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Altwied

Im Jubiläumsjahr: Wasserkraftwerk Altwied brennt aus

Genau 100 Jahre nach Inbetriebnahme hat ein Feuer das Wasserkraftwerk in Altwied schwer beschädigt. Die Anlage der Süwag stand am Donnerstagabend in Vollbrand, der dichte Qualm war weithin zu sehen.

Altwied – Genau 100 Jahre nach Inbetriebnahme hat ein Feuer das Wasserkraftwerk in Altwied schwer beschädigt. Die Anlage der Süwag stand am Donnerstagabend in Vollbrand, der dichte Qualm war schnell weithin zu sehen.

Durch den Brand entstand eine starke Rauchentwicklung: Bürger von Altwied, Niederbieber und Melsbach wurden unter anderem per Radio-Warnmeldung aufgefordert wurden, ihre Fenster und Türen zu schließen. Ein Messtrupp der Feuerwehr rückte für Luftproben an, um eine mögliche Gefahr durch Schadstoffe auszuschließen. Im Einsatz waren insgesamt rund 80 Kräfte aus den Löschzügen Niederbieber, Rengsdorf, Oberbieber, Irlich, Melsbach und der Neuwieder Innenstadt sowie der Werkfeuerwehr Rasselstein. Der Schaden wird im sechsstelligen Bereich vermutet.

In vielen Haushalten war von 17.30 Uhr an auch der Strom ausgefallen. Betroffen waren Melsbach, Segendorf und Wollendorf sowie Teile von Rengsdorf, Bonefeld, Hardert und Leutesdorf. Wie Süwag-Sprecherin Katrin Heß mitteilte, war die Versorgung nach rund einer Stunde wieder hergestellt.

Die Feuerwehr hatte den Brand gegen 18.45 Uhr unter Kontrolle. „Es hat so lange gedauert, weil wir aufgrund von Elektrizität und extremer Hitze keine Angriffstrupps in die große Halle schicken konnten und alles von außen löschen mussten“, begründete Neuwieds Feuerwehrsprecher Oliver Wiest. Er teilte außerdem mit, dass der Löschzug Irlich auf der Wied Ölsperren ausgelegt hat, um die für die Löscharbeiten eingesetzten Schaummittel zurückzuhalten. Kontrollmessungen würden auch im Wasser vorgenommen. Die Hauptstraße von Altwied Richtung Wiedtal blieb bis in die Nacht gesperrt.

Die Anlage mit einer Leistung von rund 1000 kW liefert im Jahr etwa drei Millionen Kilowattstunden Strom. Ihr Bau hatte 1910 begonnen, 1912 war sie ans Netz gegangen. Die Anlage wird ferngesteuert, Mitarbeiter sind dort in der Regel nicht tätig. Auch zum Zeitpunkt des Brandausbruchs war ersten Erkenntnissen zufolge niemand dort.

Auf der Fahrt zum Einsatz wurde ein Tanklöschfahrzeug aus Niederbieber in einen Unfall mit einem anderen Fahrzeug verwickelt. Da es keine Verletzten gab, einigten sich die Feuerwehrleute mit dem Unfallbeteiligten und in Absprache mit der Polizei, direkt weiter zum Brand zu fahren.

Ulf Steffenfauseweh

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