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Kreis Neuwied

2018 im Kreis Neuwied: Neue Macher müssen sich beweisen

Redakteuren

Das Superwahljahr im Kreis Neuwied ist vorbei, an Kreis- und Stadtspitze beweisen sich 2018 ein neuer Landrat und ein neuer Oberbürgermeister. Die RZ wirft einen Blick auf die prägenden Vorhaben im Kreis Neuwied im Raiffeisenjahr.

Ob die Arbeiten am Deichvorgelände in Neuwied (von links, im Uhrzeigersinn) 2018 beendet werden, ist noch unsicher. Bereits im März dürften die Arbeiten am Sandkauler Weg beendet sein. Weit über die Neuwieder Stadtgrenzen hinaus wird im Kreis der 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen eine Rolle spielen, und in Puderbach soll die Sanierung des Hallenbads beginnen.
Ob die Arbeiten am Deichvorgelände in Neuwied (von links, im Uhrzeigersinn) 2018 beendet werden, ist noch unsicher. Bereits im März dürften die Arbeiten am Sandkauler Weg beendet sein. Weit über die Neuwieder Stadtgrenzen hinaus wird im Kreis der 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen eine Rolle spielen, und in Puderbach soll die Sanierung des Hallenbads beginnen.
Foto: Nover/Raiffeisengesellschaft

Aus Sicht des neuen Landrates Achim Hallerbach gilt es, das Millionenprojekt Breitbandausbau fristgerecht bis Ende des Jahres über die Bühne zu bringen. Zudem strebt er an, die Versorgung von mehr als 70 Schulen so schnell wie möglich anzugehen. Weitere Millionen fließen in den kreisweiten Schulbau. Eine weitere wichtige Aufgabe umfasst laut Hallerbach die weitere Konsolidierung der Kreisfinanzen. Allerdings könnte der Kreis da schon dieses Jahr vor Problemen stehen. Dazu der Landrat: „Erste Signale aus Mainz deuten darauf hin, dass weniger Geld von dort in die Kreiskasse fließen wird.“

Nicht zu vergessen: 2018 steht kreisweit ganz im Zeichen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und dessen 200. Geburtstag. Hallerbach möchte sich mit verschiedenen Akteuren an einen Tisch setzen, um zu klären, wie sich der Kreis ins Programm für das Raiffeisenjahr einbringen kann. Dem Geburtstag des großen Sozialreformers, der lange Jahre in Neuwied gelebt und gewirkt hat, wird auch in der Deichstadt Rechnung getragen. Eine besondere Veranstaltung, auf die sich Kulturbegeisterte 2018 freuen können, ist die Eröffnung des rheinland-pfälzischen Kultursommers am letzten Aprilwochenende in der Neuwieder City.

2018 ist aber auch das Jahr, in dem der neue Oberbürgermeister von Neuwied, Jan Einig, zeigen muss, wohin es unter seiner Führung geht. Ein Vorhaben ist die vom Stadtrat beschlossene Neustrukturierung von Teilen der Stadtverwaltung. Außerdem wird der Stadtrat im Frühjahr über die Zukunftsinitiative Neuwied entscheiden – was der Startschuss für die Umsetzung eines Handlungskonzeptes bis 2030 wäre.

Zu weiteren Schwerpunkten des neuen OBs gehört die Stärkung der Innenstadt als Herz von Neuwied. In seiner Antrittsrede hatte Einig erklärt, innerhalb von sechs Monaten einen „Masterplan Zukunft City“ erarbeiten zu wollen. Die Förderung lebendiger Stadtteile soll ein weiterer Schwerpunkt Einigs Arbeit werden. In Sachen Großprojekte will die Stadt 2018 den Ausbau der Marktstraße angehen. Eines, das beendet wird, ist der Ausbau des Sandkauler Wegs – nach derzeitigem Stand schon im März. Darüber hinaus dürfte auch die Sanierung des Alten Rathauses in Engers abgeschlossen werden. Ob auch das Deichvorlandgelände fertig wird, hängt vor allem davon ab, ob der Streit mit einer der beteiligten Baufirmen beigelegt werden kann. Guter Hoffnung ist die Stadt zumindest, was die neue Treppe in den Rhein betrifft.

Ein spannendes Jahr steht auch etwas weiter nördlich am Rhein bevor, wo es mit der Gebietsreform ernst wird. 2017 haben die Bürgermeister von Linz, Bad Hönningen und Unkel sowie ihre Abteilungsleiter über die Modalitäten einer freiwilligen Fusion verhandelt. Nun muss eine qualifizierte Mehrheit der VG-, Stadt- und Ortsgemeinderäte der Fusion zustimmen, damit sie ab Frühjahr 2019 vorbereitet werden kann. Offen ist, ob nach dem Wechsel Michael Mahlerts in die Kreisverwaltung in Bad Hönningen ein neuer Bürgermeister gewählt wird.

Das haben die Asbacher schon getan: Und ein Thema mit dem sich der neue Bürgermeister Michael Christ 2018 befassen dürfte, sind die Auswirkungen des Verkaufs der Wirtgen-Gruppe an den US-Konzern John Deere. Wird sich das gute Miteinander zwischen Politik und dem größten Arbeitgeber im Kreis auch unter den neuen Eigentümern fortsetzen lassen? Welchen Einfluss erhält der Betriebsrat, der im Frühjahr erstmals gewählt wird? Das sind Fragen, die auch den neuen Bürgermeister beschäftigen werden. Kennenlernen und Zusammenwachsen heißt dagegen die Zielsetzung in der neuen Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach. Funktioniert das, wäre laut Bürgermeister Hans-Werner Breithausen schon viel gewonnen. Abgesehen davon warten spannende Aufgaben in Sachen Kitaausbau, in Hausen und Oberraden entstehen Feuerwehrgerätehäuser.

Ordentlich investiert wird in der VG Dierdorf. Etwa 4 Millionen Euro sind für den Neubau des Rathauses vorgesehen. Bürgermeister Horst Rasbach hofft, dass das Land grünes Licht für das Großprojekt gibt. Bis zum Sommer hätte er gerne einen Planentwurf vorliegen. Zudem wird wohl eine Entscheidung zu Konzentrationsflächen für die Windkraft innerhalb der VG fallen.

Gleich zwei VGs beschäftigen sich 2018 mit ihren Hallenbädern. In Unkel soll die Sanierung des maroden Bads in Angriff genommen werden, sobald die Förderungen feststehen. Die Puderbacher haben die Sanierung ihres Bads bereits beschlossen. In der zweiten Jahreshälfte 2018 soll sie beginnen.

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