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Neuwied

Engagierte stellen sich vor: In Selbsthilfegruppe den Weg zurück ins Leben finden

Regine Siedlaczek

Mehr als 100 Selbsthilfegruppen gibt es in Stadt und Kreis Neuwied, und 19 davon waren jetzt ins Foyer des Marienhaus-Klinikum St. Elisabeth gekommen, um sich und ihre Arbeit beim 22. Selbsthilfegruppentag in der Deichstadt vorzustellen. Organisiert von der Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (Nekis) stand der Selbsthilfegruppentag unter dem Motto „Einer für Alle, Alle für Einen“, und dieser Leitsatz zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Dies betonte auch Jens Arbeiter, Koordinator der Nekis und Hauptorganisator des Selbsthilfegruppentags: „Das Gespräch mit Menschen, die in derselben Situation sind, ist eine große Stütze während und nach einer Erkrankung.“ So finde man durch die Gemeinschaft nicht selten den Weg zurück ins Leben. Dieser Aussage schloss sich auch Landrat Achim Hallerbach an, der die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hatte: „Selbsthilfegruppen fungieren als Ergänzung des rein medizinischen Bereichs, sie sind eine wichtige Säule des gesellschaftlichen Miteinanders.“

Jens Arbeiter (li.) von der Nekis freut sich, dass zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung beim Selbsthilfegruppentag waren.  Foto: Siedlaczek
Jens Arbeiter (li.) von der Nekis freut sich, dass zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung beim Selbsthilfegruppentag waren.
Foto: Siedlaczek

Vertreten waren Selbsthilfegruppen unter anderem zu den Themen Adipositas, Parkinson, Borderline und Schlafapnoe. Und die Liste ließe sich noch problemlos verlängern. So wurden allein in diesem Jahr sieben neue Gruppen gegründet, die sich zum Beispiel mit den Themen Depressionen oder Burnout beschäftigen.

„Selbsthilfe hat heute einen unverzichtbaren Stellenwert im Rahmen der Gesundheitsförderung“, betonte Arbeiter. Dies sei einer der Gründe, warum es so wichtig sei, die Gruppen beim Selbsthilfegruppentag näher in den Fokus des öffentlichen Interesses zu rücken. So erstreckt sich der Themenkreis von Betroffenengruppen mit körperlichen und psychischen Erkrankungen bis hin zu Angehörigengruppen, die sich in Gesprächen untereinander austauschen und sich so gegenseitig in oft ausweglos erscheinenden Situationen helfen.

Bis 15.30 Uhr hatten die Besucher des Selbsthilfegruppentags Gelegenheit, sich zu informieren, gezielt Fragen zu stellen oder einfach nur mit ebenfalls Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Und wer an den 19 Ständen nicht die passende Gruppe fand, konnte sich direkt an die Nekis wenden, denn dort hielt Arbeiter eine Liste mit allen Selbsthilfegruppen im Stadtgebiet sowie im Landkreis bereit. „Die Bedeutung von Selbsthilfe für die gesundheitliche und soziale Versorgung der Bevölkerung hat in den vergangenen Jahren ständig zugenommen“, erklärte Arbeiter, und das aus gutem Grund: Schließlich erfüllen die Gruppen die Grundbedürfnisse nach Kommunikation und Zuwendung und tragen dazu bei, die Isolation zu überwinden und Kraft im Miteinander zu finden.

Von unserer Mitarbeiterin Regine Siedlaczek
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