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    Altmaier in Kurtscheid: Können stolz sein auf dieses Land

    Nicht nur die heimischen Kandidaten geraten allmählich vollends in den Wahlkampfstress, auch die prominenten Zugpferde der Parteien kommen kaum noch dem Terminkalender hinterher. Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) hatte sich den Freitag offenbar besonders „vollgepackt“. Zumindest tauchte der nach eigenem Bekunden „Gewichtigsten“ aus der Berliner Ministerriege erst mit einer Dreiviertelstunde Verspätung in der Kurtscheider Wiedhöhenhalle auf, wo er als Wahlkampfredner eingeplant war.

    Kanzleramtsminister Peter Altmaier wünscht im Beisein von Erwin Rüddel dem Landratskandidaten Achim Hallerbach viel Erfolg. Foto: Ralf Grün
    Kanzleramtsminister Peter Altmaier wünscht im Beisein von Erwin Rüddel dem Landratskandidaten Achim Hallerbach viel Erfolg.
    Foto: Ralf Grün

    Dafür, dass den Zuhörern im Saal die Zeit nicht allzu lang wurde, sorgten Christian Robenek (CDU) und vor allem Landratskandidat Achim Hallerbach (CDU). Letzterer nutzte die Gelegenheit noch einmal für Werbung in eigener Sache. Der Kreisbeigeordnete sprach davon, dass er einen Schwerpunkt seiner Arbeit als künftiger Landrat auf den ländlichen Raum legen werde. Konkret gehe es darum, neue Gewerbegebiete zusammen mit den Kommunen zu entwickeln, neue Kita-Plätze zu schaffen, Straßen zu reparieren und die Breitbandversorgung weiter auszubauen.

    Davon abgesehen erachtete er es für wichtig, in Sachen ÖPNV neue Räume wie die Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach zu verbinden. Dabei setzt Hallerbach verstärkt auch auf Bürgerbus und Anrufsammeltaxi. Als bisher noch nicht genannten Punkt führte der Unionskandidat die innere Sicherheit an: „Das ist zwar keine originäre Kreisaufgabe, aber auch hier fühlen sich die Menschen offenbar subjektiv nicht mehr so sicher.“ Als Indiz dafür wertete er den spürbaren Anstieg bei Anträgen für den „Kleinen Waffenschein“. Vor diesem Hintergrund gelte es, der Polizei den Rücken zu stärken und darauf zu drängen, dass Polizei und Ordnungsämter noch enger zusammenarbeiten.

    Von den lokalen politischen Zielen führte nach seinem Erscheinen Peter Altmaier die Zuhörer zu den Befindlichkeiten aller Deutschen bis hin zur Europafrage. Er legte sein Jackett und hob sogleich zur einstündigen Rede an. Dabei streifte er sämtliche im Wahlkampf für die Union Erfolg verheißende Themen. So sei der Dieselskandal in der Tat ein Skandal, der aufgearbeitet gehöre. Altmaier warnte jedoch davor, jetzt alle, die einen Diesel wegen des sparsamen Verbrauchs gekauft haben, nun als Sündenböcke hinzustellen und mit einem Fahrverbot zu belegen. Auf der anderen Seite würde es Deutschland schwächen, die eigene Automobilindustrie schlechtzureden: „Wir brauchen sie für unsere Entwicklungschancen.“

    Einmal in Fahrt gekommen, versprach der Kanzleramtsminister den Leuten, dass es mit der CDU innerhalb der nächsten vier Jahre keine Steuererhöhungen geben wird. Im Gegenteil, die CDU in der Regierung würde die Steuerlast für die Menschen senken. Auch den Rentnern machte er Mut: „Unserer Wirtschaft geht es so gut, da wird auch die Rente weiter steigen.“

    Als geübter Wahlkampfredner versteht es der Saarländer auch, die verbale Keule zu schwingen. Opfer seiner gezielten Schläge waren neben der SPD, die eine Erneuerung brauche, vor allem die AfD und die Linken. Letztere fallen als Koalitionspartner definitiv aus. Altmaier: „Die AfD bewirkt nichts Gutes, sie betreibt die meiste Volksverdummung. An Problemlösungen ist sie gar nicht interessiert, sie kocht daraus lieber ihr eigenes Süppchen.“ Die Linke hingegen sei ebenfalls kein Koalitionspartner, schon allein deswegen, weil sie die NATO, „den Garanten für ein friedliches Europa“, abschaffen wolle.

    Bundestagskandidat Erwin Rüddel ließ es sich nicht nehmen, dem prominenten Gast für die Unterstützung zu sagen. Zudem rührte er auch für Christian Robenek und Achim Hallerbach die Werbetrommel. Und auch Rüddel schwang die Keule in Richtung Michael Mahlert: „Gut, wenn jemand umgänglich ist, aber wir brauchen einen Landrat mit Visionen.“

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

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