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Neuwied

Besonderes Hobby: Bianca Westerhagen fertigt Puppenhäuser

Regine Siedlaczek

Es sind mehr als nur detailreiche Dekorationsartikel, es sind fantasievolle Spielwelten, die liebevoll in Szene gesetzt wurden, um kleine Geschichten zu erzählen: Seit 15 Jahren widmet sich Bianca Westerhagen einem ganz besonderen Hobby, denn die Neuwiederin fertigt in mühevoller Kleinst- und Eigenarbeit Puppenhäuser und -stuben, die den Betrachter in eine andere Zeit entführen.

Foto: Regine Siedlaczek

„Ich habe eine Vorliebe für das 17. und 18. Jahrhundert“, verrät Westerhagen, daher sei auch die Einrichtung und die Ausgestaltung ihrer kleinen und großen Kunstwerke an diese Zeit angelehnt. Noch gut kann sich die 71-Jährige an die Zeit erinnern, in der erstmals der Wunsch entstand, kleine Spielwelten zu erschaffen: „Als ich noch ein Kind war, hat mein Vater aus zwei Apfelsinenkästen ein Puppenhaus gebaut“, erinnert sich Bianca Westerhagen. Schon damals habe sie große Freunde daran gehabt, ganze Städte in ihrer Fantasie entstehen zu lassen. „Es war immer ein Traum von mir, eine ganze kleine Welt zu erschaffen“, erklärt die Neuwiederin.

Bis es allerdings soweit war, sollten noch Jahre vergehen. „Ich habe immer sehr gerne mit meinen Kindern gebastelt“, sagt die Künstlerin, und so sei vor 15 Jahren die Idee entstanden, das erste große Puppenhaus zu fertigen. Rund ein Jahr habe es gedauert, das Gebäude mit zahlreichen Zimmern, filigran gefertigten Möbeln und detailreichen Einrichtungsgegenständen entstehen zu lassen.

So finden sich in den Puppenhäusern nicht nur Stühle und Tische, auch selbst gemachte Miniaturbücher, kleine Minigemälde, individuell gestaltete Teppiche und bunt funkelnde kleine Parfümflaschen aus Glasperlen verschönern die Häuser. „Ich gehe bei der Einrichtung ganz nach Gefühl vor und ergänze alles nach Bedarf“, sagt Westerhagen.

Dem aufwendig gestalteten ersten Puppenhaus folgte ein weiteres, das in seiner Ausgestaltung dem Vorgänger in nichts nachstand. Sogar eine eigens gefertigte Zimmerbeleuchtung fehlt in den kleinen Gebäuden nicht. „Ich habe außerdem noch drei Puppenstuben hergestellt“, erklärt Westernhagen, diese zeigen ein Weihnachtszimmer, einen Porzellanladen und ein Hutmachergeschäft. „Für die Stuben benötige ich rund drei Monate“, erzählt die Künstlerin.

Fantasiewelten sind zum Spielen da

Und wer jetzt meint, die liebevoll gefertigten Häuser und Zimmer seien lediglich zum Anschauen geeignet, der irrt sich gewaltig, denn die kleinen Fantasiewelten sind zum Spielen da. „Meine Tochter hat sich viel damit beschäftigt“, erinnert sich Westerhagen. So sei es auch überhaupt kein Problem, wenn mal etwas kaputt gehe. In diesem Fall werde es einfach wieder repariert.

„Das Fertigen der Puppenhäuser entspannt mich, daher gestalte ich auch jeden einzelnen Einrichtungsgegenstand selbst“, betont Bianca Westerhagen, die in Zukunft sicher noch eine Vielzahl weiterer Spielwelten zum Träumen entstehen lassen wird.

Ausstellung im St.-Elisabeth-Krankenhaus

Wer sich ein Bild von den malerischen Fähigkeiten von Bianca Westerhagen machen möchte, hat derzeit im St.-Elisabeth-Krankenhaus Gelegenheit dazu. Dort stellt die Künstlerin aktuell einen Großteil ihrer gemalten Werke aus.

rsz
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