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    A 3 voll gesperrt: Gefahrgut-Lkw verunglückt

    Über 260 Helfer waren im Einsatz: Nach einem Lastwagenunfall ist die A 3 bei Königswinter am Samstag für mehr als sieben Stunden in beide Richtungen gesperrt worden. Es bildeten sich kilometerlange Staus. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass der Lkw Gefahrgut geladen hatte. Ein Spezialteam, das daraufhin extra angefordert wurde, gab dann um etwa 14 Uhr Entwarnung: Es war doch kein Gefahrgut im Spiel, sondern es handelte sich bei dem verdächtigen Teil der Ladung um ungefährliche Lösungsmittel.

    Bad Honnef/Linz - Nach einem Lastwagenunfall ist die A 3 bei Königswinter am Samstag für mehr als sieben Stunden in beide Richtungen gesperrt worden. Es bildeten sich kilometerlange Staus. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass der Lkw Gefahrgut geladen hatte. Ein Spezialteam, das daraufhin extra angefordert wurde, gab dann um etwa 14 Uhr Entwarnung: Es war doch kein Gefahrgut im Spiel, sondern es handelte sich bei dem verdächtigen Teil der Ladung um ungefährliche Lösungsmittel.
    Der 31-jährige Fahrer war mit seinem Lkw mit 14 Tonnen Ladung gegen 6.45 Uhr auf der A 3 in Richtung Köln unterwegs. Aus bislang noch nicht geklärten Gründen verlor der Mann in Höhe der Logebachtalbrücke vor der Ausfahrt Siebengebirge die Kontrolle über sein Gespann. Er kollidierte zunächst mit der rechten Schutzplanke, prallte dann gegen die Mittelschutzplanke, woraufhin der Lkw umkippte.
    Der Fahrer konnte sich selbst leicht verletzt aus dem umgestürzten Laster befreien und informierte die am Unfallort eintreffenden Helfer sofort über die möglicherweise gefährliche Ladung. Auch aus den Frachtpapieren sei hervorgegangen, dass der Lkw einen Container mit Gefahrgut geladen hatte. Deshalb sei vorsorglich komplett gesperrt worden, sagte ein Sprecher der Polizei in Köln am Samstagnachmittag. Eine Untersuchung durch Spezialisten der Berufsfeuerwehr Köln ergab dann, dass der Sattelzug nur ungefährliche Lösungsmittel an Bord gehabt hat.
    Dieses Spezialistenteam wurde extra neu gebildet und angefordert, die Mitglieder untersuchten das Unfallfahrzeug vorsichtshalber im Chemikalienschutzanzug. Um dem Team Zugang zu dem Container zu verschaffen, in dem gefährliche Stoffe vermutet wurden, musste erst ein Teil der Leitplanke entfernt werden. Insgesamt waren 260 Helfer und schweres Gerät der Autobahnmeisterei an der Unfallstelle im Einsatz, darunter ein Kran, der Teile der Ladung für das Spezialteam aus dem Weg räumte.
    Erst am frühen Nachmittag gab die Polizei am Samstag den Verkehr auf der A 3 in Richtung Frankfurt wieder frei. In Richtung Köln gingen die Bergungsarbeiten noch weiter. Ortskundige Autofahrer wurden gebeten, den Unfall weiträumig zu umfahren. An den Ausleitungsstrecken bildeten sich so Staus von fünf bis acht Kilometern Länge.

    Von unserer Reporterin Sandra Elgaß

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