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Linz

Jecken an der Macht: Österreichische Kaiserin erobert Linzer Rathaus

Mit dem Wechsel in der Regentschaft der Linzer Jecken hat sich auch das Szenario geändert. Denn Prinzessin Yvonne I. wünschte sich den Rathaussturm in die Zeit der großen österreichischen Kaiserin Sissi.

Im Linzer Rathaus sind kaiserliche Zeiten angebrochen, denn Regentin Yvonne I. alias Sissi und ihr Gefolge haben Stadtbürgermeister Hans Georg Faust den Schlüssel abgeknüpft, um über die Bunte Stadt zu herrschen.  Foto: Heinz Werner Lamberz/Creativ
Im Linzer Rathaus sind kaiserliche Zeiten angebrochen, denn Regentin Yvonne I. alias Sissi und ihr Gefolge haben Stadtbürgermeister Hans Georg Faust den Schlüssel abgeknüpft, um über die Bunte Stadt zu herrschen.
Foto: Heinz Werner Lamberz/Creativ

Standesgemäß fuhr sie zusammen mit Gräfin Heike von Paffhausen, Baron Thilo von Henzel und Fürst Oli von Brockhaus im königlichen Zweispänner vor. Auf dem Marktplatz hatten sich bereits die Horden der Linzer Hunnen, Husaren Grün-Weiß und Rut-Wiess, das Funkencorps Blau-Wiess zum Kampf um das Rathaus formiert. Stadtchef Hans Georg Faust und sein Beigeordneter Graf Tamás Balássy hatten zur Gegenwehr die Linzer Stadtsoldaten in voller Stärke aufmarschieren lassen. Ein kurzes Wortgefecht in Linzer Platt und Wiener Mundart der beiden Fronten legte sich aber schnell, und es folgten zwar bissige, aber gemächlichere Töne in rheinischem Dialekt. „Sind wir denn eigentlich richtig hier?“, fragte Prinzessin Yvonne I. (Sissi). „Sicherlich, wir haben erste Hinweise über das Schild der Straße ,Auf der Donau' ausmachen können“, erwiderte Gräfin Heike von Paffhausen. Dem fügte Baron Thilo von Henzel mit schmerzverzerrtem Gesicht hinzu: „Kacke, kaiserliche Notdurft, mit Navi wäre das nicht passiert, dann wären wir in Linz an der Donau richtiger als in Linz am Rhein.“

Faust ließ sich nicht beirren und fragte, was der Aufmarsch solle, der Strünzerball und der Bürgerfrühschoppen seien vorbei. „Und wer seit Ihr?“, fragte er. „Armseliger unwissender Dummkopf kennt Ihr die Landesherrin nicht?“, erwiderte Gräfin Heike von Paffhausen. „Na, da hättet Ihr aber auf dem Wiener Kongress andersherum tanzen sollen. Das Rheinland ist preußisch, und mit Brille wär das nicht passiert, denn vor Euch stehen die langen Kerle der Linzer Stadtsoldaten – und nicht die lustig aussehenden Schafzüchter oder Husaren ohne Pferde“, konterte das Stadtoberhaupt.

„Der Alte Fritz klaut uns Schlesien, Bismarck vermasselt uns die gesamtdeutsche Politik, und ihr Beute-Preußen beleidigt uns auf das Schändlichste. Aber wir wollen keinen Krieg. Überlasst uns das Rathaus für einige Tage, dann wollen wir wieder an die schöne Blaue Donau zurück“, lautete die Antwort. Schließlich willigte die Stadtführung ein, und Graf Tamás Balássy führte Prinzessin Yvonne I. (Sissi) durch das Ehrenspalier der Linzer Stadtsoldaten zur Rathaustreppe, wo Faust, den Stadtschlüssel ohne Kampf an die Regentin übergab. Natürlich durfte der Kaiserwalzer nicht fehlen, und Graf Tamás Balássy stellte sich zur Verfügung. Danach zog der Tross der Truppen ins Rathaus ein.

Von unserem Mitarbeiter Heinz Werner Lamberz

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