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    Rinzenberg

    Windkraft: Versammlung soll in Rinzenberg die Wogen glätten

    Auf anfängliche Indifferenz zum Thema Windkraft folgt entschlossener Widerstand, aber erst wenn es dafür eigentlich zu spät ist. Dieses inzwischen vertraute Muster ist auch in Rinzenberg zu beobachten: Ohne großes Aufsehen hatte der Gemeinderat bereits im November 2010 beschlossen, der Firma Geres die Genehmigung zur Errichtung eines Windparks zu erteilen.

    Symbolbild
    Symbolbild
    Foto: DPA

    Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

    Vorausgegangen war auch eine Einwohnerversammlung - mit geringer Beteiligung, wie Ortsbürgermeister Sven Becker sich erinnert. Doch dreieinhalb Jahre später ist die Stimmung in der Bevölkerung eine ganz andere.

    Die gewaltige Dimension der Anlagen - 184 Meter hoch sollen sie in Rinzenberg werden - ist den Bürgern angesichts der Windräder, sie sich beispielsweise in Wilzenberg-Hußweiler schon drehen, inzwischen bewusst geworden - und nun herrscht teilweise blankes Entsetzen. Dieser Wandel ist natürlich auch dem Ortschef nicht entgangen, der deshalb für Dienstag, 8. April, ab 18.30 Uhr zu einer weiteren Einwohnerversammlung ins Dorfgemeinschaftshaus einlädt. Daran teilnehmen werden auch Landrat Matthias Schneider und VG-Bürgermeister Bernhard Alscher. Deutlich wurde die Stimmungslage aber bereits bei einer Infoveranstaltung mit rund 60 Teilnehmern aus Rinzenberg und Buhlenberg. Dazu eingeladen hatten die BI "Energiewende mit Vernunft" und der Rinzenberger Künstler Philipp Devaud vergangenen Sonntag in den Oldenburger Hof in Birkenfeld.

    Teilnehmer aus Rinzenberg - darunter auch Neubürger, die in der Zeit nach der Ratsentscheidung ein Grundstück in der Hochwaldgemeinde kauften - berichteten laut Protokoll, sie seien über die Dimension der geplanten Anlagen nicht informiert gewesen. Viele Einwohner zeigen sich außerdem besorgt über den möglichen Wertverlust ihrer Grundstücke und Häuser sowie über den geringen Abstand von nur 800 Metern zur Wohnbebauung.

    Philipp Devaud sieht sich unterdessen als Vermittler in der aufkeimenden Diskussion. "Es ist Realität, dass sich die Bürger von Rinzenberg zu wenig informiert fühlten", erklärt er. Ortsbürgermeister Sven Becker stellt demgegenüber klar, dass die Ortsgemeinde keinen Konfliktmoderator eingeschaltet habe, und sieht in Devaud keinen Mediator, sondern den Sprecher einer Bürgerinitiative, die sich gegen den Windpark "Struth" ausspricht. Dem widerspricht der Künstler: "Mir geht es nicht um persönliche Interessen. Ich habe im ganzen Haus Dreifachverglasung und könnte mit den Windrändern leben."

    In der Bürgerversammlung am kommenden Dienstag will Becker nun den Sachstand der Gemeinde an die Bürger weitergeben und ihnen Gelegenheit geben, Fragen zum Verfahren und zur rechtlichen Lage zu stellen. "Dass das Thema Windkraft nun die Menschen bewegt und Ängste hervorruft, wird von mir sehr ernst genommen. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Diskussion vor zwei Jahren geführt worden wäre, als der Gemeinderat eine Entscheidung treffen musste, die damals pro Windkraft ausfiel, da keine kritischen Stimmen aus der Bevölkerung kamen", erklärt er schriftlich. Auf Nachfrage stellt er aber auch klar, dass ein einseitiger Ausstieg der Gemeinde aus dem Windkraftprojekt kaum noch möglich sei: "Der Ball liegt nun bei der Kreisverwaltung und der ausführenden Firma."

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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