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Leitzweiler/Gimbweiler

Windräder: Zündstoff zwischen Nachbarn Leitzweiler und Gimbweiler

Für Zündstoff über die Grenzen der VG Baumholder hinweg sorgt eine Entscheidung des Leitzweilerer Gemeinderates: Er hat die VG-Verwaltung damit beauftragt, rechtliche Schritte gegen die schon erteilte Baugenehmigung für zwei Windräder auf dem Gebiet der Gemeinde Gimbweiler (VG Birkenfeld) zu prüfen.

Symbolbild
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Foto: DPA

Stein des Anstoßes ist der zu erwartende Lärm der Anlagen, die südöstlich der Autobahn nahe der Grenze zum Saarland entstehen. Er wird vom Westwind Richtung Leitzweiler getragen, und überschreitet im Bereich des Neubaugebiets Auf der Buchhaide die zulässigen Richtwerte.

Die Firma Geres hat bereits mit der Verlegung der Kabeltrassen begonnen. "Davon, dass die Windräder überhaupt gebaut werden sollen, haben wir aus heiterem Himmel erfahren", berichtet Bürgermeister Peter Ley.

Der Beigeordnete Hans-Joachim Alles und Ratsmitglied Andreas Werle hatten an einer Sitzung des Zweckverbands Ökompark Heide-Westrich teilgenommen, die auf Antrag der Verbandsgemeinde Birkenfeld und der Ortsgemeinde Gimbweiler einberufen wurde. Der Anlass: Die Firma Geres wollte eine neue Genehmigung für ihre Windkraftanlagen beantragen, die einen Rotordurchmesser von 92 Metern statt wie ursprünglich geplant 82 Metern – und damit auch höhere Lärmemissionen – zugelassen hätte. Daher beantragte die Firma Geres, die festgelegten Schallkontingente für den Ökompark – ein bislang noch nicht vermarktetes Gewerbegebiet – um 10 Dezibel abzusenken.

Als erster Gesellschafter des Ökomparks hat Leitzweiler diesen Antrag nun abgelehnt. Dies bleibt jedoch ohne Auswirkungen, da die größere Windrad-Variante einstweilen ohnehin vom Tisch ist, wie der Gimbweilerer Bürgermeister Martin Samson auf NZ-Nachfrage berichtet. "Gebaut wird die kleinere Variante E82", erklärt der Ortschef, der dies mit Lieferschwierigkeiten begründet.

Der Leitzweilerer Rat geht mit seinem Beschluss, die bestehenden Baugenehmigungen prüfen zu lassen, allerdings noch einen Schritt weiter. "Wir müssen unsere Bürger vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen. Außerdem kann es nicht sein, dass eine Gemeinde auf Kosten ihrer Nachbarn Einnahmen erzielen will, ohne dass wir überhaupt beteiligt wurden."

Sein Gimbweilerer Amtskollege hat für diese Argumentation keinerlei Verständnis. "Wir haben bereits seit mehr als einem Jahr die Baugenehmigung vorliegen", berichtet er. Darin sei auch bereits festgelegt, dass bei einer Besiedlung des Neubaugebietes in Leitzweiler die Leistung der Anlage zeitweise – zum Beispiel während der Nachtstunden – gedrosselt werden muss. Durch den aus seiner Sicht unbegründeten Beschluss des Leitzweilerer Rates sieht er das Windkraftprojekt daher nicht im Geringsten gefährdet.

Von unserem Reporter Michael Fenstermacher

Idar-Oberstein Birkenfeld
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