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    Kandidatenporträt: Birgit Haas bringt sich im Dorf ein

    Dass Birgit Haas jemals in Straßenhaus "landen" würde, das hätte sie nicht gedacht. Das gibt die Frau, die seit 2009 Ortsbürgermeisterin der kleinen Westerwaldgemeinde ist, zu. "Bereut habe ich die Entscheidung aber nie", schiebt die SPD-Direktkandidatin für den Landtag hinterher.

    Seit 1997 lebt sie in der Verbandsgemeinde Rengsdorf. Weil ihr Mann sich nicht so recht entschließen konnte, nach Köln zu ziehen, verschlug es die studierte Juristin und ausgebildete Fremdsprachenkorrespondentin nach Ellingen. Aus der Millionenmetropole in den Westerwald? Für Haas keine große Umstellung. "Dellbrück ist ja auch nur ein Dorf", sagt Haas über ihren Stadtteil in Köln. "Auch da hat man Anschluss über die Vereine gefunden. Man muss sich einbringen." In Straßenhaus hielt es die sportbegeisterte Haas, wie schon ihre Eltern ein "Vereinsmeier", wie sie sagt, ähnlich. Beim SV Ellingen war sie "von Anfang an dabei", ob aktiv und als Übungsleiterin beim Mixed-Team der Volleyballer oder an der Seitenlinie bei den Fußballern. "So oft es geht, versuche ich mir die Spiele anzuschauen", berichtet Haas.

    Allerdings hat der SV Ellingen einen großen Konkurrenten, die Geißböcke aus Köln. Denn obwohl Haas schon längst im Kreis Neuwied Zuhause ist, ist ihre Liebe zur alten Heimat nie erloschen. Bis heute besitzt sie eine Dauerkarte, verfolgt die Spiele des Bundesligisten immer wieder im Stadion, mal mit ihrer Mutter, mal mit ihrem Mann Stefan Haas, mit dem sie gemeinsam eine Versicherungsagentur in Straßenhaus leitet.

    Wenn sie in ihrer Freizeit gerade nicht sportlich unterwegs ist, ist sie schon mal im Chor anzutreffen. "Ich bin total unmusikalisch und kann nicht ein einziges Instrument", sagt Haas zwar. Aber das hindert sie nicht daran, sich am Gesang zu probieren. "Ich singe total gerne. Nicht gut, aber gerne", berichtet Haas lachend.

    Viel Zeit hat Haas dafür nicht. Neben ihrem Job in Straßenhaus arbeitet sie einmal in der Woche als juristische Beraterin in einer Agentur in Leverkusen. Doch bald könnten berufliche Veränderungen anstehen. Ihre Tätigkeiten in der Versicherungsagentur, als juristische Beraterin und die Arbeit als Ortsbürgermeisterin würden sich nur schwer mit einem Landtagsmandat in Einklang bringen lassen. Sollte es für Haas am 13. März nach Mainz gehen, steht für sie fest: "Dann werde ich beruflich kürzer treten." Das Amt als Ortsbürgermeisterin steht für sie nicht zur Debatte.

    "Das ist so ein spannender Job. Das würde mir fehlen", so Haas. Ob die vielen neuen Kontakte oder der Dialog mit den Bürgern, Haas will die Aufgaben an der Spitze des Ortes nicht mehr missen. Und im Hinblick auf ein mögliches Mandat im Landtag sagt sie: "Ich denke, als Ortsbürgermeisterin könnte ich wichtige Rückmeldung über meine Arbeit als Landtagsabgeordnete sammeln."

    Die Wahl zur Ortsbürgermeisterin 2009 ist ein Höhepunkt in Haas' bisheriger politischer Karriere - knapp elf Jahre nach ihrem Start in die Kommunalpolitik. 1998 trat sie dem SPD-Ortsverein Honnefeld bei. "Da wusste ich, hier werde ich bleiben", begründet sie ihren damaligen Entschluss "Vorher wollte ich mich nicht auf einen Ortsverein festlegen." Die Nähe zur Partei bestand schon viel länger. "Die wurde mir quasi in die Wiege gelegt", erzählt Haas, die sich an viele Diskussionen mit ihrem Vater - Gewerkschafter und Willy-Brandt-Anhänger - erinnert. "Das gehört für mich zur SPD. Immer kontrovers, aber man kommt zum Konsens", sagt die Landtagskandidatin, die fünf Jahre nach ihrem Eintritt in den Ortsverein dessen Vorsitzende wurde. 2013 wurde sie Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, seit 2014 sitzt sie im Kreistag. Wenn es nach Haas geht, heißt die nächste Sprosse auf der Leiter Mainz.

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