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Bad Hönningen

Bad Hönningen närrisch: In der Bütt schlagen die Gene durch

Andernorts gibt's ja schon mal Probleme, Büttenredner zu finden. Nicht so bei der Hünnijer Kolpingsitzung: Im restlos überfüllten Gemeindezentrum St. Peter und Paul standen wieder zahlreiche Karnevalisten aus den Reihen der Kolpingfamilie in der Bütt – und das auch noch für einen guten Zweck. Denn der Erlös der nunmehr fünften Kolpingssitzung, die Guido Job federführend organisierte, geht an den Förderverein „Freundeskreis der Senioren am Römerwall“.

Die Magic Lights reichten bei ihrer akrobatischen Vorführung bis an die Saaldecke.  Foto: Sabine Nitsch
Die Magic Lights reichten bei ihrer akrobatischen Vorführung bis an die Saaldecke.
Foto: Sabine Nitsch

Der Kinderprinz von 1976 steht mit Begeisterung selber in der Bütt und moderierte zusammen mit seinem kongenialen Mitstreiter Gerd Urban die seit Wochen ausverkaufte Sitzung. Und Job, der sonst bei Bad Hönninger Stadtratssitzungen als Bürgermeister in der Verantwortung steht, hat auch selbst für närrischen Nachwuchs gesorgt: Tochter Laura, im vergangenen Jahr Kinderprinzessin, brillierte als „E Schullkend“ auf der Bühne, wo sie vom Schulalltag und von den Herausforderungen berichtete, die die Pubertät der Sprösslinge für Eltern bereithält. „Die Kraft der Gene schlägt hier voll durch. Da kann nur ein begnadeter Karnevalist rauskommen“, jubelte Urban.

Wie immer hatte Job die Sitzung als „Opa“ eröffnet und schaute später noch als „Rocker“ vorbei. Dabei grantelte er sich durch Themen wie das englische Königshaus mit seiner Themse-Liesel oder streifte Aufreger wie den Glyphosatskandal.

Dass der närrische Nachwuchs in Bad Hönningen Potenzial hat, bewies auch Kinderprinzessin Dana I., die die Narren mit einem Lied und dem Tanz der Kindertanzgarde gleich zu Beginn begeisterte. Marco Schmitz und Rene Breitenbach, ebenfalls Hünnijer Bütteneigengewächse, berichteten dagegen von den Qualen, die das falsche Kostüm bereiten kann. „Scheiße verkleidet“ sangen sie im plüschigen Tiger- und Leopardenkostüm. Die Jecken im Saal kamen ihrerseits schon beim Zuschauen ins Schwitzen. Zauberer Miraculix (Norbert Wirschem) sorgte anschließend mit einem Geldschein und einer Zitrone für magische Momente.

Dass auch Gerd Urban ein Ass in der Bütt ist, bewies er als geplagter Ehemann, der von den Freuden und Leiden des Ehealltags zu berichten wusste – vor allem von stundenlangen Badaufenthalten, die ihm ein Höchstmaß an Toleranz und Nachsicht abverlangen.

Als echtes Highlight entpuppte sich der Lachs-Lila-Auftritt. Die fünfköpfige Mini-KG hatte Donald Trump, alias Guido Job, im Schlepptau, was wiederum Olaf Tramp aus Rheinbrohl überhaupt nicht gefiel, denn für ihn ist der merkwürdige Präsident im Weißen Haus nichts weiter als ein Plagiat. Darüber hinaus startete Lachs-Lila noch ein Prinzen-Casting und demonstrierte, wie man Tanzpaar im Karneval wird.

Später begeisterte die Jugendgarde aus Niederbreitbach das Publikum noch mit einem akrobatischen Auftritt. Und natürlich schauten auch der Hünnijer Prinz Christoph I. samt Gefolge und das Ariendorfer Prinzenpaar mit seinen Piraten vorbei. Irmgard Köhler-Regnery strapazierte dann zu später Stunde als „Die Äan aus Jönnischdorf“ noch die Lachmuskeln im Saal. Die Tanzgarde Magic Lights und die Perlen vom Rhein zeigten ebenfalls ihr Können, bevor die Rhein-Lichter einen schwungvollen Schlusspunkt unter die gelungene Sitzung der Kolpingfamilie setzten.

Von unserer Reporterin
Sabine Nitsch

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