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Bad Hönningen

Fußballgolf: Bad Hönningen will Anlage auf der Rheinwiese

Eine große leere Wiese und wenig Geld – das ist die Basis für eine Idee, die in Bad Hönningen vielleicht schon im nächsten Sommer Menschen an den Rhein locken soll.

Die Rede ist von Fußballgolf, einer Trendsportart, bei der ein Fußball – ähnlich wie beim Minigolf – an Hindernissen vorbei, in ein Ziel befördert wird. Auf Antrag der Grünen hat sich der Stadtrat in Bad Hönningen in seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema befasst.

Bereits im Sommer waren Vertreter aller Fraktionen auf einer Fußballgolf-Anlage in der Nähe von Bonn gewesen, um sich ein Bild von der Freizeitaktivität zu machen. "Wir waren alle der Meinung, dass sich so etwas auch in Bad Hönningen, auf den Rheinwiesen, umsetzen lassen sollte", erklärte Franz Breitenbach (Grüne) im RZ-Gespräch. Entscheidend sei die einfache und kostengünstige Umsetzung, wie er betont. Die Hindernisse, die zum Beispiel aus Holz oder Gummireifen bestehen, könnten zum größten Teil in Eigenregie hergestellt werden. "Es haben sich schon einige Leute bereit erklärt, das in ehrenamtlicher Arbeit zu erledigen", so Breitenbach. Als Material könnten Bäume aus dem Stadtwald genutzt werden. Geplant sind derzeit neun Bahnen, die sich über große Flächen der Rheinwiese erstrecken sollen, eine Erweiterung sei aber nicht ausgeschlossen.

Erstes Spiel im Sommer

Den Antrag im Stadtrat hätten die Grünen gestellt, um die Idee voranzutreiben. Wenn es nach Breitenbach geht, sollen bereits im kommenden Sommer die ersten Menschen samt Fußball von Hindernis zu Hindernis ziehen. "Das ist auch realistisch", so der Erste Beigeordnete der Stadt Bad Hönningen. Durch das Angebot von Fußballgolf könnte Geld in die leere Stadtkasse fließen, mit dem vor allem die Kosten für die Pflege der Rheinanlagen minimiert werden sollen. Wie viel ein Spiel kosten und wie genau der Betrieb der Fußballgolf-Anlage geregelt werden soll, ist noch nicht geklärt.

Hochwasserpraktikable Lösung

Die Rheinnähe bringt neben einem schönen Ausblick jedoch auch Schwierigkeiten mit sich. So muss die Anlage zum Beispiel so konzipiert werden, dass die Hindernisse bei Hochwasser leicht abzumontieren sind. "Das wird so schon bei den Geräten auf dem Spielplatz praktiziert", erkläre CDU-Sprecher Peter Haardt. Die Gefahr, dass schießwütige Spieler zu Hauf Bälle in den Rhein befördern, sieht er nicht: "Es wird eine Aufsichtsperson geben und wir werden das Ganze organisatorisch und baulich so regeln, dass damit kein Problem auftritt." Die Politiker hoffen, mit Fußballgolf auch einen touristischen Anreiz zu schaffen. cno

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