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    Dürrholz

    37 Jahre Politiker für die Gemeinschaft

    Vor knapp einem Monat löste Wolfgang Runkels Rücktritt als Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Puderbach Bedauern über die Parteigrenzen hinweg aus. In der RZ spricht Runkel über seine Gründe und blickt auf 37 Kommunalpolitik zurück.

    Foto: Jörg Niebergall

    Von unserem Redakteur Robin Brand

    "Spätestens wenn du merkst, einer greift dir ins Lenkrad, musst du auf die Bremse treten", sagt Runkel über seinen Entschluss, aus gesundheitlichen Gründen kürzerzutreten. 50 bis 55 Termine im Jahr für das Ehrenamt: "Irgendwann hat das nicht mehr funktioniert." Seine Arbeit als Leiter der Holzbachtalschule in Puderbach und als Vorsitzender der Gundlach-Stiftung standen nicht zur Debatte, und so musste Runkel "eine Entscheidung treffen, die wehtut": der Rückzug aus der Kommunalpolitik.

    Dass er überhaupt politisch aktiv wurde, beschreibt Runkel rückblickend als Zufall. 1979 war es, als der damalige Dürrholzer Ortsbürgermeister Otto Klaas für die Kommunalwahlen noch einen Listenplatz besetzen musste. "Nur als Ersatz", erinnert sich Runkel habe er zugesagt. Wenige Monate später saß er als Nachrücker im Gemeinderat - mit 24 Jahren. Die Gemeinschaft dort brachte ihm "mit die schönste Zeit in der Politik", sagt Runkel. "Die Leute waren damals noch zufriedener." Runkel fand Gefallen an der Politik, wurde wieder in den Rat gewählt und wurde 1986 schließlich 31-jährig Ortsbürgermeister in Dürrholz.

    Wenn er über diese Zeit spricht, erzählt Runkel viel von gemeinsam Erreichtem - die Gräben zwischen den Ortsteilen Werlenbach und Muscheid auf der einen und Daufenbach auf der anderen Seite sind längst vergessen. "Mir lag immer viel an Gemeinschaft und sozialem Miteinander", sagt Runkel, der die Fortschritte in Sachen Dürrholzer Industriegebiet unter seiner Ägide nicht als seine größten Erfolge sieht. Diese seien wichtig gewesen, "aber, dass wir als Gemeinde gemeinsam auftreten, das macht mich glücklich".

    Mehr Gefallen daran, als die eigene Arbeit zu loben, hat Runkel ohnehin daran, die der Nachfolgerin in den Vordergrund zu rücken. Längst leitet Anette Wagner die Geschicke der Gemeinde. Runkel bezeichnet diese als Glücksgriff. Er selbst verabschiedete sich nach seinem Wirken als Ortsbürgermeister in den Verbandsgemeinderat. Vor allem an der Struktur der Kindergärten und Schulen im Puderbacher Land zu arbeiten, sah der Schulleiter der Holzbachtalschule als sein Betätigungsfeld. Heute, 37 Jahre nach seinem Eintritt in die Kommunalpolitik, sei er um viele schöne Erfahrungen reicher, sagt Runkel - und muss nur gefragt nach negativen Erinnerungen passen. "Da fällt mir nichts ein", sagt er nach langem Überlegen.

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