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Raubach

Fußballer jubeln: Raubacher spielen bald auf Rasen

Zuletzt war der alte Raubacher Ascheplatz nur noch für Pokalschlachten gut. 30 Jahre nach der letzten Aufbereitung Ende der 80er-Jahre war die Tennenschicht bis auf wenige Millimeter abgenutzt, eine erneute Sanierung des heutzutage ungeliebten Geläufs erschien dem Verein wenig zielführend. Jetzt erhält der Platz einen Naturrasen – es ist das Ende einer jahrelangen Wartezeit.

Hand drauf: Die Tage des alten Ascheplatzes in Raubach sind gezählt. Er wird durch einen Naturrasen ersetzt, der schon Ende der laufenden Saison erstmals bespielt werden könnte.  Foto: Robin Brand
Hand drauf: Die Tage des alten Ascheplatzes in Raubach sind gezählt. Er wird durch einen Naturrasen ersetzt, der schon Ende der laufenden Saison erstmals bespielt werden könnte.
Foto: Robin Brand

Rund 160.000 Euro wird der Platz kosten, ein Kunstrasen wäre etwa viermal so teuer geworden, sagt Vorstandsmitglied Manuel Theis. Einen fünfstelligen Betrag muss der Verein selbst stemmen. Einen Teil davon hat er aus Eigenmitteln bezahlt, sagt Theis. Außerdem waren Freiwillige des Klubs in den vergangenen Wochen immer wieder im Einsatz, um die Wege zu säubern, die Häuschen für die Auswechselspieler auf Vordermann zu bringen, die Bäume zu beschneiden und den Platz vorzubereiten. Einen Teil des Geldes hofft der Verein über Sponsorengelder einwerben zu können. „In dieser Hinsicht konnten wir uns vor allem auf die lokalen Unternehmen immer verlassen“, weiß Theis seinen Verein in einer glücklichen Situation. Den Großteil des Geldes steuert die öffentliche Hand bei. Für Bürgermeister Volker Mendel eine lohnende Investition. Mit einem Ascheplatz könne der Verein kaum mehr junge Spieler anwerben, sagt der Bürgermeister.

Auch dem Portfolio der SG Puderbach, in der der SV Raubach spielt, kommt der Naturrasen entgegen. Bisher spielt die SG vornehmlich auf den Kunstrasenplätzen in Puderbach und Urbach und die Pokalspiele auf Raubacher Asche. Ein Naturrasen fehlte bislang. „Und das ist ja immer noch der schönste Untergrund“, sagt Theis. Dass auch künftig nur maximal jedes dritte Heimspiel in Raubach ausgetragen werden wird, dürfte der Lebensdauer des Rasens entgegenkommen, glaubt Theis.

Für den SV ist die anstehende Sanierung das Ende eines langen Anlaufes. „Den ersten haben wir 2007 gestartet“, berichtet der Vorsitzende Clemens Adams. Allein 400 Tonnen Material wären nötig gewesen, um den alten Ascheplatz zu sanieren, Kostenpunkt: etwa 13.000 Euro. Aus finanzieller Sicht kaum zu rechtfertigen für einen Untergrund, auf dem die Jugend nicht mehr spielen will, befand der Vorstand damals.

Ortsbürgermeister Michael Rudolph freut sich derweil, dass jetzt ein Ort, der stets ein Mittelpunkt des Dorflebens geblieben war, aufgewertet wird. Zahlreiche Feste fanden über die Jahre weiterhin am Raubacher Sportplatz statt. Das Klubhaus gehört zu den besten in der gesamten VG, sind sich die Raubacher sicher. Und wenn alles glatt läuft, könnte das letzte Heimspiel der Saison schon das erste auf Rasen werden. Robin Brand

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