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    Kreis Neuwied

    Aufatmen: Chorverband schafft es raus aus Turbulenzen

    Herbert Kutscher ist seine großen Sorgen los. Drohte dem Neuwieder Kreischorverband unter seinem Vorsitz vor einem halben Jahr noch die Auflösung, weil wichtige Vorstandsämter nicht besetzt werden konnten, hat sich die Lage mittlerweile entspannt und ins glatte Gegenteil verkehrt: Inzwischen sind die schmerzlichen Alternativen Auflösung oder Fusion vom Tisch. Denn: Es haben sich verlässliche Interessenten für vakante Vorstandsämter gefunden. Nun fährt der Chorverband, immerhin der fünftgrößte im rheinland-pfälzischen Landeschorverband, wieder in ruhigen Fahrwassern. Es gibt sogar schon einen Termin für die nächsten Vorstandswahlen: Freitag, 27. Oktober.

    Im Kreis Neuwied ist das Singen – wie hier in Altwied – weiterhin angesagt. Die drohende Auflösung des Kreischorverbandes ist glücklicherweise vom Tisch. Eine Nachfolgerin für den Vorsitzenden Herbert Kutscher ist gefunden.  Archivfoto: Jörg Niebergall
    Im Kreis Neuwied ist das Singen – wie hier in Altwied – weiterhin angesagt. Die drohende Auflösung des Kreischorverbandes ist glücklicherweise vom Tisch. Eine Nachfolgerin für den Vorsitzenden Herbert Kutscher ist gefunden. Archiv
    Foto: Jörg Niebergall

    28 Jahre füllt Herbert Kutscher den Vorsitz des Kreischorverbandes aus. Seinen Plan, jetzt vom Amt zurückzutreten, hatte er schon frühzeitig kundgetan. Allerdings schien das in der Chorszene niemand so richtig ernst zu nehmen. Denn bis vor Wochen waren wichtige Vorstandsämter unverändert vakant, obwohl Kutscher „dringend gebeten“ hatte, sich Gedanken zu machen. Nun kann Kutscher schon die eine oder andere Personalie beim Kreischorverband verkünden. So ist vor allem seine Nachfolge beschlossene Sache. Die bisherige Kreisgeschäftsführerin Silvia Scholz von der „Wiedperle“ in Neustadt hat sich demnach bereit erklärt, den Vorsitz zu übernehmen. „Sie steckt tief in der Verbandsmaterie drin, und sie hat jetzt aufgrund beruflicher Veränderungen mehr Zeit“, freut sich der 70-Jährige. Davon abgesehen wäre sie auch die erste weibliche Verbandsvorsitzende überhaupt. Ebenfalls eine Frau stellt sich für das Amt der 2. Vorsitzenden zur Verfügung: Alice Bluhm vom inzwischen laut Kutscher aufgelösten Frauensingkreis Neuwied. Sie verfüge über reichlich Erfahrung im Vorstand, immerhin gehöre sie diesem Gremium seit 25 Jahren an.

    Was weitere Ämter im Vorstand betrifft, will Kutscher mit Namen nicht vorgreifen. Froh ist er jedoch, dass sich auch für die Geschäftsführerposten schon Interessenten vorgestellt haben. Das Gleiche gelte auch für eine neue Jugendreferentin. Unter dem Strich geht Kutscher davon aus, dass am 27. Oktober ein kompletter Vorstand gewählt werden kann: „Damit hat sich unsere Situation entschärft.“ Und einen 2. Kreischorleiter werde der Kreischorverband bei den Wahlen oder im Laufe des Jahres auch noch finden.

    Was ihn zudem optimistisch stimmt: „Chorsingen ist wieder in, nur eben oft in anderen Strukturen als den gewohnten.“ Zwar hätten vor allem Männerchöre und andere „herkömmlich strukturierte“ Chöre Schwierigkeiten, den Bestand zu sichern, dafür gebe es neben dem nicht wegzudiskutierenden Chorsterben aber auch zahlreiche Neugründungen, „die diese Verluste mehr als auffangen“. Und Herbert Kutscher erneuert seinem im März gegenüber der RZ geäußerten Satz: „Es besteht grundsätzlich ein großes Bedürfnis der Menschen zum Singen. Beispiele drücken sich seit einigen Jahren aus in der starken Bildung von Pop- und Jazzchören, Gospelchören oder Vokalensembles.“ Genau das hat wohl auch dem Verband geholfen.

    Die Erleichterung über die „überaus erfreuliche Entwicklung“ in den vergangenen Wochen und Monaten ist dem noch amtierenden Kreisverbandsvorsitzenden bei jedem Wort anzumerken: „Ich gehe jetzt nach 48 Jahren im Vorstand aus zwei guten Gründen beruhigt in den Ruhestand. Erstens, ich weiß, dass meine Nachfolge geregelt ist. Und zweitens, ich gehe in einer Situation, in der sich die Chorszene gut entwickelt.“

    Herbert Kutscher wird am Samstag, 7. Oktober, ab 11 Uhr in der Aula der Paul-Schneider-Schule in Oberbieber offiziell vom Kreischorverband verabschiedet.

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

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