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    Idar-Oberstein

    Zum 30-jährigen Bestehen: Intergem öffnet einen Tag für alle

    Knapp zwei Stunden lang zog sich die Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung von Messen und Ausstellungen der Idar-Obersteiner Edelstein- und Edelsteinschmuckindustrie (kurz: Messeverein) so hin, wie das Jahreshauptversammlungen mit ihren Formalien vom Kassenbericht bis zu den meist vorher feststehenden Vorstandswahlen oftmals an sich haben.

    2013 wurde die Intergem von Wirtschaftsministerin Eveline Lemke eröffnet.
    2013 wurde die Intergem von Wirtschaftsministerin Eveline Lemke eröffnet.
    Foto: Herbert Piel

    Von unserem Reporter Jörg Staiber

    Und auch der Besuch entsprach mit 12 von 78 Mitgliedsfirmen, fast ausschließlich Aussteller bei der Intergem, leider dem, was man von vielen Vereinen gewohnt ist und was die Stimmung auch nicht gerade aufhellte. Doch dann war auf einmal Feuer unter dem Dach.

    Heftig diskutiert wurde die Frage, ob man die Intergem als Aushängeschild der hiesigen Schmuck- und Edelsteinindustrie nicht nur für Fachbesucher, sondern auch für ganz "normales" Publikum öffnen solle. Denn zum einen, so die Befürworter, feiere die Messe in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen und könne dies zum Anlass nehmen, sich einmal öffentlich zu präsentieren, zum anderen leide die Veranstaltung an einem schleichenden Besucherschwund und müsse sich einem neuen Publikum öffnen. Die erbitterten Gegner verwiesen auf den besonderen Charakter der Messe, der mit einer Öffnung verloren ginge. Am Ende einigte man sich, ohne einen formalen Beschluss zu fassen, auf einen Kompromiss, zu dem allerdings noch die Intergem-Aussteller befragt werden sollen: Zum Jubiläum soll die Intergem für einen Tag für alle Besucher geöffnet werden.

    Zu den entschiedenen Befürwortern einer Öffnung gehörte neben dem Vereinsvorsitzenden Konrad Henn auch Jochen Müller. Der Präsident der Diamant- und Edelsteinbörse argumentierte, man müsse sich den veränderten Zeiten anpassen und auch auf ein verändertes Verbraucherverhalten reagieren, bei dem der Juwelier, also der klassische Intergem-Besucher, immer mehr an Bedeutung verliere, während andere Vertriebsformen, etwa über Fernsehen und Internet, stetig an Bedeutung gewinnen. Man könne, so Müller, einer befürchteten Invasion eines reinen Schaupublikums durch entsprechende Eintrittspreise vorbeugen. Auch sei es möglich, Fachbesucher vom anderen Publikum durch andersfarbige Ausweise zu unterscheiden. Ebenso könnten die Stände kenntlich machen, dass sie nur Wiederverkäufer bedienen.

    Entschieden gegen eine Öffnung sprach sich neben anderen Dieter Hahn, Müllers Vorgänger als Börsenpräsident, aus. "Ich seh schon die Damenkränzchen kommen", fürchtet auch Günther Hoberg, dass zwar neugierige, aber wenig qualifizierte und kaufinteressierte Besucher das besondere Flair der Messe zerstören und die Aussteller vom eigentlichen Zweck der Messe abhalten könnten.

    Messe-Geschäftsführer Kai-Uwe Hille verwies auf die seit 2010 beständig gesunkenen Ausstellerzahlen und den seit 2009 fast ebenso stetigen Besucherrückgang. Auch er sprach sich für eine Öffnung der Intergem aus. In diesem Jahr werde es keine große Eröffnungszeremonie geben, kündigte er an, da an diesem Tag, dem 3. Oktober, Ministerpräsidentin Malu Dreyer andere Termin habe. Stattdessen gebe es am Folgetag einen Empfang mit ihr. Die fünf vom Messeverein zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder der Intergem GmbH sind Thomas Biehl, Ekkehard Schneider, Oberbürgermeister Bruno Zimmer und Volksbankdirektor Jürgen Schmidt sowie Jochen Müller, der in dieser Funktion den aus Altersgründen zurückgetretenen Dieter Hahn ersetzt.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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