40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Neuwied/Linz
  • » Höhere Steuern? Kandidaten passen
  • Aus unserem Archiv
    Kurtscheid

    Höhere Steuern? Kandidaten passen

    Wirtschaft, Tourismus, Verwaltung: Zwei der drei Bürgermeisterkandidaten für die neue Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach haben in einer rund zweistündigen Podiumsdiskussion in der Kurtscheider Wiedhöhenhalle ihre Argumente dargelegt, warum sie der passende Mann für den Job sind. Die Grünenkandidatin Esther Bender war verhindert und deswegen der Einladung des Waldbreitbacher Gewerbeverbands nicht gefolgt.

    Hans-Werner Breithausen und Christian Robenek präsentierten ihre Vorstellungen für die VG Rengsdorf-Waldbreitbach. RZ-Redakteur Ralf Grün moderierte die Veranstaltung des Waldbreitbacher Gewerbeverbands.
    Hans-Werner Breithausen und Christian Robenek präsentierten ihre Vorstellungen für die VG Rengsdorf-Waldbreitbach. RZ-Redakteur Ralf Grün moderierte die Veranstaltung des Waldbreitbacher Gewerbeverbands.
    Foto: Jörg Niebergall

    Herausforderer Christian Robenek (CDU) sagte, die neue VG müsse Impulse setzen, damit die Akteure der Wirtschaft Hand in Hand arbeiten. Mit Blick auf den Gewerbeverband Waldbreitbach und das Rengsdorfer Wirtschaftsforum betonte er: „Wir können uns nicht zwei Vereine leisten. Die Zusammenarbeit muss über die Grenzen hinweg funktionieren. Da bin ich bereit zu vermitteln.“

    SPD-Kandidat Hans-Werner Breithausen sagte, er verstehe unter Wirtschaftsförderung etwas anderes. „Wir müssen die Voraussetzungen schaffen, dass sich die Unternehmen hier ansiedeln. Es ist wichtig, dass die Kommunen Flächen ausweisen, und wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den Ortsgemeinden gut“, so der derzeitige Rengsdorfer Bürgermeister. Das Wiedtal stelle dabei ein topografische Herausforderung dar. „Wir wissen, dass dort nicht alles machbar ist.“

    In Sachen Tourismus dagegen sehen beide Kandidaten das Wiedtal als Zugpferd an. Die Zusammenführung der beiden VGs solle man in diesem Sektor „nicht übers Knie brechen“, mahnte Breithausen. Auch in Zukunft will er die VG als Wander- und Radfahrregion vermarktet wissen – weiterhin mit zwei Touristinformationen in den Unterzentren Rengsdorf und Waldbreitbach.

    In den Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben sowie in den Campingplätzen im Wiedtal hat Robenek ein starkes Standbein ausgemacht, das es weiter auszubauen gelte. „Eine funktionierende Gastronomie ist der Garant für Tourismus“, sagte Robenek. Mit Blick auf die jetzige Verbandsgemeinde Rengsdorf gemünzt stellte Robenek fest: „Wir müssen das auch im oberen Bereich angehen. Dort haben wir zu wenige Beherbergungsbetriebe.“

    Uneins waren die Kandidaten in der Frage nach einem hauptamtlichen ersten Beigeordneten. Die Fusionsvereinbarung sieht vor, dass Breithausen im Falle einer Niederlage bis zum Ende seiner Amtszeit, für die er ursprünglich gewählt wurde, hauptamtlicher Beigeordneter bleibt. Danach erachtet Breithausen einen hauptamtlichen Beigeordneten als nicht notwendig: „Wir sind angetreten, um Kosten zu sparen. Wir bekommen das auch ohne hauptamtlichen Ersten Beigeordneten hin.“ Breithausen verwies auf zwei Büroleiter, die Abteilungsleiter und die qualifizierten Mitarbeiter. Robenek befand die 100.000 Euro jährlich fielen angesichts des Wiedtalbad-Defizits dann auch nicht weiter ins Gewicht. Für eine saubere Arbeit sei ein Beigeordneter sinnvoll: „Eine VG mit 20 Gemeinden bedeutet unglaubliche Arbeit. Ich plädiere für einen hauptamtlichen Beigeordneten mit eigenem Geschäftsbereich.“

    Zu guter Letzt brachte ein Zuhörer die Sprache auf den eigentlichen Grund, warum in den Verbandsgemeinden überhaupt Wahlen anstehen: die Fusion. Ob er mit höheren Steuern rechnen müsse, wollte er wissen. Robenek sah darin ein „heikles Thema“. „Wir haben selbst sehr lange über die Sinnhaftigkeit der Fusion diskutiert.“ Klar sei, dass es bei der Fusion Gewinner und Verlierer gebe – die Ortsgemeinde Rengsdorf in Zukunft etwa mehr Umlage zahlen müsse.

    Breithausen erinnerte daran, dass genau das ja Sinn und Zweck der Fusion sei: „Dass die Kosten auf mehrere Schultern verteilt werden.“ Ob die Grundsteuern in Zukunft erhöht werden, darüber wollten die Kandidaten nicht spekulieren. Das habe er auch nicht anders erwartet, sagte der Fragesteller. Allerdings habe er sich anhand der Antworten dann doch ein Bild der Kandidaten gemacht. Wer ihn mehr überzeugte behielt er für sich – und sagte es später dem Kandidaten direkt.

    Von unserem Redakteur Robin Brand

    Wiedtalbad: Robenek rudert zurück
    Neuwied Linz
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter Neuwied
    Mittwoch

    10°C - 21°C
    Donnerstag

    12°C - 21°C
    Freitag

    12°C - 18°C
    Samstag

    11°C - 17°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach