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    B 42 hochwasserfrei: Hammersteiner haken Generationenprojekt ab

    Seit mehr als 40 Jahren haben sich die Hammersteiner den hochwasserfreien Ausbau der B 42 vor ihrer Haustür gewünscht. Etliche Ortsbürgermeister hat das Thema in ihrer Amtszeit begleitet. Briefe wurden nach Mainz geschrieben, sogar eine Bürgerinitiative versuchte, dem Anliegen Nachdruck zu verleihen. 2010 wurde endlich mit dem Ausbau inklusive Lärmschutzwand begonnen. In diesem Jahr wurde die 1,5 Kilometer lange Strecke nach rund sieben Jahren Bauzeit fertiggestellt. Mit einem „Deckenfest“ im Weingut Emmel feierten die Hammersteiner das endgültige Ende der Baustelle.

    Den Abschluss des hochwasserfreien B 42-Ausbaus feierte Hammerstein mit einem Deckenfest. LBM-Leiter Bernd Cornely, Ortsbürgermeister Wolfgang Kluwig, Bürgermeister Michael Mahlert ,und Landrat Rainer Kaul (vorne, von links) durchschnitten symbolisch ein Absperrband.  Foto: Sabine Nitsch
    Den Abschluss des hochwasserfreien B 42-Ausbaus feierte Hammerstein mit einem Deckenfest. LBM-Leiter Bernd Cornely, Ortsbürgermeister Wolfgang Kluwig, Bürgermeister Michael Mahlert ,und Landrat Rainer Kaul (vorne, von links) durchschnitten symbolisch ein Absperrband.
    Foto: Sabine Nitsch

    Der amtierende Ortsbürgermeister Wolfgang Kluwig konnte zum Deckenfest auch seinen Vorgänger im Amt, Karl-Heinz Windheuser, begrüßen, in dessen Amtszeit die Baumaßnahme begonnen hatte. Gekommen waren auch Landrat Rainer Kaul und Bernd Cornely, Leiter des Landesbetriebs Mobilität Cochem-Koblenz, der Bad Hönninger VG-Bürgermeister Michael Mahlert, Vertreter der bauausführenden Firmen und Vertreter von Rat und Verwaltung.

    „Der Planfeststellungbeschluss für diese Maßnahme war übrigens auf den 17. Oktober 1977 datiert. Jetzt ist es erledigt. Hoffentlich bekommen die Hammersteiner nun keine Sinnkrise, wo das Thema abgehakt ist“, meinte Cornely schmunzelnd und blickte zurück auf die vergangenen sieben Jahre Bauzeit, die technische Herausforderungen für die Planer und die bauausführenden Firmen mit sich brachten und viel Geduld von den Hammersteinern erforderten. Wegen der engen Lage zwischen Eisenbahn und Ortsbebauung sei eine sehr umfangreiche Planung rund um die einzelnen Bauphasen und die Verkehrsführung erforderlich gewesen. Immerhin befahren fast 12.000 Fahrzeuge pro Tag im Bereich Hammerstein die B 42, zwischen Neuwied und Bonn. „Auf anderen, vergleichbaren Routen in Rheinland Pfalz, sind es durchschnittlich nur 8000 Fahrzeuge“, begründete Cornely, warum auch die Lärmschutzwand notwendig war, gegen die man sich in Hammerstein zunächst gewehrt hatte.

    Der Verkehr auf der B 42 einschließlich des Radverkehrs sollte so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Dazu waren Stützwände zwischen den Umfahrungsstrecken und der zukünftigen Bundesstraße erforderlich, in Teilbereichen auch provisorische Verkehrsführungen. Zudem mussten Bauwerke gemeinsam mit der Bahn ausgebaut und verlängert werden, um einen Durchgang zwischen den Ortsteilen und dem Rhein zu gewährleisten, erläuterte Cornely Einzelheiten. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme mit Grunderwerb, Umfahrungsstrecken, Brückenbauwerken, Landschaftspflege und Straßenbau betragen rund 14,781 Millionen Euro. Die kompletten Kosten trägt der Bund.

    Landrat Kaul bezeichnete die Höhererlegung als Mammutprojekt und wies daraufhin, wie sinnvoll der durchgehende Fahrradweg von Hammerstein nach Leutesdorf sei, für den sich Mahlert stark gemacht hatte. „Die Höherlegung ist der letzte große Lückenschluss im Kreis Neuwied“, sagte der Landrat und fragte schmunzelnd und ein wenig provokant: „Wann beginnt die Sanierung der B 42 im Bereich Leubsdorf“. Dort wartet man seit Jahrzehnten auf den B 42-Ausbau samt Linksabbiegespur.

    Von unserer Mitarbeiterin
    Sabine Nitsch

    Neuwied Linz
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