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Breitscheid investiert: Container für die Kita kommen schon im April

Von unserem Redakteur

Da die Zahl der Kinder steigt, benötigt die Kita Breitscheid mehr Raumkapazität. Als Übergangslösung mietet die Gemeinde ab April Container. Foto: Ralf Grün
Da die Zahl der Kinder steigt, benötigt die Kita Breitscheid mehr Raumkapazität. Als Übergangslösung mietet die Gemeinde ab April Container.
Foto: Ralf Grün

Ralf Grün

Breitscheid. Nach einer "langen Durstrecke" geht es für die Gemeinde Breitscheid finanziell wieder bergauf. Mit Blick auf den jetzt vom Rat einhellig verabschiedeten Haushalt für das laufende Jahr sagt Ortsbürgermeisterin Roswitha Schulte: "Vor allem bei den Steuereinnahmen sieht es sehr erfreulich aus."

Das lässt sich leicht mit Zahlen belegen. Vor allem über die Gewerbesteuer fließt deutlich mehr Geld in die Kasse als noch vor einem Jahr. Die Prognose geht von 750 000 Euro aus, 300 000 Euro mehr als 2017. Bei der Einkommensteuer legen die Breitscheider 109 000 Euro drauf und knacken damit sogar die Millionenmarke. Unter dem Strich steigen die Steuereinnahmen um 422 000 auf nunmehr knapp 2,3 Millionen Euro an.

Dennoch startet die Gemeinde zu Beginn des Jahres erst einmal mit einem Defizit. Ganz einfach deshalb, weil die Ausgaben höher ausfallen als die Einnahmen. Allerdings ist das Loch überschaubar und leicht mit verfügbaren Kassenmitteln zu stopfen. Mehr noch: Auch für die geplanten Investitionen muss die Gemeinde dank Förderung und Eigenmitteln keine Kredite aufnehmen.

Womit wir schon bei den Vorhaben und deren Umsetzung wären. Roswitha Schulte nennt da unter anderem den Bau der Multifunktionsfläche am Sportplatz in Nassen und den Wirtschaftsweg von Fockenbachsmühle bis hinauf nach Goldscheid Teil II. Für Letzteres sind Kosten von 145 000 Euro eingeplant.

Der größte Posten entfällt in diesem Jahr auf die Marienschule. Hier soll im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms 3.0 nicht nur saniert werden, sondern auch ein Anbau für Medienraum und Hausaufgabenbetreuungsraum samt kleiner Küche entstehen. Obendrein soll die Schule mit LED-Lampen ausgerüstet werden. Nachdem der Kreis bereits seinen Haken unter den Antrag gesetzt hat, liegt dieser laut Schulte jetzt in Mainz. Immerhin 280 000 Euro tauchen als Investitionssumme dafür im Etat auf. Aus Sicht von Ortsbürgermeisterin und Rat ist das auf jeden Fall "ein Signal für den Schulstandort".

Davon abgesehen wird sich in den kommenden beiden Jahren einiges rund um die Kita in Nassen tun. Bis Mitte April sollen laut Schulte Container aufgestellt werden, in denen ein Gruppenraum, ein Bewegungsraum und ein Flur Platz finden. Die Container wird die Gemeinde für 24 Monate mieten. Zudem besteht für alle Fälle eine Kaufoption. Ob diese gezogen wird, hängt vom Bedarf der Gemeinde in etwa zwei Jahren ab.

So oder so können die Container nur eine Übergangslösung für die Raumnot in der Kita sein. "Da hat das Landesjugendamt eine deutliche Aussage getroffen", sagt Schulte. Die Gemeinde trägt diese Haltung ohne Einschränkung mit. "Wir werden jetzt im Rat zügig die Planung für den Anbau anstoßen", blickt die Ortsbürgermeisterin voraus. Sie geht davon aus, dass der Anbau in zwei Jahren fertig ist.

Da keine Kreditaufnahmen geplant sind, kommt die Gemeinde umhin, neue Schulden machen zu müssen. Wenn nicht Unvorhergesehenes passiert, belaufen sich die Verbindlichkeiten Ende dieses Jahres auf knapp 368 000 Euro. Kopfzerbrechen bereitet diese Zahl dem Rat angesichts liquider Mittel allerdings nicht.

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