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    Hammerbachweg: Aus Linzer Spielstätte wird Mehrgenerationenplatz

    Der Neugestaltung des Spielplatzes Hammerbachweg steht nichts mehr im Weg. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Linzer Stadtrat einstimmig bei einer Enthaltung dafür, das Projekt anzugehen, das Modellcharakter haben soll.

    Foto: dpa

    Denn aus dem Spielplatz wird ein Mehrgenerationenplatz mit Fitnessgeräten, die unter anderem auch für Erwachsene gedacht sind. Aber auch bei den Spielgeräten für Kinder kleckert die Stadt nicht. Vorgesehen ist unter anderem eine Wasserspielanlage, für die ein unterirdisches Wasserreservoir angelegt wird. Mittels einer Pumpe soll das Wasser dabei nach oben gelangen.

    Allerdings muss die Stadt für die Umsetzung des Vorhabens weit mehr Geld in die Hand nehmen als die ursprünglich vorgesehenen 50.000 Euro. Denn allein die drei Fitnessgeräte schlagen mit 12.500 Euro exklusive Mehrwertsteuer zu Buche. Das Gros aber macht der Garten- und Landschaftsbau aus. Kalkuliert wird mit einer Summe von 60 000 Euro ebenfalls exklusive Mehrwertsteuer. Hinzu kommen darüber hinaus die Planungskosten. Erschrocken habe er sich angesichts der Kosten, die nahezu aufs Doppelte angewachsen seien, sagte denn auch Peter Gillrath (CDU), der sich als Einziger der Stimme enthielt. Aber auch Michael Rücker (CDU) hatte im Hinblick auf die Fitnessgeräte seine Bedenken. „12.000 Euro sind schon eine Stange Geld. Ist das wirklich erforderlich?“, fragte er und verlieh seiner Befürchtung Ausdruck, dass damit, wie er sich ausdrückte, lediglich ein „Momentevent“ geschaffen würde. Womöglich würde dort nach sechs Monaten kein Erwachsener mehr seine Fitness trainieren. Das aber sahen andere Ratsmitglieder anders. SPD-Fraktionschef Dieter Lehmann verwies auf das Seniorenheim, das sich in unmittelbarer Nähe befindet und nannte als Beispiel China, wo solche Geräte gang und gäbe seien und für mehr Gesundheitsbewusstsein sorgen würden. „Vielleicht entwickelt sich das ja auch bei uns“, meint er. Er mahnte allerdings an, die Pflegebedürftigkeit der Anlage und der Geräte zu berücksichtigen, damit der Bauhof nicht über Gebühr strapaziert wird. Gleichzeitig regte er an, an Nutzer oder Nachbarn des Platzes heranzutreten und sie für eine Patenschaft zu gewinnen, um den Bauhof bei der Pflege zu entlasten. Auch Brigitte Hömig (FWG) mahnte an, die Nachfolgekosten nicht aus den Augen zu verlieren.

    Bruno Hoppen (CDU) erinnerte daran, dass die Fitnessgeräte auf einen Spielplatz als Musterbeispiel reduziert sind. Ähnlich drückte sich Karl-Heinz Wölbert (SPD) aus. „Wir können froh sein, dass wir über den Antrag von Ellen Demuth auf die Notwendigkeit hingewiesen worden sind, etwas für die Kinder zu tun“, sagte er. Ein Mehrgenerationenplatz sei nicht nur ein Hype. Die Geräte, so meinte er, würden der Planerin zufolge hervorragend angenommen. „Das ist etwas für die Familien. Da vergeben wir uns nichts“, meinte Wölbert, der gleichzeitig daran erinnerte, dass die Tiefbaukosten eben enorm teuer seien. Das hatte eingangs auch Stadtbürgermeister Hans Georg Faust gesagt. „Die Spielgeräte sind nicht das Problem. Die Realisierung wie Fundamente und Pflasterung sind das Problem“, unterstrich er.

    Der Spielplatz Hammerbachweg ist der erste von weiteren, die die Stadt Linz sukzessive erneuern möchte. In der vergangenen Sitzung regte Lehmann an, für die mittelfristige Finanzplanung eine Prioritätenliste aufzustellen, die für Struktur im Vorgehen sorgen soll.

    Von unserer Redakteurin Silke Müller

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