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Neuwied

Bewerbung zur LaGa: Neuwied gibt in Mainz tolle Visitenkarte ab

Das Rennen um die Ausrichtung der Landesgartenschau (LGS) geht auf die Zielgerade, am 13. September soll im Ministerrat die Entscheidung fallen, wer den Zuschlag für das Jahr 2022 bekommt. Die Spannung steigt folglich, was gestern auch bei den Vertretern der Verwaltung zu spüren war, die das Neuwieder Konzept in Mainz vorstellten und dabei eine äußerst professionelle Visitenkarte der Stadt abgaben.

Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

Schon im Vorraum hatte Stadtmarketing-Chefin Petra Neuendorf die bereits beim Gartenmarkt gezeigten Würfel und den mit frischen Blumen dekorierten Kunstrasen aufgebaut und damit die Mitbewerber aus Bitburg, Bad Kreuznach und (mit Abstrichen) Bad Neuenahr-Ahrweiler optisch in den Schatten gestellt. Auch der Vortrag des Konzeptes für die Deichstadt in der Pressekonferenz konnte sich sehen lassen, vor allem weil die Neuwieder als Einzige einen eigenen Filmbeitrag präsentierten, in dem anschaulich dargestellt wurde, welche Naturschönheiten verborgen vorhanden sind, welche Chancen eine Entwicklung des bisher praktisch abgeschlossenen Rasselsteingeländes birgt.

Die Entscheidung wird nun in zehn Tagen im Ministerrat fallen. Einen Tag zuvor sollen die Staatssekretäre aus den die LGS fördernden Ministerien Inneres, Finanzen, Umwelt und Wirtschaft ihre Empfehlung abgeben. Außerdem hat bereits die Kommission, die alle vier Städte bereist und die Zielflächen intensiv angesehn hat, ihren Bericht abgegeben. Dieser beinhaltet allerdings keine Rangfolge, wie Fachabteilungsleiter Helmut Caspary aus dem Wirtschaftsministerium im Gespräch mit der RZ versicherte. Die Kommission habe lediglich Stärken und Schwächen aufgelistet und die grundsätzliche Eignung für die Durchführung einer LGS abgeprüft. "Die haben alle vier Städte bestanden", bestätigte die zuständige Gartenschau-Referentin Dr. Ulrike Gossen auf RZ-Nachfrage.

Auch Staatssekretär Andy Becht (FDP) bescheinigte allen vier Städten großes Engagement. "Wir konnten bei allen das Feuer in den Augen sehen", kommentierte er und stellte fest, dass allein die Bewerbung schon "enorme Impulse" gebracht habe.

Inhaltlich ließen sich die gestern vorgestellten Konzepte der vier Bewerberstädte vereinfacht gesagt auf zwei Zielrichtungen herunterbrechen. Bad Neuenahr-Ahrweiler und Bad Kreuznach wollen ihre alten Heilbäder neu gestalten, Bitburg und Neuwied die Konversion großer, brach liegender Flächen auf den Weg bringen. Während es sich in der Eifel um ein ehemaliges Gelände der US-Armee handelt, das außerhalb der Stadt liegt, kann Neuwied mit dem früheren Rasselstein-Gelände eine zentrale, innerstädtische Fläche präsentieren.

Die Deichstadt führt neben ihrem großen Einzugsgebiet, den vielen verborgenen Naturschönheiten und der Geschichte vor allem die perfekten Anbindung ins Feld. Möglich wäre neben Parkplätzen direkt am Gelände sogar eine eigene Bahnverbindung vom Hauptbahnhof. An Investitionen sind 20 Millionen Euro vorgesehen.

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