin Simone Schwamborn
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