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Linz

Geplante Erweiterung des Gewerbegebiets Notscheid: Linzer Werbegemeinschaft befürchtet Abzug der Kaufkraft

Nach dem deutlichen Nein des Linzer Stadtrats zur Ausweisung eines Areals für großflächigen Einzelhandel im Gewerbegebiet Notscheid (die RZ berichtete) hat jetzt auch die Linzer Werbegemeinschaft großes Bedenken gegen das Vorhaben der Ortsgemeinde St. Katharinen geäußert. „Aus Linzer Sicht ist das nicht positiv“, sagt der Vorsitzende Martin Flöck. Denn sollte sich großflächiger Einzelhandel in Notscheid ansiedeln, so befürchtet die Werbegemeinschaft, dass weniger Kunden von der Linzer Höhe zum Einkaufen in die Bunte Stadt kommen würden und der Handel Einbußen hinnehmen müsste. „Laut Gutachten würden sie zwischen 10 und 25 Prozent liegen“, sagt der Vorsitzende.

Martin Flöck, Peter Grendel und Didi Pörzgen (von links), Vorstand der Linzer Werbegemeinschaft, befürchten den Untergang etlicher Geschäfte, falls tatsächlich großflächiger Einzelhandel im Gewerbegebiet Notscheid kommen würde. Foto: Silke Müller
Martin Flöck, Peter Grendel und Didi Pörzgen (von links), Vorstand der Linzer Werbegemeinschaft, befürchten den Untergang etlicher Geschäfte, falls tatsächlich großflächiger Einzelhandel im Gewerbegebiet Notscheid kommen würde.
Foto: Silke Müller

„Als Werbegemeinschaft sind wir verantwortlich für unsere Mitglieder. Deshalb können wir es es nicht gutheißen, wenn potenzielle Käufer abwandern“, macht der stellvertretende Vorsitzende Peter Grendel die Position des Vereins deutlich. Er weist darauf hin, dass die Zahl der Kunden in der Bunten Stadt sowieso schon jedes Jahr rückläufig ist. „Wenn so ein großes Projekt in ein paar Kilometern Entfernung umgesetzt würde, würde Kaufkraft aus Linz abgezogen. Und das wiederum würde sicherlich für etliche Geschäfte den Untergang bedeuten“, sagt Grendel. „Das Problem ist ja nicht nur eine Drogerie oder ein Discounter, sondern dass sich im Laufe der Zeit dort viele Geschäfte ansiedeln könnten“, erläutert Flöck. Die Folge, so befürchtet er, sei nicht nur, dass Kunden von der Linzer Höhe nicht mehr in die Bunte Stadt kommen würden, sondern die Linzer selbst zum Einkaufen auf die Höhe fahren würden, je mehr die Attraktivität des Gewerbegebiets gesteigert würde. Immerhin, so erläutert der Vorstand der Werbegemeinschaft, seien in dem Komplex eine Fläche von 1500 Quadratmetern und eine weitere von 1700 Quadratmetern für kleineren Einzelhandel vorgesehen.

Didi Pörzgen, im Verein zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, erinnert daran, dass in Linz gerade erst der Edeka-Markt eröffnet hat, der sich noch etablieren wolle und müsse. Da wäre es kontraproduktiv, wenn Kaufkraft auf die Höhe abgezogen würde. Pörzgen kann sowieso nicht verstehen, warum die Ortsgemeinde St. Katharinen überhaupt ein solches Projekt in Angriff genommen hat. Denn was die rechtliche Grundlage betrifft, seien vier von insgesamt fünf Punkten gar nicht erfüllt. „Das ist wirklich unverständlich“, findet Pörzgen. Dass der Linzer Stadtrat sich in seiner jüngsten einstimmig gegen die Erweiterung des Gewerbegebiets Notscheid ausgesprochen hat, begrüßt der Vorstand der Werbegemeinschaft unisono. Silke Müller

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