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    Rengsdorf

    Hirsch: Investor in Sicht?

    Es kommt – mal wieder – Bewegung in die Causa „Hirsch“ in Rengsdorf. Um das seit Jahren leer stehende Hotel zu vermarkten, hat der Gemeinderat ein Projektsteuerungsbüro mit der Ausarbeitung der Verkaufskriterien und der Ausgestaltung baulicher Vorgaben beauftragt. Die Rahmenbedingungen gefallen nicht jedem – steckt hinter dem Projektsteuerungsbüro doch gleichzeitig ein Kaufinteressent: Ratsmitglied Thomas Schreck (CDU). Gefasst wurde der Beschluss bei nur einer Gegenstimme. Schreck selbst war nicht anwesend.

    Foto: Jörg Niebergall

    Nachdem die Auflagen des Investorenwettbewerbs potenzielle Interessenten abgeschreckt hatten, soll die jetzt ins Leben gerufene Projektsteuerung grundlegende Rahmenbedingungen festlegen, die aber verhandelbar sind. Nach wie vor legt die Gemeinde wert darauf, dass im Erdgeschoss Möglichkeiten der gewerblichen Nutzung gegeben sind. Außerdem soll eine Tiefgarage entstehen und eine geschlossene Bebauung zur Westerwaldstraße gewährleistet sein. Verhandelbar wäre die Bereitstellung eines Raums für die Gemeinde, wie sie im Investorenwettbewerb festgeschrieben war. „Wir hätten ja noch die Möglichkeit, das Gemeindehaus zu kaufen, in der Hinterhand“, gibt sich Ortsbürgermeister Christian Robenek in dieser Hinsicht entspannt.

    Insgesamt sei der Investorenwettbewerb wohl zu restriktiv gewesen. „Dieses Mal sind es eher Empfehlungen. Wenn ein Interessent ein gutes Konzept präsentiert und eine der Forderungen nicht umgesetzt ist, dann muss es daran nicht scheitern“, so der Ortsbürgermeister. Völlige Freiheit hätten potenzielle Investoren dennoch nicht. Ein Altenheim beispielsweise sei dann doch zu weit von den Planungen entfernt und demnach undenkbar. Robenek hofft im besten Fall bis zur Sommerpause „zur Vergabe zu kommen“. Das allerdings könne knapp werden. Gegebenenfalls sei auch eine Sondersitzung in den Sommerferien denkbar, sodass womöglich schon im Januar gebaut werde. „Unproblematisch“, findet der Ortsbürgermeister die Vergabe der Projektsteuerung an einen Kaufinteressenten. Es gehe bei der Projektsteuerung um Fragen der Rahmenbedingungen. „Da sehe ich keinen Wettbewerbsvorteil in irgendeiner Weise“, sagt Robenek und weiß eine breite Ratsmehrheit hinter sich. Abgerechnet werde die Projektsteuerung auf Honorarbasis, deswegen seien die Kosten zum jetzigen Zeitpunkt schwer abzuschätzen.

    Wenig Verständnis für dieses Vorgehen kann FWG-Mann Arno Kuhlendahl aufbringen, der als einziges Ratsmitglied gegen die Projektsteuerung stimmte. „Ich sehe da schon einen Interessenskonflikt“, macht er deutlich. „Außerdem sind die Kosten völlig intransparent. Wir haben überhaupt keine klaren Zahlen, keinen Kostenrahmen.“

    Für die gesamte Projektsteuerung sehe er keine Notwendigkeit, da die Gemeinde die Rahmenbedingungen festlegen könne. Darüber hinaus ärgert es ihn, dass die Tagesordnung erst am Tag der Sitzung um den Punkt erweitert worden sei. „Damit sind die Leute überfahren worden“, sagt Kuhlendahl und konstatiert: „Es wirkt ein bisschen wie ein Akt der Verzweiflung.“

    Von unserem Redakteur Robin Brand

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