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    Neuwied

    Händler schätzen das Gartenmarkt-Publikum

    Um es mit Bundespräsident Joachim Gauck zu sagen: Was für ein schönes Wochenende. Das galt vor allem für zehntausende Besucher des Neuwieder Gartenmarkts. Bei herrlich-frühsommerlichem Wetter war es der reinste Genuss, über den großen Markt zu schlendern. Es war vor allem ein Fest für alle Sinne. Riechen, schmecken, fühlen, anfassen - alles war drin.

    Foto: Jörg Niebergall

    Neuwied - Um es mit Bundespräsident Joachim Gauck zu sagen: Was für ein schönes Wochenende. Das galt vor allem für Besucher und Beschicker des Neuwieder Gartenmarkts. Bei herrlich-frühsommerlichem Wetter war es der reinste Genuss, über den großen Markt zu schlendern. Es war vor allem ein Fest für alle Sinne. Riechen, schmecken, fühlen, anfassen - alles war drin.

    Der Neuwieder Gartenmarkt ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Er ist nach Überzeugung von Petra Neuendorf vom Stadtmarketing einfach der Markt, der sich durch Qualität abgrenzt von den vielen beliebigen Blumenmärkten, die es in der Region gibt, und daher eine große Anziehungskraft ausübt. Von weither kommen die Aussteller, die in der Deichstadt ihre Produkte und Pflanzen anbieten. Armand Kremer aus Würselen ist einer davon. Der Staudengärtner, der seinen Betrieb "Green Globe" getauft hat, schätzt die Atmosphäre in Neuwied und das qualifizierte Publikum, wie er sagt. Kremer ist zum dritten Mal dabei und hat festgestellt, dass viele Kunden kommen, die Ahnung haben und auf der Suche nach ganz speziellen Pflanzen sind. An seinem Stand kommen vor allem Freunde der Nelkenwurz (Geum) auf ihre Kosten. Über 60 Sorten kann Armand Kremer anbieten. Das ist ungewöhnlich - und einen Preis wert. Weil er Deutschlands größte Geum-Sammlung hat, wird er in Kürze auszeichnet, wie er nicht ohne Stolz berichtet.

    Solche ganz besonderen Händler sind es, die laut Organisatorin Petra Neuendorf den Gartenmarkt ausmachen. Das Besondere, nicht das Alltägliche, will sie bieten. Und eine große Vielfalt. Ein, zwei Staudengärtner reichen ihr. Einen dritten würde sie ablehnen, verrät sie, wenn sie aus dem Nähkästchen plaudert. So etwas Besonderes ist auch der Rosenhof Schultheis aus Bad Nauheim. Christian Schultheis betreibt Deutschlands älteste Rosenschule in der fünften Generation und züchtet nur historische Sorten. Was die von anderen unterscheidet, erklärt sein Vater Heinrich Schultheis ganz anschaulich: "Schauen Sie mal in Ihren Garten: Moderne Rosensorten haben den harten Frost nicht überlebt. Unsere blühen bald wieder." Der Neuwieder Gartenmarkt ist übrigens der einzige im ganzen Jahr, den Christian Schultheis besucht. Alle anderen kommen für ihn nicht infrage.

    Dass es sich für Händler durchaus lohnt, beim Neuwieder Gartenmarkt dabei zu sein, zeigt das Beispiel von Josef Kalendkiewicz. Der Blumenzwiebel- und Staudenanbieter aus Reichshof-Hunsheim bei Gummersbach war bereits am Samstagabend so gut wie ausverkauft und musste nachordern, damit er am Sonntag wieder etwas anzubieten hatte. Für Petra Schubert aus Warmsen bei Hannover hingegen lief der Samstag nicht so gut; am Sonntag wollten dann wesentlich mehr Besucher ihre bepflanzte Keramik haben, sodass sie schon zufriedener dreinblickte.

    Ein Muss ist die Veranstaltung für die Westerwälder Kräuterwind-Kooperationspartner. Jörg Hohenadl von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Neuwied berichtet, dass der Gartenmarkt für sie stets so etwas wie der Start in die Saison ist. Im großen Kräuterwind-Festzelt gab es reichlich zu probieren: Vollkornbrot nach alten Rezepten, Marmeladen nach Großmutters Art oder die neuen Kräuteröle, die durch ihren intensiven Geschmack punkten. Jörg Hohenadl ist mehr als zufrieden mit der Resonanz: "Ein guter Platz und ein tolles Publikum."

    Von unserem Redakteur Marcelo Peerenboom

    Der Neuwieder Gartenmarkt platzte aus allen Nähten
    Neuwied Linz
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