40.000
Aus unserem Archiv
Linz

Jetzt geht es mit dem Fahrrad zur Arbeit: Eduard Sprenger ist neuer Polizeichef in Linz

Silke Müller

Seit gut einem Monat ist Eduard Sprenger Chef der Polizeiinspektion Linz. Und der 60-Jährige fühlt sich pudelwohl in seiner neuen Funktion. „Es ist, als wäre ich schon immer hier gewesen“, sagt er im Gespräch mit der RZ. Kein Wunder, schließlich kannte der neue Linzer Polizeichef schon vor seinem Wechsel von Neuwied nach Linz zahlreiche Kollegen. Denn Sprenger ist im Polizeidienst ein alter Hase. Seit dem 1. August 1978 arbeitet der gebürtige Westerwälder bei den Gesetzeshütern – bis auf kleinere, temporäre Unterbrechungen stets im Kreis Neuwied.

Das neue Führungsduo in der Polizeiinspektion Linz: Leiter Eduard Sprenger (rechts) und sein Stellvertreter Veit Doll. Foto: Silke Müller
Das neue Führungsduo in der Polizeiinspektion Linz: Leiter Eduard Sprenger (rechts) und sein Stellvertreter Veit Doll.
Foto: Silke Müller

Sprenger kann sich noch ganz genau an seine beruflichen Anfänge bei der Polizei erinnern. An damals, als er zu Beginn der 1980er-Jahre noch uniformiert beim Polizeiamt Neuwied seinen Dienst tat. „Mitte 1985 bin ich dann zur Kriminalpolizei gewechselt“, erzählt er. Es folgten weitere berufliche Stationen – unter anderem beim Polizeipräsidium Koblenz als Leiter des Sachbereichs Verbrechensbekämpfung im Führungsstab. Bevor Sprenger die Leitung der Polizeiinspektion Linz übernahm, hatte er rund zweieinhalb Jahre als Leiter der Führungsgruppe bei der Polizeidirektion Neuwied gearbeitet. Als dann die Frage an ihn herangetragen wurde, ob er sich vorstellen könne, nach Linz zu wechseln, sagte er zu. „Das habe ich gern getan, weil es eine neue Herausforderung ist, eine andere Tätigkeit als zuvor“, erläutert er.

Jetzt ist Sprenger Chef von rund 45 Schutz- und Kriminalbeamten sowie weiteren Angestellten. In einer Polizeiinspektion, so erläutert er die Besonderheit, werde das gesamte Spektrum polizeilicher Arbeit abgebildet, auch im Rahmen des sogenannten ersten Angriffs. „Jeder polizeiliche Einsatz ist wahrzunehmen“, sagt Sprenger. Erst danach erfolge nach den entsprechenden Vorschriften die Bewertung, wer mit der weiteren Sachbearbeitung zu betrauen sei. „Aber vor allem in der Nacht und am Wochenende ist die Polizeiinspektion der erste Ansprechpartner für alle“, betont Sprenger.

Als Dienststellenleiter, so berichtet er weiter, müsse er sehr viele administrative Aufgaben wahrnehmen. Dabei reicht das Spektrum von der Organisation des Personals bis hin zur Beantwortung von Anfragen und Anregungen der Bürger. Eine der Besonderheiten für die Linzer Polizeiinspektion sieht er in der Nähe zu Nordrhein-Westfalen und damit in der Bekämpfung der „reisenden Täter“, die insbesondere Wohnungseinbrüche verüben würden. Hauptverkehrsachse sei die A 3. Einsätze dort würden von der Polizeidirektion Neuwied aus gesteuert. „Aber die Einreise erfolgt auch über die B 42“, sagt Sprenger. Und da sei die VG Unkel besonders betroffen.

Apropos B 42: Die beschäftigt die Linzer Polizei noch auf eine andere Art und Weise wegen des Schwerlastverkehrs. „Wir führen regelmäßig Durchfahrtskontrollen durch“, berichtet Sprenger. Wenn dabei Mängel am Fahrzeug auffallen würden, würden die Beamten auch eingreifen. „Aber das ist nicht die primäre Zielrichtung“, präzisiert der Linzer Polizeichef.

Als weitere Besonderheit nennt Sprenger die vielen Veranstaltungen am Rhein, bei denen die Beamten Präsenz zeigen: von „Rhein in Flammen“ über Kirmesveranstaltungen bis hin zu den Xletix in Bad Hönningen. „Vor allem in den Sommermonaten gibt es viele Festivitäten. Die Stadt Linz ist darüber hinaus ein beliebtes Ausflugsziel“, sagt Sprenger. „Und im Winter gibt es den Karneval“, ergänzt er. Durch den hat er übrigens die Bunte Stadt und deren Bewohner schon vorher sehr gut kennengelernt. Denn Sprenger ist selbst aktiver Karnevalist und sogar Geschäftsführer einer Garde. Da komme man in der Region herum, meint er schmunzelnd. Außerdem lebt der gebürtige Westerwälder mittlerweile seit 20 Jahren im Dienstbezirk der Polizeiinspektion Linz, der insgesamt drei Verbandsgemeinden inklusive Rheinhöhen umfasst. Denn Sprengers Frau stammt vom Rhein.

Seine neue Position hat für ihn übrigens einen positiven Nebeneffekt. Denn jetzt, so berichtet er, kann er bei gutem Wetter mit dem Fahrrad zur Dienststelle fahren. Und auch seine neue Wirkungsstätte mag der Vater eines erwachsenen Sohnes sehr. „Linz ist eine unheimlich gemütliche und offene Stadt. Wenn man zum Beispiel bei Sonnenschein über den Marktplatz geht, hat das schon ein ganz besonderes Flair“, sagt Sprenger.

Von unserer Redakteurin Silke Müller

Auch Stellvertreter ist frisch im Amt

Auch was die Nummer zwei in der Polizeiinspektion Linz betrifft, weht frischer Wind. Denn seit Dezember vergangenen Jahres hat Veit Doll diese Position inne. Er kam für Heinrich Klar, der zur Polizeiinspektion Remagen gewechselt war.

Der 54-Jährige kennt sich im Dienstbezirk ebenfalls bestens aus. Denn er ist mit Unterbrechungen seit 30 Jahren bei der Polizeiinspektion Linz tätig. Die letzte Unterbrechung führte ihn übrigens nach Koblenz, wo er im Führungsstab des Polizeipräsidiums arbeitete. sm

Neuwied Linz
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter Neuwied
Freitag

14°C - 24°C
Samstag

15°C - 26°C
Sonntag

16°C - 29°C
Montag

17°C - 28°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach