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    Demo in Neuwied: Ausrufezeichen gegen Bahnlärm gesetzt

    Es geht nicht nur darum, ein friedliches Zeichen zu setzen, sondern vor allem um das Ziel, eine für Anwohner unerträgliche Situation zu verändern. Mit einer großen Demonstration vor dem Neuwieder Bahnhof haben jetzt mehrere Bürgerinitiativen (BI) aus dem Mittelrhein- und Moseltal bei ihrer 57. Veranstaltung dieser Art ein deutliches Zeichen gegen Bahnlärm gesetzt.

    Demonstranten aus dem Mittelrhein- und dem Moseltal versammelten sich in Neuwied, um gegen Bahnlärm zu demonstrieren.
    Demonstranten aus dem Mittelrhein- und dem Moseltal versammelten sich in Neuwied, um gegen Bahnlärm zu demonstrieren.
    Foto: Jörg Niebergall

    Neben rund 200 betroffenen Bürgern aus der gesamten Region waren auch die Oberbürgermeisterkandidaten Jan Einig und Michael Mang sowie der Landratskandidat Achim Hallerbach und der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel zur Demonstration gekommen, um sich von Franz Breitanbach (BI Bad Hönnigen), und Rolf Papen (BI Weißenthurm) informieren zu lassen und den Zuspruch von Georg Hollmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, und Arno Goßmann, Bürgermeister a. D. von Wiesbaden, zu hören. Moderiert wurde die Veranstaltung von Max Op den Camp von der BI Moseltal.

    „Es ist wichtig, dass wir aktiv sind und handeln“, machte Breitanbach gleich zu Beginn deutlich. Er verwies auf die Erfolge, die in den vergangenen fünf Jahren erzielt wurden. Dem schloss sich Hollmann an, der den Demonstranten aus der Seele sprach: „Wir haben genug vom Bahnlärm.“ Anschließend ergriff Papen das Wort. Er sagte einen starken Anstieg des Güterverkehrs voraus, der letztlich zu einem „entvölkerten Mittelrheintal“ führen werde, da den Lärmbelastungen auf Dauer niemand mehr gewachsen sei.

    „Die Gesundheit geht vor, und das gilt für alle“, so Papen. So strebe die Bahn eine 4-Minuten-Taktung an, wofür erste Güterzugtrassen festgelegt wurden. Eine davon führe entlang des Rheins. Das wolle die BI verhindern. Schließlich gehe es nicht nur um die Gesundheit der Bürger, sondern auch um den Wertverlust der Immobilien. Allerdings waren während der Demonstration auch kritische Einwände zu hören. So monierte der Bundestagsabgeordnete Rüddel eine fehlende Neutralität der Veranstaltung, als Rufe gegen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt laut wurden. Dieser Vorwurf wurde von Breitanbach vehement zurückgewiesen.

    Mit der nach Bonn und Koblenz drittgrößten Demonstration gegen Bahnlärm machten die beteiligten Bürgerinitiativen nochmals ihre Forderungen deutlich. Dazu gehören das Verbot lauter Güterzüge, ein Stopp der geplanten Aufstockung des Güterverkehrs, eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 70 bei Ortsdurchfahrten und die Fortsetzung der ursprünglichen Lärmschutzmaßnahmen.

    Von unserer Mitarbeiterin Regine Siedlaczek

    Die Erfolge der Lärmgegner

    Der Einsatz der Bürgerinitiativen aus dem Mittelrhein- und Moseltal zahlt sich aus. Wie Franz Breitanbach von der BI Bad Hönnigen berichtet, steige die kommunale Unterstützung stetig an. Auch in den Landtagen in Mainz, Wiesbaden und Düsseldorf sei das Thema Bahnlärm präsent.

    Eine interfraktionelle „Parlamentsgruppe Bahnlärm“, von Abgeordneten dieser Region gegründet, setzt sich für die Interessen der Bahnanwohner ein. Bis Ende 2020 sollen alle Güterwagen in Deutschland auf Flüsterbremsen umgerüstet werden. Im Mai dieses Jahres wurde ein Gesetz zum Verbot lauter Güterwagen ab 2020 von Bundestag und Bundesrat einstimmig verabschiedet.

    Neuwied Linz
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