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Kreis Neuwied

Gewitter zieht über den Kreis Neuwied: Bäume entwurzelt, Spiegel umgeweht

Eine Gewitterfront mit Sturmböen und ordentlichen Regenschauern ist am Donnerstagnachmittag über den Kreis Neuwied gezogen. Für Polizei und Feuerwehr zog dies eine Reihe von Einsätzen nach sich. Nach Angaben der Wehrleitungen wurde niemand verletzt.

In der Rheinstraße in Neuwied stürzte dieser dicke Baum um. Die Feuerwehr zersägte ihn.
In der Rheinstraße in Neuwied stürzte dieser dicke Baum um. Die Feuerwehr zersägte ihn.
Foto: Sascha Ditscher

Gegen 14.30 Uhr kündigten starke Windstöße die Ankunft der Gewitterfront im Neuwieder Stadtzentrum an. Reklameaufsteller wurden umgeweht, Gastronomen und Geschäftsleute räumten rasch ihre Auslagen rein.

Dabei blieb es nicht. Wie die Polizei Neuwied auf Nachfrage erklärte, stürzten mehr oder weniger im gesamten Stadtgebiet Bäume um. In der Engerser Landstraße wurde ein Unfall gemeldet, Im Gewerbegebiet Rudolf-Diesel-Straße (nahe McDonalds an der B 42) wurde offenbar eine Baustellentoilette gegen ein Fahrzeug geweht. In der Torneystraße wurde ein Verkehrsspiegel abgerissen. Verletzt wurde nach Kenntnis der Polizei indes niemand.

Das bestätigt auch die Neuwieder Feuerwehr, die in gut zwei Stunden rund 60 Einsätze abwickelte: „Alle acht Löschzüge waren unterwegs“, berichtet Oliver Wiest. Umgestürzte Bäume, abgerissene Äste: Das beschäftigte die Kräfte, die dabei auch kaum schwerere Sachschäden registrierten. Ein dicker Baum, der in der Rheinstraße entwurzelt wurde, fiel beispielsweise ziemlich genau auf eine Stelle, auf der zufällig niemand parkte.
Im Laufe des Nachmittags war es außerdem zu einer Oberleitungsstörung auf der Bahnstrecke zwischen Neuwied-Hauptbahnhof und Leutesdorf gekommen. Der Bahnverkehr ruhte zeitweise.

In der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach wütete der Sturm stark. Die K 93 bei Ehlscheid musste die Feuerwehr sperren, damit die umgestürzten Bäume von der Fahrbahn entfernt werden können, berichtet Wehrleiter Peter Schäfer auf RZ-Anfrage. "Die Sturmfront ist hier richtig durchgegangen."

An zehn Orten waren die Feuerwehren Oberraden/Straßenhaus, Rengsdorf, Kurtscheid und Anhausen mit 50 Kräften im Einsatz, um umgefallene Bäume zu beseitigen, abgerissene Stromleitungen und Dachständer zu sichern. Um die Reparatur der Leitungen kümmert sich dann das Energieunternehmen.

Im Vergleich dazu ist die Verbandsgemeinde Dierdorf glimpflich davon gekommen, wie Wehrleiter Andreas Schmidt meint. Sechs Einsätze in Dierdorf, Kleinmaischeid und Marienhausen hatten die Kräfte, dabei räumten sie Bäume und Äste von Straßen und entfernten absturzbedrohte Äste. Rund 20 Freiwillige waren unterwegs.

Kurz vorher waren diese noch für einen Einsatz wegen eines Flächenbrandes in Dierdorf, der sich zum Glück nur als Abfallbrand auf einem Wirtschaftsweg herausstellte, berichtet Schmidt. Jugendliche hatten dort mit Stroh und einer Kunststoffflasche gezündelt.

Die Feuerwehren Puderbach und Raubach waren auch an zehn Orten in der Verbandsgemeinde Puderbach im Einsatz. Rund 25 Kräfte kümmerten sich um kleinere Äste und Bäume, die auf Straßen gestürzt waren, sagt der stellvertretende Wehrleiter Dieter Klein-Ventur. Insgesamt ist auch seine VG nach seiner Einschätzung glimpflich davon gekommen.

Bei der Polizei Straßenhaus liefen den Nachmittag über zahlreiche Meldungen über durch Äste und umgestürzte Bäume blockierte Straßen auf, die an die Leitstelle in Montabaur weitergeleitet wurden. Heftig gestürmt hat es auch ganz im Norden des Kreises. Aus Buchholz berichteten Facebook-Nutzer über ein heftiges Gewitter mit Starkregen, der Autofahrer zum Anhalten zwang. In Linz waren die Feuerwehren aus St. Katharinen und Linz wegen eines umgestürzten Baumes im Einsatz.

Vergleichsweise ruhig ging es diesmal rund um Bendorf zu, wo die zurückliegenden Unwetter heftig zugeschlagen hatten. Die zuständige Polizeiinspektion Bendorf vermeldete zwar auch hier umgestürzte Bäume (in Bendorf und Vallendar), aber keine größeren Schäden oder Verletzte.

tim/ys/mif/vos

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