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    Ärger in Asbach: Zirkus will Geld für seine Abreise

    Ein gestrandeter Zirkus bereitet der Ortsgemeinde Asbach seit mehreren Monaten Kopfzerbrechen. Der Zirkus Ideal, der sich in der Nähe des Sportlerheims niedergelassen hat, weigert sich auch nach mehrfacher Aufforderung vonseiten der Gemeindeleitung, die Örtlichkeit zu verlassen.

    Seit mehreren Monaten nimmt eine Zirkusfamilie den Platz am Sportlerheim in Beschlag.
    Seit mehreren Monaten nimmt eine Zirkusfamilie den Platz am Sportlerheim in Beschlag.
    Foto: Heiko Christ

    Von unserer Redakteurin Christina Nover

    In der jüngsten Sitzung des Asbacher Gemeinderats setzte Ortschef Franz Peter Dahl die Ratsmitglieder über die "Katastrophe, die sich da oben abspielt", in Kenntnis. Demnach hatte die Familie, die hinter dem Zirkus steht, zunächst auf einer Wiese in der Nähe der Straße "Im Steinchen" campiert. Als dort das Martinsfeuer abgebrannt werden sollte, konnte die Familie zum Umzug in Richtung Sportanlagen überredet werden. "Davon, dass sie dort ihr Winterlager aufschlagen, war allerdings nicht die Rede", sagt Dahl.

    Etwa 25 Personen haben sich niedergelassen

    Neben dem Zirkus hat sich mittlerweile auch eine Gruppe angesammelt, die zum Team der Monster Truck Show gehört. Ortsbürgermeister Dahl geht mittlerweile von rund 25 Personen aus, die sich mit ihren Wohnwagen am Sportlerheim niedergelassen haben. Hinzu kommen auch noch einige Tiere, die zum Zirkus gehören, und deren Misthaufen immer größer werden: "Die produzieren jede Menge Müll dort oben. Die Landwirte haben bereits die Sorge, dass die abhauen und alles liegen lassen", berichtet Dahl. Über die VG-Verwaltung will er die ungebetenen Besucher nun zur Müllentsorgung zwingen. Die Frist geht bis Ende des Monats.

    Der Müll ist allerdings bei weitem nicht das einzige Problem, das der Gemeindechef mit dem fahrenden Volk hat. Etliche Male, so sagt er, standen Vertreter der beiden Gruppen bei ihm im Büro und baten um finanzielle Hilfe. Doch selbst nachdem die Gemeinde sich bereit erklärt hatte, die TÜV-Gebühren für drei Fahrzeuge zu übernehmen, um die Weiterfahrt zu ermöglichen, blieben die Bittsteller, entgegen ihrem Versprechen, innerhalb von zwei Wochen den Platz zu verlassen. Als Dahl mit den Besitzern des Zirkus über deren Abreise verhandeln wollte, forderten diese eine Summe von 15 500 Euro, die ihnen Dahl jedoch verwehrte. Auch der nachträglichen Bitte um ein zinsloses Darlehen über 5000 Euro für die Wiederherstellung eines Lkw erteilte der Ortschef eine Absage.

    Bekannte Masche

    "Das Ende der Fahnenstange ist erreicht", sagt er. Wie Recherchen im Internet ergaben, ist es nicht das erste Mal, dass der Zirkus negative Schlagzeilen macht. "Das ist eine Masche", ist sich Dahl sicher. Als besonders ärgerlich empfindet der Ortschef auch das Verhalten der "Gäste" gegenüber den Besuchern des Sportplatzes. Mehrere Asbacher hätten sich schon bei ihm beschwert, dass sie beschimpft wurden. Rechtliche Mittel zu ergreifen, hält Dahl für wenig zielführend. Er hat nun jedoch die Hoffnung, dass Zirkus und Monster Truck Show abziehen, sobald das Wetter besser wird und wieder Auftritte anstehen.

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