40.000
Aus unserem Archiv
Dernbach

Der Bann der Ludolfs ist ungebrochen

Bis zu 2000 Fans pilgern täglich zu den Ludolfs in Dernbach. Der Bann ist auch nach zehn Jahren Bildschirmpräsenz ungebrochen.

Dernbach – Bis zu 2000 Fans pilgern täglich zu den Ludolfs in Dernbach. Der Bann ist auch nach zehn Jahren Bildschirmpräsenz ungebrochen.

Täglich rollen Dutzende holländischer Reisebusse nach Dernbach, zahlreiche Fans aus dem In- und Ausland fahren Hunderte von Kilometern, nur um einmal ihre Idole live zu sehen. Menschentrauben von Journalisten zücken ihre Kameras und fragen, warum sich die Menschen nach chaotischen Schrotthaufen und den Brüdern mittendrin sehnen.

Michael Zimmermann und Anja Niesner aus Sachsen haben sich sprichwörtlich mit Kind und Kegel zu den Ludolfs aufgemacht. 700 Kilometer haben sie mit den jeweiligen Familien zurückgelegt. Jetzt strahlen sie. Die Kinder Marco und Thomas haben Autogramme auf ihren Pullis und einer alten Hupe. Die Kinder Marco und Thomas sind ganz große Fans: "Am lustigsten ist die Szene, wenn die Brüder schlafen gehen – wie bei den Waltons", schmunzeln sie.

Es ist nicht einfach, die Ludolfs an die Strippe zu bekommen: Rund 2000 Anrufer pro Tag werden gemessen, von denen aber aufgrund der technischen Leitung nur rund 400 durchkommen. Mobilfunk und E-Mails? Fehlanzeige! Denn Uwe hat kein Handy und keinen Computer. Im Zeitalter der Digitalisierung liebt er das Altmodische, stöbert auf Flohmärkten nach Schätzen und hat daher den Spitznamen "Opa Gerümpel" erhalten.

Die RZ fragte nach: Bereits seit mehr als zehn Jahren haben Sie eine Bildschirmpräsenz. Wie kam es zur ersten Sendung? Wie war es, als Sie über Nacht berühmt wurden? Uwe Ludolf: "Zur 700-Jahr-Feier wurde ein Orts-Portrait über die Gemeinde Dernbach geplant. Der Ortsbürgermeister meinte, dass die unbedingt mal die Schrottbrüder filmen müssten, die seien urkomisch. Der Film lief im Fernsehen. Fast 100.000 Leute riefen dann im Sender an, sie wollten mehr von den Ludolfs sehen. Die Filmproduktionsgesellschaft reagierte, schrieb ein Drehbuch und schickte einen Regisseur mit komplettem Drehteam raus. Der sah uns nur und erklärte: Packt die Drehbücher ein, haltet einfach drauf mit der Kamera – die sind so authentisch in ihrer Situationskomik, da brauchen wir kein Storyboard."

Mehr über die Ludolfs erfahren Sie im Lokal-Thema in der Freitagausgabe der Neuwieder Rhein-Zeitung – inklusive einem ausführlichen Interview mit Uwe Ludolf.

Neuwied Linz
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter Neuwied
Mittwoch

2°C - 5°C
Donnerstag

2°C - 7°C
Freitag

3°C - 6°C
Samstag

3°C - 6°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach