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Puderbach

Hallenbad: VG hofft auf grünes Licht für Sanierung

Angela Göbler

Wann können die Puderbacher endlich wieder im eigenen Hallenbad schwimmen gehen? Diese Frage treibt die Verbandsgemeinde schon lange um, und noch immer ist die Antwort ungewiss. Große Hoffnung setzt die Kommune nun in ein neues Gutachten: In dieser Woche stiegen die vom Landgericht Koblenz bestellten Experten dem Bad buchstäblich aufs Dach, um das Ausmaß der Schäden in der Konstruktion des seit 2011 geschlossenen Gebäudes festzustellen.

Das Puderbacher Hallenbad hat einen Dachschaden. Über die Schadenshöhe streiten Architekten und Verbandsgemeinde vor Gericht. Nach dem jüngsten Vor-Ort-Termin mit einem Sachverständigen hofft die VG, bald mit der Renovierung beginnen zu können. Foto: Robin Brand
Das Puderbacher Hallenbad hat einen Dachschaden. Über die Schadenshöhe streiten Architekten und Verbandsgemeinde vor Gericht. Nach dem jüngsten Vor-Ort-Termin mit einem Sachverständigen hofft die VG, bald mit der Renovierung beginnen zu können.
Foto: Robin Brand

Die Schuldfrage ist lange geklärt: Konstruktionsfehler sind der Grund für das Eindringen von Feuchtigkeit ins Dachgebälk des erst 2005 eröffneten Bades. Seit Juni 2017 streitet sich die Verbandsgemeinde Puderbach mit der planenden Architektengemeinschaft vor dem Koblenzer Landgericht um das Ausmaß und die Kosten der Sanierung. Dabei stehen zwei gegensätzliche Gutachten im Raum: Während ein gerichtlich beauftragtes Sachverständigengutachten die Bauschäden auf mehr als 853.000 Euro beziffert hatte, legte die Architektengemeinschaft ein Gutachten vor, das von Sanierungskosten von rund 200.000 Euro ausgeht.

Komplette Erneuerung des Daches oder partielle Reparaturen? Solange diese Frage nicht geklärt ist, bleiben der Verbandsgemeinde Puderbach die Hände gebunden, obwohl die Gemeinde bereits in den Startlöchern steht, um für die Sanierung in Vorkasse zu gehen: Rund 1,25 Millionen Euro haben die Puderbacher in ihrem diesjährigen VG-Haushalt bereitgestellt, die Arbeiten könnten sofort starten. Was fehlt, ist grünes Licht vom Gericht.

Das erhofft sich die VG nun nach dem erneuten Besuch der Sachverständigen: Die gaben nach rund zwei Stunden Untersuchung, in denen die Metallbahnen des Daches geöffnet und die Konstruktion unter die Lupe genommen wurden, zwar keine Auskunft über den Stand der Dinge, aber aus dem Umfeld des VG-Rates war zu hören, dass der Gutachter zu dem Schluss kommen könnte, dass das Dach komplett erneuert werden muss.

Dennoch könnte sich das Verfahren weiter hinziehen, wie Gerichtssprecher Richter Dr. Dennis Graf erläutert. Derzeit warte das Gericht auf das Gutachten des Sachverständigen. Später haben die Parteien Gelegenheit, dazu Stellung zu beziehen. „In einem Zivilprozess bestimmen die Parteien, in welchem Umfang gestritten oder ob ein Vergleich geschlossen wird“, sagt Graf. Sind sich Parteien etwa „spinnefeind, kann sich ein Prozess lange hinziehen, und das Gericht hat relativ wenig Einfluss darauf“. Haben die Parteien berechtigte Nachfragen, könnte sich das Verfahren weiter in die Länge ziehen. „Natürlich zieht das Gericht irgendwann eine Grenze.“

Genau darauf hofft der Puderbacher Bürgermeister Volker Mendel. „Alles, was ergänzend zu klären war, ist geklärt worden“, sagt Mendel. Nun müsse die VG abwarten, was der Gutachter zu Papier bringt. „Wir hoffen, dass es dann schnell zu weiteren Verhandlungsterminen kommen wird.“

Von Angela Göbler und Robin Brand
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