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St. Katharinen

Erste integrative Sitzung in St. Katharinen: Voller Erfolg

Katharinen. Das hat es in der närrischen Welt noch nicht gegeben: Zum ersten Mal richtete das Heinrich-Haus (Werkstatt für Menschen mit Behinderungen) zusammen mit den sechs Möhnenvereinen aus St. Katharinen eine Karnevalsfeier aus. Die Idee zu der integrativen Karnevalsveranstaltung ging auf: Das knallbunte Programm sorgte am Samstag für ein proppenvolles Bürgerhaus.

Von links: Adjutantin Conny Siebertz, Prinzessin Walburga Fasel, Prinz Robert Lorscheid, Adjutant Fred Wallstab und Sitzungspräsidentin Heike Stüber.  Foto: Simone Schwamborn
Von links: Adjutantin Conny Siebertz, Prinzessin Walburga Fasel, Prinz Robert Lorscheid, Adjutant Fred Wallstab und Sitzungspräsidentin Heike Stüber.
Foto: Simone Schwamborn

Mit riesigem Applaus wurden die Obermöhnen und die Sitzungspräsidentin Heike Stüber begrüßt, die mit Unterstützung von Markus Mollberg erstmalig eine Sitzung moderierte und dies mit Bravour meisterte. „Ich sagte zu Robert: Wenn Du den Prinz machst, dann führe ich durch das Programm. Wie bekloppt kann man sin? Ich han schwadroniert, also musste ich Wort hale“, lachte sie und bedankte sich bei den Möhnenvereinen für die tatkräftige Hilfe bei den Vorbereitungen der integrativen Sitzung. „Ohne Euch hätten wir das nicht geschafft“, sagte Stüber zu den jecken Weibern aus Strödt, Steinshardt, Lorscheid, St. Katharinen, Notscheid und Hargarten.

Prinz Robert Lorscheid, Prinzessin Walburga Fasel und die Adjutanten Conny Siebertz und Fred Wallstab – allesamt Mitarbeiter der Werkstatt – wurden bei ihrem Einzug umjubelt. Tollitäten, Möhnen, Werkstattmitarbeiter und -beschäftigte sowie die Gastvereine setzten das Motto „Jemeinsam jeck in Kathringe“ in die Tat um. Großen Beifall gab es beispielsweise für Pfarrer Lothar Anhalt, der als Christbaum verkleidet und „Oh die Fröhliche“ singend noch in der Weihnachtszeit schwelgte. „Aber ich will kein Spielverderber sein“, entledigte er sich seines Kostüms. Zum Vorschein kam eine Pastorenkluft à la Don Camillo. Der „Bauer sucht Frau“-Fan schlug vor, die Kathringer Sitzung in „Pastor sucht Haushälterin“ umzuwandeln, tauschte kurz den Pastorenhut gegen die Prinzenkappe und ließ auch Werkstattleiter Gunnar Clemens nicht davonkommen. Dieser habe für das Zusammensetzen eines Puzzle-Geschenks zwei Wochen gebraucht. „Ja und? Ich habe 14 Tage gebraucht, aber auf der Packung steht zwei bis sieben Jahre“, habe Clemens geantwortet.

Für Vergnügen sorgten auch die Auftritte der Vettelschoßer Kürassieren mit ihren Tanzgruppen, Prinzessin Yvonne I. aus Linz, Rahmser Kindertanzgruppe, Kasbacher Prinzengarde und weitere Gäste. Die Möhnen traten mit dem Hausfrauenorchester, der Hitparade und weiteren, eigenen Sketchen auf und auch die Mitarbeiter und Beschäftigten des Heinrich-Hauses begeisterten. „Während eines Ausfluges der Werkstattmitarbeiter nach Koblenz vor zweieinhalb Jahren verriet unser Hausmeister Robert Lorscheid, dass er gern einmal Prinz wäre,“ hätten die Mitarbeiter daraufhin entschieden, dessen Wunsch in Verbindung einer integrativen Karnevalssitzung zu verwirklichen. „Ich bin komplett überwältigt, dass wir es geschafft haben, das Bürgerhaus mit mehr als 350 Besuchern zu füllen“, sagte Clemens.

Von unserer Mitarbeiterin Simone Schwamborn

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