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Neuwied/Engers/Gladbach

Bunt und lustig rollen drei Züge durch Neuwied

Alaaf, Helau und Bat Nau: Am Rosenmontag war in Neuwied wieder mal der Bär los. Gleich drei eigene Umzüge mit vielen prächtigen Prunkwagen und bunten Fußgruppen zogen durch die Stadt – in der City, in Engers und in Gladbach.

In der Innenstadt stellten sich gleich 32 Gruppen in der Langendorfer Straße zum närrischen Marsch auf. Hinter Festausschuss-Präsident Gerd Schanz – stilecht im noblen Mercedes – schmetterte der Musikverein Rot-Weiss Nauroth Karnevalshits. Der NCN Grün-Gold feierte trotz kleiner Schneeflocken eine spanische Nacht und die AWO-Kita war als „Alice im Wunderland“ dabei.

Viel Unterstützung bekamen die Innenstädter aus Irlich und Oberbieber, deren Karnevalisten gleich mehrere Nummern stellten. Vor allem der von springenden Pappmaschee-Löwen gezogene Wagen des Kinderprinzenpaars Benedikt I. und Luise I. aus Irlich war ein optischer Höhepunkt. Räuber aus dem Sherwood Forest waren dabei, Figuren aus dem Zauberer von Oz, Sherlock Holmes, der Highlander und verschiedene Fabelwesen. Toll auch die Gruppe des Josef-Eckert-Stiftes, die die mit Abstand ältesten Teilnehmer des Zuges stellte, aber trotzdem noch mit „Flowerpower in der Blüte des Lebens“ stand. In Ermangelung eines Prinzen bildeten schließlich die „Extollis“ den krönenden Abschluss.

Sie müssen viel gegrübelt haben im Batt-Nau-Land, anders lässt sich die närrische Vielfalt beim Gladbacher Rosenmontagszug nicht erklären. Einfallsreiche Motivwagen gepaart mit farbenfrohen Kostümen: Das hohe Niveau der vergangenen Jahre wurde auch in dieser Session fortgesetzt. Da luden lustige Badewannen zum Planschen ein, die Footballer hatten neben ihrem Riesenei auch jede Menge hübscher Cheerleader dabei, die Höppedöppcher gaben die Manege frei, die Zuckerpuppen kamen als Goldmarie & Pechmarie, dazu gesellten sich Rock 'n' Roller mit tollkühnen Motorrädern und rosafarbenen Vesparollern. Superheldinnen flogen durch die Luft, Pinocchio zeigte Nase, die Pfadfinder hatte es in den Orient verschlagen, und die „Fickinger“ luden zum „American Diner“ ein. Schließlich machten die Gladbacher auch vor der aktuellen Problematik bei der Müllentsorgung nicht halt. Und da der letzte Metzger im Stadtteil seine Türen geschlossen hat, suchten „Die Fizzler“ schon mal einen Nachfolger. Ob die kleinen süßen Schweinchen und die netten Rinder den Zug wohl ungeschoren überstanden haben? Die vielen Narren feierten jedenfalls nach dem Umzug mit den Gladbacher Tolliäten Prinz Hans-Peter I. und Gabriele I. in der Mehrzweckhalle bis zum späten Abend.

Pünktlich zum Startschuss in Engers lachte die Sonne mit den Narren die Regenwolken rund um den Wasserturm einfach weg. Kinderprinz Matthias I. und Kinderprinzessin Johanna hatten mit ihrem Hofstaat hoch droben auf einer riesigen Lokomotive jedenfalls schon einen tollen Blick auf die vorbeischreitenden Fußgruppen und Motivwagen. Abwechslungsreich hatten die Karnevalisten wieder mal ganz tief in die Ideenkiste gegriffen. Die Suppengarde machte schon mal Appetit auf mehr, und auch die Marionettenclowns waren einfach sehenswert. Dazu präsentierten sich Indianer, Strauße, Peter Pan, Zirkusartisten, schwarz-weiße Clowns mit roten Luftballons, Piraten, Kartenspieler und viele mehr. Klar, dass auch die Berliner GroKo mit einer eigenen Zugnummer bedacht wurde: Krokodile können ganz schön bissig

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