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    Heimbach-Weis

    Adolf Zils legt Vorsitz nieder: 28 Jahre Herzblut für den Stadtteil Heimbach-Weis

    Es sind nicht nur die großen Veranstaltungen, sondern vor allem auch die kleinen Dinge, die Bürger und die zahlreichen Wegbegleiter und -bereiter, an die sich Adolf Zils erinnern wird. Nach 28 Jahren als Vorsitzender des Vereins Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis verabschiedet sich der 77-Jährige von seinem Amt, das er stets mit Engagement, Einfallsreichtum und Verständnis für die Belange der Bürger und des Stadtteils führte.

    Eine durchweg positive Bilanz: Adolf Zils legt nach 28 Jahren das Amt des Vereinsvorsitzenden von Pro-Heimbach-Weis nieder.  Foto: Regine Siedlaczek
    Eine durchweg positive Bilanz: Adolf Zils legt nach 28 Jahren das Amt des Vereinsvorsitzenden von Pro-Heimbach-Weis nieder.
    Foto: Regine Siedlaczek

    „Ich erinnere mich noch sehr gut an unsere Gründungsversammlung im Dezember 1989“, sagt Zils. Damals habe er sich mit zahlreichen Mitstreitern zusammengetan, um etwas für den Stadtteil und seine Bürger zu tun. „Wir waren am Anfang rund 130 Mitglieder, die alle den Ort aktiv gestalten wollten“, betont Zils und erläutert, dass man mit der Gründung der Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis dem Gefühl entgegenwirken wollte, von der Stadt Neuwied abgehängt zu werden.

    Heute hat sich die Zahl der Vereinsmitglieder mit aktuell rund 340 Mitgliedern fast verdreifacht, und diese Bilanz ist nicht zuletzt Zils zu verdanken. Zahlreiche Veranstaltungen, Bürgerversammlungen und Feste hat der heute 77-Jährige mit der Unterstützung seines Vereins organisiert und betreut. Immer im Blick dabei: Den Stadtteil Heimbach-Weis ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und auch anderen Menschen zu zeigen, wie gut es sich nahe der Abtei Rommersdorf leben lasse. „Ich bin sehr stolz auf alles, was wir gemeinsam erreicht haben“, resümiert Zils, dem allerdings die eine oder andere Aktion in besonders guter Erinnerung geblieben ist. So zum Beispiel die 900-Jahr-Feier, die 1993 stattfand, und die maßgeblich von Adolf Zils organisiert wurde. „Ich war der Vorsitzender des Organisationsteams“, erklärt Zils, der das Fest auch deshalb in bester Erinnerung behalten hat, weil daraus das noch heute bekannte Dorffest entstand.

    Idee für Weihnachtsmarkt stammt von Zils

    Doch nicht nur das Dorffest ist eng mit Zils und dem Verein Pro Heimbach-Weis verbunden, auch der traditionell alle zwei Jahre stattfindende Weihnachtsmarkt in Rommersdorf wurde von Zils initiiert. „Wir wollten damit zahlreiche Besucher nach Heimbach-Weis locken, um zu zeigen, was für ein Juwel wir mit der Abtei Rommersdorf hier haben“, begründet Zils die Idee, den Weihnachtsmarkt vor malerischer Abtei-Kulisse stattfinden zu lassen.

    Viel Einsatz zeigte der ehemalige Vereinsvorsitzende auch in Sachen Ortsentwicklungskonzept. Dieses allerdings scheiterte in den 1990er Jahren an der Politik: „Wir konnten die nördliche Entlastungsstraße nicht umsetzen“, bedauert Zils, der auch Mitglied im Ortsbeirat ist. Seien es Ausflüge, Wanderungen oder wochenendfüllende Veranstaltungen: Fast drei Jahrzehnte lang zeigte Adolf Zils, was es bedeutet, sich für seinen Wohnort zu engagieren.

    Rücktritt gut vorbereitet

    Nicht zuletzt dafür wurde er im Jahr 2010 mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. „In meiner Arbeit steckt Herzblut, sie war mein Leben“, betont der 77-Jährige, der sich auch aus gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt zurückzieht. Unvorbereitet verlässt er seine Vorstandskollegen allerdings nicht: „Ich habe seit dem vergangenen Jahr meinen Rücktritt vorbereitet.“ So gebe es mit Sascha Fiedler nicht nur einen würdigen Nachfolger, auch die Vereinsarbeit verteile sich schon jetzt auf mehrere Schultern, sodass auch in Zukunft erfolgreich weitergearbeitet werden könne.

    So ganz verzichten müssen die Mitglieder von Pro Heimbach-Weis allerdings nicht auf die Unterstützung ihres ehemaligen Vorsitzenden. Denn Adolf Zils bleibt dem Verein als Ehrenvorsitzender erhalten: „Wenn ich gebraucht werde, bin ich da“, betont Zils, doch sei es nach 28 Jahren auch mal schön, die Führung und das aktive Handeln anderen zu überlassen.

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