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Neuwied

"66 Minuten": Erfolgsgeschichte bekommt eine zweite Mission

Vor rund einem Jahr hat in Neuwied das erste Live Escape Spiel in Rheinland-Pfalz seine Tore geöffnet. Nun gibt es eine zweite Mission für alle Rätselfans.

Foto: cno

Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

Das Experiment hat sich gelohnt: Im Sommer 2015 hat der Neuwieder Theater- und Kulturverein Chamäleon ein Live Escape Spiel in der Kirchstraße eingerichtet (die RZ berichtete), was durchaus ein Risiko war. Denn der Trend aus Asien war in Deutschland damals zwar schon in Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt angekommen, nicht aber in Kleinstädten wie Neuwied. Jetzt, ein Jahr später, bekommt "66 Minuten" die zweite Mission – weil das Spiel so erfolgreich läuft.

"Es ist mit 20 Buchungen pro Monat angelaufen, was schon doppelt so viel war, wie wir erwartet hatten. Mittlerweile sind wir bei 60, was schon krass ist", freut sich Chamäleon-Kopf Oliver Grabus. "Der Erfolg hat uns überrannt. Teilweise haben komplette Abteilungen von Firmen gebucht", ergänzt er.

Sehr gute Bewertungen

Doch woran liegt's? "An der hohen Qualität", ist er sicher und verweist auf die Internet-Kritiken der Spieler. In der Tat: "66 Minuten" ist bei Facebook 204-mal bewertet worden – davon 203-mal mit der Höchstnote von fünf Sternen und einmal mit vier Sternen. Auch bei TripAdvisor lesen sich die Kommentare nicht viel anders: Mit insgesamt 47 Bewertungen, die alle die Topnote haben, hängt das Live-Escape-Spiel dort mittlerweile sogar den beliebten und ebenfalls sehr gut bewerteten Zoo als Hauptattraktion von Neuwied ab. Kritik der Teilnehmer: Nicht vorhanden – was bei anderen Spielen des Genres in anderen Städten anders aussieht. "Wir stecken ganz viel Energie hinein, nutzen alle Techniken des Theaters und verfeinern laufend", erklärt Grabus das Erfolgsrezept.

25 000 Euro investiert

Für die neue Mission mit dem Namen "Leichenschauschmaus" haben sich die Chamäleons auch finanziell ins Zeug gelegt. "Wir haben all unser Geld reingesteckt", sagt Grabus und beziffert die Investitionen auf 25 000 Euro. Dabei hat der Verein teilweise schon Vorhandenes genutzt. So wanderten einige Requisiten des Horrorhauses in das neue Live-Escape-Spiel. Denn "den Schlabbeck" musste Chamäleon zwischenzeitlich aufgeben. "Der Verein war an seiner Grenze und konnte es nicht häufiger als einmal im Monat anbieten.. Das reichte auf Dauer nicht, um die Kosten zu decken", sagt Grabus und spricht von einem "sehr traurigen Rückbau". So jedoch konnte immerhin ein Teil bewahrt werden.

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