40.000
Aus unserem Archiv
Linz

Übergangslösung: Dattenberger Kita nimmt Linzer Kinder auf

Die Stadt Linz hat eine Ersatzlösung gefunden, um die Situation wegen fehlender Kita-Plätze zu entschärfen. Bis die neue Kita fertig ist, die in der Friedrich-Ebert-Straße gebaut werden soll, kann der Linzer Nachwuchs übergangsweise für ein Jahr in die Kita Rappelkiste nach Dattenberg geschickt werden. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Die neue Kita wird in der Friedrich-Ebert-Straße auf dem Areal des Spiel- und Bolzplatzes gebaut. Bis sie ihre Pforten öffnet, greift die Dattenberger Kita Rappelkiste den Linzern unter die Arme und nimmt Kinder auf. Das allerdings ist für die Stadt nicht kostenlos.  Foto: Simone Schwamborn
Die neue Kita wird in der Friedrich-Ebert-Straße auf dem Areal des Spiel- und Bolzplatzes gebaut. Bis sie ihre Pforten öffnet, greift die Dattenberger Kita Rappelkiste den Linzern unter die Arme und nimmt Kinder auf. Das allerdings ist für die Stadt nicht kostenlos.
Foto: Simone Schwamborn

Allerdings ist diese Lösung nicht kostenlos. Denn pro Kind und pro Jahr muss die Stadt dafür 2000 Euro berappen. Das hatte Stadtbürgermeister Hans Georg Faust zuvor dem Gremium erläutert. Dass Linz für die Unterbringung der Kinder zahlen muss, schmeckte nicht jedem im Stadtrat. „Es ist nobel, dass die Kinder aufgenommen werden“, merkte SPD-Fraktionschef Dieter Lehmann an. Aber er hätte sich gewünscht, dass dies zum Nulltarif geschehe, weil damit der Kindergarten gefüllt werde. Denn in Dattenberg, so meinte Lehmann, sei man froh, alle Erzieherinnen halten zu können, weil Kinder hinzukämen. Für eine gewisse Übergangszeit begrüßt der SPD-Fraktionschef diese Lösung. Danach, so betonte er, solle aber vorrangig die neue Linzer Kita genutzt werden.

Das sieht man in der CDU ähnlich. „Für die Übergangszeit kann man das machen, aber langfristig sollten die Kinder in die Einrichtung nach Linz gehen“, befand Michael Rücker (CDU). Die Ein-Jahres-Lösung allerdings sah er auch kritisch. Denn Rücker gab zu bedenken, dass der Nachwuchs in der Dattenberger Kita verwurzelt würde. Das Kind aus seinem Umfeld herauszureißen, bezeichnete er als problematisch. „Es sollte schon die drei Jahre fertigmachen können“, sagte Rücker. Man könne den Eltern nicht vorschreiben, wo ihr Kind untergebracht werde, auch wenn die neue Linzer Kindertagesstätte fertig sei, meinte Brigitte Hömig (FWG). Aber mit der Zahlung der Stadt in Höhe von 2000 Euro sollte dann Schluss sein, betonte sie.

Der Stadtchef regte an, mit den betreffenden Eltern zu reden, um einen Kompromiss beziehungsweise einen finanziellen Ausgleich zu finden. „Nicht, dass das Kind drei Jahre in Dattenberg bleibt und unsere Kita leer ist“, sagte Faust. Wenn die Linzer Kita fertig sei, gelte es, genau zu überlegen, ob der Nachwuchs die Einrichtung wechselt, ergänzte Faust. Zur aktuellen Situation sagte er: „Das Wasser steht uns bis zum Hals. Ich bin froh, dass wir für ein Jahr eine Lösung gefunden haben.“

Auf Nachfrage des FWG-Fraktionsvorsitzenden Heiko Martin teilte der Stadtbürgermeister mit, dass in der Kita Rappelkiste in Dattenberg eine Kapazität für die Aufnahme von zehn Linzer Kindern gesehen werde. „Es wäre besser, wenn wir alle Kinder nach Dattenberg schicken könnten, dann bräuchten wir keinen Kindergarten zu bauen“, meinte Faust. Lehmann gab der Stadtspitze noch eine Bitte mit auf den Weg: nämlich genau zu hinterfragen, wie viele Kinder eigentlich aus anderen Gemeinden in Linz in die Kita gehen würden.

Von unserer Redakteurin Silke Müller

Neuwied Linz
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
x
Top Angebote auf einen Klick
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter Neuwied
Freitag

9°C - 16°C
Samstag

11°C - 19°C
Sonntag

13°C - 19°C
Montag

13°C - 21°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach