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Neuwied

Deichstadtfest 2018: Bühnenparty bei Bilderbuchwetter

Andrea Niebergall

Mit einem wirklich beeindruckenden Musikprogramm erlebte Neuwied am Samstagabend den Höhepunkt des viertägigen Deichstadtfestes. Zehntausende Menschen waren gekommen, um bei Bilderbuchwetter bis Mitternacht vor den Bühnen Party zu machen. Doch auch die übrigen Tage hatten für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Traditionell ist der Donnerstag nicht nur Tag der Eröffnung, sondern auch der Tag, an dem die Neuwieder selbst ihr Deichstadtfest besuchen. So auch dieses Mal. Sehen und gesehen werden, mit guten Freunden auf ein Bier oder einen Cocktail treffen… „Das ist schon fast wie Heilig Abend am Glühweinstand. Man trifft Leute, die man das ganze Jahr nicht gesehen hat“, grinst Heike Hondorf, die mit ihrem Freundeskreis sogar einen festen Treffpunkt hat. „Immer hier am American. Das weiß jeder von unseren Leuten.“

Allerdings gab es auch einige Neuerungen bei der 39. Auflage des Festes. So hatten die Macher die im vergangenen Jahr noch so gefeierte Schlagernacht am Samstag durch einen bayrischen Abend ersetzt – mit den eher farblosen „Wiesenkrachern“ auf Bühne 4 vor dem Mediamarkt, deren bayrische Ausrichtung noch am ehesten an den Lederhosen und Dirndl auszumachen. Musikalisch gab es Kirmes-Cover – gut gemacht, aber ein wenig blutleer.

Schlagerfans kamen dafür bereits am Freitagabend auf ihre Kosten. Melanie Junglas präsentierte sich mit „Stimme mit Herz“ und Tänzerinnen auf der Bühne – ohnehin der neue Deichstadtfest-Trend. Denn getanzt wurde auch bei Pink Trouble am Freitag. Und Samstagabend servierte dann „Der Sayner“ mit fast schamlos breit gefächertem Repertoire gleich mehrere Dutzend Paare zum Tanzen vor der Bühne.

Auch im Rahmenprogramm ging es nicht ohne. Die Tanzschule am Schloss ließ beim Kids Club auf der Großbühne auf dem Luisenplatz nicht nur die eigenen Gruppen vortanzen, Sibylle Daumas animierte auch alle Kinder vor der Bühne, hinaufzukommen und mitzutanzen. Und die taten das mit ganz viel Begeisterung.

Musik und Bewegung, das gehörte dann auch beim Medicon-Lifestyle dazu, ebenso wie bei der Show „Impuls – Tanz und Fitness“. Und als der Tanzsportclub Neuwied am Sonntagmittag zu Hip-Hop, Discofox und Linedance einlud, war die Frage nach dem Festtrend 2018 zur Genüge beantwortet.

Anderes dagegen hatten die Organisatoren wiederbelebt: Die Deichstadttalente erhielten auf Initiative des Kinder- und Jugendbüros nach 2015 nun wieder zumindest zwei Mal ihre eigene Bühne. Singer und Songwriterin Maren Schlicht machte den Auftakt am Freitag und lieferte schöne Popmusik mit Gitarren- und Piano-Sounds und Texten, die direkt ihrem Tagebuch entsprungen sein könnten. Am Freitag präsentierten sich dann die Ex-Chronicle Mind-Talente Max und Nils mit ihrem neuen Projekt „Glasgow“ nach zwei Jahren wieder auf einer Neuwieder Bühne: mit Indie-Rock, der die Massen vor Bühne 4 rundum begeisterte.

War der Freitag noch eher Richtungen wie Reggae, Blues und Rock’n’Roll gewidmet, so entfaltete sich die ganze Härte der Musik am Samstagabend auf Bühne 3 in der Schlossstraße: Erst hauten „Still Counting“ als Tribute der dänischen Metal-Gruppe Volbeat mächtig in die Saiten, dann zogen „Pimp Blitzkid“ mit einer ungeheuer energischen und realitätstreuen Limp Bizkit-Show auf mitreißende Weise nach. Und wer meinte, dass dafür auf eine Stadtfest kein Raum ist, der hatte die Massen vor der Bühne nicht gesehen, die bis Mitternacht frenetisch ihre Musik feierten.

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