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    Burbach-Verschmutzung: Gemeinde Thalhausen hat Strafanzeige gestellt

    Die Gemeinde Thalhausen hat wegen der anhaltenden Verschmutzung des Burbachs Strafanzeige gestellt. Das teilte Ortsbürgermeister Volker Lemgen während der jüngsten Ratssitzung mit. Zudem ließ er das Gremium und die zahlreich erschienene Bürger wissen: „Wir werden auf Schließung der Anlage drängen.“

    Foto: Jörg Niebergall

    Thalhausen – Die Gemeinde Thalhausen hat wegen der anhaltenden Verschmutzung des Burbachs Strafanzeige gestellt. Das teilte Ortsbürgermeister Volker Lemgen während der jüngsten Ratssitzung mit. Zudem ließ er das Gremium und die zahlreich erschienene Bürger wissen: „Wir werden auf Schließung der Anlage drängen.“

    Es ist der schlechte Gewässerzustand des Burbachs, über den die Bürger aus Thalhausen nicht nur verärgert, sondern auch in höchstem Maße besorgt sind. Dem Ärger über die Verschmutzung durch Silagesickersäfte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Biogasanlage Anhausen stammen, machten bei der jüngsten Gemeinderatsitzung einige der Thalhausener Luft. Aus ihrer Sicht wird von Behördenseite derzeit nichts unternommen, um den Zustand zu verbessern. Im Gegenteil: Derzeit werde die Biogasanlage wieder mit Pferdemist und Gülle befüllt. „Uns kommt es vor, als würde das Problem von der Oberen Wasserbehörde und der Kreisverwaltung ausgesessen“, meinte ein Bürger sichtlich sauer. Und: „Wir müssen hier Dampf machen.“

    Ebenso sei es nicht einleuchtend, wie das Wasser gegenwärtig geklärt wird. Da kritisierten die Bürger auch die Informationspolitik der Verbandsgemeinde und anderer Behörden, etwa des Kreises. Um ihrer Sorge um das Burbachtal noch mehr öffentliches Gehör zu verschaffen, wurde aus der Bürgerschaft angeregt, eine Bürgerinitiative zu gründen und eine Unterschriftenaktion zu starten.

    Ortsbürgermeister Volker Lemgen kündigte an, so schnell wie möglich eine weitere Informationsveranstaltung organisieren zu wollen: „Hier müssen wir unbedingt die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord mit ins Boot holen.“

    Zudem erklärte der Ortsbürgermeister: „Wir stehen mit der Oberen Wasserbehörde, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, in Kontakt, denn die Werte der entnommenen Gewässerproben sind nicht besser geworden.“ Die Kläranlage läuft nach seinen Angaben nicht zufriedenstellend. Dies habe zum einen mit den frostigen Temperaturen zu tun, in denen die Bakterien, mit denen gearbeitet wird, ihre Wirkung nicht erzielen können. Zum anderen laufe Wasser aus der Kläranlage unterirdisch in den Bach hinein (die RZ berichtete).

    Angesichts der aufgebrachten Bürger fragte die RZ bei der Biogas Kirchspiel Anhausen GmbH nach. Deren Sprecher Helmut Brümmer räumt ein, dass bereits einige Strafanzeigen gestellt worden sind: „Da diese Vorgänge von Polizei oder Staatsanwaltschaft bearbeitet werden, sind wir darüber eher peripher informiert.“ Dass sich nun auch die Gemeinde Thalhausen unter den Anzeigenden befindet, wusste er nicht. Davon abgesehen werde sich das Unternehmen nicht zum laufenden Verfahren äußern. Brümmer sagt nur so viel: „Einzelne Fachfragen der ermittelnden Behörden beantworten wir.“

    Was den Stand der Sanierung der Biogasanlage betrifft, erklärt Brümmer: „Die Arbeit am Sanierungsgutachten läuft.“ Der Hersteller der Anlage habe bereits viele Informationen angefordert. Ein entscheidender Baustein wird das Georadar-Gutachten sein, bei dem die Fahrsilos auf undichte Stellen geprüft werden sollen. Gestern war ein Termin mit der Expertin anberaumt, doch der einsetzende Schneefall hat dem Ganzen laut Brümmer erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht.

    So oder so hofft die Geschäftsführung der Biogas Kirchspiel Anhausen GmbH, spätestens in anderthalb Monaten ein fertiges Sanierungsgutachten vorlegen zu können. Dieses ist dann im Zusammenspiel mit der SGD Nord abzuarbeiten.

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