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    Neuwied/Koblenz

    Gute Prognose: Kranker Ahmed ist mit Familie vereint

    Trotz schwerer Krankheit hat der kleine Ahmed Grund zur Freude: Nach eineinhalb Jahren Trennung ist seine Familie wieder vereint. Vor mehr als einem Jahr war der an Leukämie erkrankte Siebenjährige mit seinem Vater nach Deutschland gekommen (die RZ berichtete). Unter anderem der Kinderschutzbund (KSB) Neuwied sprang der Familie zur Seite. Inzwischen geht es dem kleinen Syrer besser: „Er hat eine sehr gute Prognose“, berichtet KSB-Vorsitzende Gabriele Jung-Sterz. Die zehnköpfige Familie bedankt sich bei allen Helfern – und sucht nun nach einer geeigneten Wohnung.

    Wiedersehen am Flughafen: Die Familie ist wieder vereint.  Foto: Familie
    Wiedersehen am Flughafen: Die Familie ist wieder vereint.
    Foto: Familie

    Rückblick: In seiner Heimat erkrankt der damals fünfjährige Ahmed an Leukämie. Hilfe gäbe es aber nur in einer Klinik im Kriegsgebiet. Im Dezember 2015 kommt Ahmed deswegen mit seinem Vater und zwei volljährigen Schwestern nach Deutschland. Sie werden in Ingelheim untergebracht, Ahmed und sein Vater wohnen kurzzeitig bei Verwandten in Neuwied. Dort entsteht Kontakt zu der dem Kinderschutzbund angegliederten Organisation „Willkommen“. Ahmed bekommt einen Platz in der Kinderstation der Koblenzer Klinik Kemperhof. „Willkommen“ und die Initiative „Refugees in Koblenz“ organisieren eine kleine Wohnung in der Nähe. Auch Ahmeds Vater ist gesundheitlich angeschlagen, er erleidet einen Herzinfarkt.

    Bis zum Sommer 2016 sammelt der Kinderschutzbund Spenden. 2400 Euro kommen so zusammen. Das Geld reicht nicht nur für eine Kinderzimmereinrichtung und die Flugtickets für Ahmeds Mutter und die fünf weiteren Schwestern. Es ist sogar noch Geld übrig, mit dem der KSB einem anderen syrischen Jungen mit ähnlichem Schicksal hilft. Seit Herbst steht fest, dass die restliche Familie nach Deutschland nachziehen darf.

    Wenige Tage ist es nun her, dass sich die Familie wieder in die Arme schließen konnte. „Ahmeds Familie dankt allen, die sie in irgendeiner Weise unterstützt haben“, sagt Gabriele Jung-Sterz, die weiter Kontakt hält. Seinen siebten Geburtstag Ende Januar konnte Ahmed also wieder im Kreis all seiner Liebsten feiern. Und auch die Behandlung gegen den Krebs schlägt gut an, sagt Jung-Sterz. Noch drei Monate wird der Junge im Kemperhof ambulant behandelt. Auch seine kleine Schwester braucht medizinische Hilfe: Sie ist auf einem Auge fast blind. Die Familie sucht indes nach einer größeren Wohnung, denn zu zehnt bietet die Bleibe nahe des Kemperhofs nicht genug Platz. Gerne will die Familie in eine ländlichere Gegend ziehen – auch in der Heimat lebten sie auf dem Land – oder nach Neuwied, wo die Verwandten wohnen. Die Verkehrsverbindung zum Kemperhof muss aber gegeben sein. Marion Ziegler

    Ein Video vom Wiedersehen der Familie am Flughafen gibt es unter www.ku-rz.de/ahmedsfamilie

    Flüchtlingsjunge im Kemperhof: Ahmed (5) aus Syrien kämpft in Koblenz gegen den Krebs
    Neuwied Linz
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