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    Allergiker müssen diesmal länger leiden

    Tränende Augen und Schniefnase plagen derzeit viele Menschen. Die Leidenssaison für Allergiker verlängert sich tendenziell. Aber ein Patientenansturm ist beim Neuwieder Allergologen Dr. Jürgen Kloos in diesem Jahr bislang ausgeblieben. „Die Pollensituation ist dieses Jahr durchwachsen“, befindet der Mediziner mit Praxis in der Neuwieder Innenstadt. Viele Menschen versorgen sich zunächst in der Apotheke mit Medikamenten, vermutet er.

    Viele Allergiepräparate: Apotheker Jürgen Brüggemann.  Foto: Ziegler
    Viele Allergiepräparate: Apotheker Jürgen Brüggemann.
    Foto: Ziegler

    Dazu passt der Eindruck von Apotheker Jürgen Brüggemann. Seine Hof-Apotheke teilt sich ein Treppenhaus mit Kloos' Praxis. Gemessen an der Kundennachfrage schätzt Brüggemann den Pollenflug in diesem Jahr sogar etwas stärker ein als in den Vorjahren. In seine Apotheke kommen zwar viele Kunden mit Rezept vom Arzt. Doch oft ist die Apotheke auch erster Ansprechpartner – nämlich vor allem dann, wenn die nächste Arztpraxis nicht so nahe liegt.

    Die meisten Allergiepräparate sind laut Brüggemann frei verkäuflich. Dazu zähle ein ganzer Schwung vormals rezeptpflichtiger Nasensprays mit Cortison. Zur Auswahl steht den Kunden eine ganze Menge verschiedener Mittel und Wirkstoffe. Allein rezeptfrei gebe es je drei verschiedene Wirkstoffe für Augentropfen und Tabletten und rund zehn verschiedene Wirkstoffe für Nasensprays. „Was für einen selbst das Beste ist, muss man probieren“, empfiehlt Brüggemann.

    Beim Allergologen Kloos meldeten sich während der inzwischen beendeten Baumpollenflugzeit in diesem Jahr im Schnitt weniger Patienten mit Beschwerden. Seit etwa Ende Mai herrsche kräftiger Gräser-Pollenflug. Die Lage sei aber regional sehr unterschiedlich. Und die nächste offizielle Pollenmessstelle steht Kloos zufolge erst in Köln. „Insgesamt zeigt sich doch eine deutlich verlängerte Pollenflugsaison, so dass wir dieses Jahr wohl auch noch im September damit zu rechnen haben“, sagt Kloos.

    In seiner Praxis gehen rund 150 Patienten einen anderen Weg. Sie versuchen, ihre Allergie mit einer sogenannten Hyposensibilisierung loszuwerden. Die Behandlung über mehrere Jahre hinweg soll die Ursachen der Allergie bekämpfen. Der Körper soll sich nach und nach an das Allergen gewöhnen und nicht mehr überreagieren. Die Bevölkerung müsse stärker über mögliche Spätschäden wie chronisches Asthma aufgeklärt werden, fordert Kloos. „In den letzten Jahren wurde die Gruppe der Allergiker aber gesundheitspolitisch vernachlässigt.“ Marion Ziegler

    Die aktuelle Pollenbelastung kann im Internet auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes abgerufen werden unter der Adresse www.ku-rz.de/pollen sowie über die RZplus-App, wenn Sie das Foto im Artikel scannen.

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