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Neuwied/Region

Industriedialog am Mittelrhein: Gemeinsam die Zukunft sichern

Politik, Unternehmen und Gewerkschaften wollen im Mittelrheintal einen „Industriedialog für die Zukunft der Industrie in der Region Rhein-Mosel“ beginnen. Ein erstes Treffen gab es nun in Neuwied.

Politik, Unternehmen und Gewerkschaften wollen im Mittelrheintal in Dialog treten (Symbolbild).
Politik, Unternehmen und Gewerkschaften wollen im Mittelrheintal in Dialog treten (Symbolbild).
Foto: dpa/Jens Schierenbeck

Gastgeber waren Geschäftsleitung und Betriebsrat der ThyssenKrupp Rasselstein GmbH. Der Einladung waren eine Reihe von Vertretern der regionalen Wirtschaftspolitik ebenso gefolgt wie die Bürgermeister der Städte Andernach und Neuwied, der Landrat des Landkreises Mayen–Koblenz, Vertreter politischer Parteien, des Arbeitgeberverbands der Metall- und Elektroindustrie Rheinland-Rheinhessen, der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, des Schulamt und der IG Metall.

Die Bündnispartner wollen binnen der nächsten vier Wochen Eckpunkte zur Struktur und Arbeitsweise des geplanten Industriedialoges vereinbaren und inhaltliche Schwerpunkte festlegen. „Partner aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften müssen gemeinsam für die Zukunft der Industrie in unserer Region eintreten, denn die Region Rhein-Mosel soll weiterhin eine starkes Zentrum für Industrie bleiben“, betonten die Initiatoren. Eine wettbewerbsfähige Industrie und hochwertige industrielle Arbeitsplätze seien zentral für diesen Wirtschafts- Arbeits- und Lebensstandort. „Wir wissen in diesen Zeiten, dass die Zukunft der Industrie auch bei uns nicht selbstverständlich ist. Deshalb wollen wir einen industrie- und gesellschaftspolitischen Dialog organisieren, der allen deutlich macht, wie wichtig die Industrie für unsere Region ist und was wir tun können, damit wir eine Industrieregion bleiben“, erklärten die Initiatoren weiterhin.

Die Initiative ist eine große Chance zur Standortsicherung.

Neuwieds Oberbürgermeister Nikolaus Roth

Neuwieds Oberbürgermeister Nikolaus Roth betont, dass die Verwaltung die Initiative, die von ThyssenKrupp Rasselstein ausgehe, gern unterstützt. Er sieht darin eine „große Chance zur Standortsicherung“. Immerhin spielen bei der Initiative Themen wie infra-strukturelle Vernetzungen und Breitbandausbau eine Rolle. Und die seien von allgemeinem Interesse.

Unterstützt wird die Initiative durch das „N3tzwerk Zukunft der Industrie“, das im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums entsprechende Dialoge in verschiedenen Modellregionen begleiten und analysieren wird. Die Neuwieder-Andernacher Initiative hofft nun laut Roth darauf, in die Liste der Modellregionen aufgenommen zu werden. „Die Hoffnungen auf einen Zuschlag sind nicht unberechtigt“, meint der OB. Der Vorteil: Bei Zusage fließen Fördergelder, mit der man die Qualität des Standorts noch deutlich er machen könnte.

„Dialoge zur Zukunft der Industrie leben von dem Netzwerk- und Austauschgedanken. Wir wollen mit diesem Industriedialog in der Region Rhein-Mosel ein besseres Verständnis für die Bedeutung der Industrie und eine erhöhte Akzeptanz industrieller Wertschöpfung leisten“, sagte Armin Schildder Geschäftsführer von „N3tzwerk Zukunft der Industrie“.

Er kündigte an, dass gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Prognos eine Analyse der industriellen Strukturen und der Zusammenarbeit der Akteure von Industriedialogen in Auftrag gegeben wird. Zudem werden Veranstaltungen konzipiert, die die Bedeutung der Industrie in und für die Region als Garant für Wohlstand, Wachstum, Innovationen und zukunftssichere Arbeitsplätze zum Thema haben. Das nächste Treffen der Partner im Industriedialog Rhein-Mosel soll im Mai stattfinden.

Von unserem Redakteur Frank Blum

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