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    Thalhausen/Anhausen

    Fließen Schadstoffe durch Stollen?

    Die Ursache der Verunreinigung des Burbach zwischen Thalhausen und Anhausen ist immer noch nicht endgültig geklärt. Gleichwohl weisen alle Indizien darauf hin, dass die biologischen Schadstoffe aus der nahen Biogasanlage stammen. Die Betreiber teilen mit, dass auf dem Firmengelände Bauarbeiten begonnen haben. Es gehe der Bioenergie Kirchspiel Anhausen GmbH & Co. KG darum, die Anlage "zu optimieren".

    Laut dem Betreiber der Biogasanlage wird das Wasser aus dem verunreinigten Quellschacht, der diesen Zentralschacht (Foto) speist, abgepumpt.
    Laut dem Betreiber der Biogasanlage wird das Wasser aus dem verunreinigten Quellschacht, der diesen Zentralschacht (Foto) speist, abgepumpt.
    Foto: Ralf Grün

    So ist vorgesehen, in den asphaltierten Hof eine zusätzliche Rinne einzuziehen. Diese soll sämtliches Wasser rund um die Silos auffangen und in einen Güllevorratsbehälter leiten. In diesem Behälter habe das Unternehmen bereits seit Bekanntwerden der Verunreinigung des Baches vorsorglich das gesamte Wasser inklusive Regen aufgefangen.

    Unterdessen untersucht ein Gutachter weiterhin die unterirdischen Wasserläufe, um den Weg der Schadstoffe nachzuvollziehen. Zudem habe der Experte auf dem Gelände der Biogasanlage schon etliche Bodenproben genommen. Allerdings liegen noch keine hinreichenden Erkenntnisse zur Ursache vor. "Das ist für uns Grund genug, die Untersuchungen mit Nachdruck fortzusetzen", betont Geschäftsführer Dirk Gerber.

    Wolfram Gebel von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord ist dabei stets mit im Boot. Das war er auch vor gut einer Woche, als er zusammen mit dem Gutachter die beiden Quellschächte links und rechts des Zentralschachtes in Augenschein nahm (die RZ berichtete). Dabei zeigte sich der näher zur Biogasanlage liegende Quellschacht mit den biologischen Schadstoffen verunreinigt. Das Wasser wird laut Betreiber seither abgepumpt und abtransportiert: "Dadurch wird eine weitere Belastung im Burbach und den nachgelagerten Gewässern ausgeschlossen."

    Unterdessen scheinen sich die Hinweise des Landwirtes zu bestätigen, dass im Quellgebiet früher Bergbau betrieben worden ist. Ein Anhaltspunkt dafür sei auch der Traktor, der in den 1950er-Jahren nahe der heutigen Biogasanlage im Erdboden versunken ist. Wie Gebel in Erfahrung gebracht hat, war es in den 1850er-Jahren vorbei mit dem Bergbau. Ist das verschmutzte Wasser durch horizontale Stollen schneller in Richtung Quelle geflossen? Auch dieser Frage geht der beauftragte Gutachter jetzt nach.

    Zum Hintergrund des Ganzen informieren die Betreiber wie folgt: Seit der Ernte im September sind in drei Silos Mais und andere Pflanzen eingelagert. Von dort wird im Laufe des Jahres immer so viel Biomasse entnommen und in die Gärbehälter gefüllt, wie zur kontinuierlichen Produktion von Biogas vonnöten ist.

    Mit dem Gas wird schließlich der Strom produzierende Generator betrieben. Laut Betreiber entstehen während der Lagerung Sickersäfte, die "planmäßig über Sickerschächte und Dränagen aufgefangen und in den Güllebehälter geleitet werden". Das Regenwasser wird in einem getrennten Auffangsystem gesammelt, heißt es weiter.

    Die Phase der Sickersaftbildung in den Silos sei inzwischen weitgehend beendet. Die Silagen sind laut dem Unternehmen mit Planen vor Regen geschützt, sodass in den Silos keine Flüssigkeit mehr entsteht.

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

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